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		<title>Cash Secured Put &#8211; 101: Prämie kassieren, während du auf eine Aktie wartest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torben von OptionsWerk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 17:22:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strategien]]></category>
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					<description><![CDATA[Du erinnerst dich vielleicht an meinen allerersten Blogartikel “Optionsscheine vs. Optionen”, oder? Dann ist dir sicherlich auch noch geläufig, dass der Stillhalter einer Option praktisch die Rolle einer Versicherungsgesellschaft einnimmt. Er kassiert Prämien, um eine dritte Partei gegen bestimmte Ereignisse abzusichern.  Ich persönlich begann mit dem Handel von Cash Secured Puts mithilfe der David-Fish-Liste. Dies...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Du erinnerst dich vielleicht an meinen allerersten Blogartikel <a href="https://optionswerk.de/grundlagen/optionsscheine-vs-optionen-unterschiede/" data-type="post" data-id="358">“Optionsscheine vs. Optionen”,</a> oder? Dann ist dir sicherlich auch noch geläufig, dass der Stillhalter einer Option praktisch die Rolle einer Versicherungsgesellschaft einnimmt. Er kassiert Prämien, um eine dritte Partei gegen bestimmte Ereignisse abzusichern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich begann mit dem Handel von Cash Secured Puts mithilfe der <a href="https://www.dripinvesting.org/dividend-champions/" data-type="link" data-id="https://www.dripinvesting.org/dividend-champions/" target="_blank" rel="noopener">David-Fish-Liste</a>. Dies ist eine hervorragende Datenbank für die sogenannten Dividenden-Aristokraten des amerikanischen Aktienmarkts &#8211; Aktien, die jahrzehntelang die Dividende nicht gekürzt haben. Die zugrunde liegende Idee war es, einen zweifachen Zahlungsstrom zu generieren: einen über die Optionsprämie, den anderen nach Andienung der Aktien über die Quartalsdividende.  In dem konkreten Falle handelte es sich um AT&amp;T, die zu dem Zeitpunkt bei rund 10$ gehandelt wurde. Also durchaus machbar, wenn man nur über ein kleines Depot verfügt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem hält der US-ETF-Markt einige Spezial-ETFs bereit, die sich durch eine sehr hohe Ausschüttungsrendite auszeichnen. Allerdings ist seit der Umsetzung der MIFID-2 der Direktkauf für EU-Bürger verboten, da es unter anderem keinen Verkaufsprospekt in Landessprache gibt. Durch die Andienung mittels Cash Secured Puts besteht aber ein alternativer Weg des Erwerbs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich haben beide Beispiele den gleichen Hintergedanken. Den Erwerb von Aktien bzw. ETFs, um sie zu halten. Die Andienung ist hier nicht das Risiko, sondern das Ziel.<br><strong>Der Break-Even-Punkt der Strategie ist dein gewählter Strikepreis abzüglich der erhaltenen Prämie.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was ist ein Cash Secured Put?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber fangen wir ganz vorne an. Ich habe ja bereits mit Fachbegriffen wie <em>Andienung</em> um mich geworfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Cash Secured Put als Strategie ist nichts anderes als ein Short Put &#8211; allerdings hast du den Kontraktwert vollständig frei verfügbar in deinem Depot eingezahlt. Daher eignet sich die Strategie auch für sogenannte Cash-Konten, die keinerlei Strategien mit unbegrenztem Risiko erlauben. Gehen wir als Beispiel einfach mal von der Apple-Aktie (AAPL) aus. Diese handelt heute am 01.07., wo ich diesen Artikel schreibe, bei rund 295$. Somit müsstest du entsprechend dem Kontraktwert von 100 Aktien Bargeld in Summe von 29.500$ vorhalten, damit es sich um einen Cash Secured Put handelt.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Fall, dass der Käufer deiner Option es wünscht, bist du verpflichtet, die Aktie zum Basispreis abzukaufen &#8211; unabhängig davon, ob sich die Option im Geld befindet oder nicht. Mit dem Verkauf des Cash Secured Puts erhältst du die Prämie, die dir in jedem Falle zusteht &#8211; egal, ob die Aktien am Ende der Optionslaufzeit angedient werden oder nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Strategie ein Bewusstsein dafür schafft, dass der Kontraktwert direkt bar hinterlegt werden muss, ist diese sehr nah am Direktinvestment in Aktien zu sehen. Man lässt sich nur vorweg dafür bezahlen, die Aktien zu kaufen. Daher ist es eine sehr anfängerfreundliche Strategie, die leicht verständlich und erlernbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um auf die Andienung aus der Einführung zurückzukommen. Dabei handelt es sich um die möglicherweise vorzeitige Ausübung der Option, sodass dir 100 Aktien pro Optionskontrakt ins Depot gebucht werden. Bei Laufzeitende geschieht das allerdings automatisch, sofern der Aktienkurs unterhalb des Ausübungskurses liegt. Die Andienung kann dabei deine implizite Absicht sein. Ist sie das nicht, und spekulierst du darauf, dass der Aktienkurs oberhalb des Strikepreises bleiben wird, handelst du eine risikoaversere Short-Put-Strategie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Early Assignment</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Aktienoptionen, egal ob amerikanische, europäische oder asiatische, sind Optionen amerikanischer Art. Der Käufer dieser Optionen hat jederzeit die Möglichkeit, die Ausübung zu verlangen. In diesem konkreten Falle würdest du, wie bereits beschrieben, dein 100 Aktien umfassendes Paket ins Depot geliefert bekommen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich ist die vorzeitige Ausübung bei Short Puts sehr selten, da der Käufer der Option dadurch unter Umständen nicht seinen maximalen Gewinn realisieren kann. Seine Optionen enthalten bei vorzeitiger Ausübung noch einen Zeitwert, der bei Ausübung wertlos ausgebucht wird.<br>Weshalb kann es trotzdem passieren? Gerade Aktien, die extrem stark im Preis gefallen sind, sind davon betroffen. Der innere Wert der Option ist durch den starken Abverkauf deutlich angestiegen und macht ein Vielfaches des Zeitwertes aus. Der Optionskäufer hat einen großen Gewinn eingefahren und möchte ihn sichern &#8211; auch wenn er damit den verbleibenden Zeitwert verliert.<br>Du als Stillhalter kannst nicht früh genug reagieren &#8211; es gibt keine Benachrichtigung, dass die Ausübung dich selbst treffen könnte. Die Ausübung wird durch die Clearingstelle, die Options Clearing Corporation, nach Börsenschluss unter allen Stillhaltern der betreffenden Option ausgelost. Und sobald du am nächsten Tag dein Depot öffnest, siehst du eine Aktienposition von 100 Stück anstatt deines Cash Secured Puts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was kannst du im Anschluss tun? Das hängt davon ab, ob du die Andienung wolltest oder darauf gesetzt hast, dass der Kurs der Aktie oberhalb des Basispreises bleibt. Im ersten Falle &#8211; Glückwunsch! Du hast die Aktien, die du zu dem von dir gewählten Preis haben wolltest. Und falls nicht, verkaufst du die Aktien direkt nach Börseneröffnung am Markt.<br>Mit der Andienung möchte dir niemand etwas Böses antun &#8211; es ist die vertragliche Verpflichtung, die du mit dem Cash Secured Put eingegangen bist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mechanik am Beispiel der Apple-Aktie (AAPL)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir Apple Inc. als Beispiel. Ein etabliertes Unternehmen mit bestehenden, erfolgreichen Produkten. Die Firma ist längst der Phase eines spekulativen Investments entwachsen &#8211; anders als Firmen, die sehr stark davon getrieben sind, welche Nachrichten und Analysen gerade kursieren, da sie nur Produkte angekündigt haben, nicht aber verkaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das macht eine fundamentale Analyse von AAPL besonders einfach. Die Quartalszahlen und Jahresabschlüsse sind valide und konstant. Werte lassen sich leicht mit der Vergangenheit in Bezug setzen und periodisch vergleichen. Also stellt sich dir die folgende Frage:<br>Bei welchem Kurs fändest du die Apple-Aktie attraktiv, um sie zu kaufen? Die Antwort auf die Frage bestimmt nämlich deine Strike-Auswahl &#8211; du willst den Cash Secured Put genau dort schreiben.<br><br>Aktuell handelt die Aktie bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 36. Nun könntest du sagen, dass du persönlich die Aktie bei einem KGV von 30 attraktiv fändest. Bei einem derzeitigen Gewinn pro Aktie (rollende 12 Monate) von 8,27$ entspräche das einem Kurs von rund 248$.<br>Das identische Vorgehen kannst du bei Dividendenaktien nutzen. Wenn die Dividendenrendite exemplarisch bei 3 % p.a. liegt, du aber mindestens 3,5 % wünschst, nimmst du die entsprechende Berechnung vor. Du teilst die absolute Dividende durch die Zieldividende von 3,5%. Und das Ergebnis ist dein Ziel-Strike. Um die Fundamentaldaten bei amerikanischen Aktien zu überprüfen, kann ich besonders <a href="https://finviz.com/" data-type="link" data-id="https://finviz.com/" target="_blank" rel="noopener">FinViz </a>empfehlen. Trotz der englischen Sprache bietet die Webseite aggregiert sehr guten Inhalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Strike bei dieser Herangehensweise ist nicht pauschal maximal weit vom aktuellen Kurs entfernt &#8211; du hast deinen Wunschpreis, zu dem du die Aktie mit Kusshand nehmen würdest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleiben wir beim Beispiel von Apple mit einem KGV von 30 – also einem Zielpreis von 248$. Klassischerweise wählst du dazu eine Restlaufzeit des Cash Secured Puts von 30 bis 45 Tagen. Das bietet dir einen guten Kompromiss zwischen absoluter Prämieneinnahme und beschleunigtem Zeitwertverfall. Der Optionsverfall vom 07.08.2026 ist per heute 37 Tage entfernt &#8211; also genau der Zielkorridor. Kommen wir nun zu einem kleinen Problem: Es gibt keinen Strikepreis von 248$. Die Optionen handeln in 5$-Inkrementen aufgrund der absoluten Höhe des Aktienkurses – Aktien mit niedrigem Preis haben Inkremente von 2,5$ oder 1$. Dies haben wir thematisch auch bereits in <a href="https://optionswerk.de/grundlagen/was-ist-eine-option/" data-type="post" data-id="392">“Was ist eine Option?”</a> beleuchtet.<br>Aber zurück zu unserem Problem. Wir haben also die Wahl zwischen dem 245$ Strikepreis und dem 250$ Strikepreis. Wenn wir uns sklavisch an unsere Vorgabe halten, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis maximal 30 betragen darf, sind 245$ die richtige Wahl.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit verkaufen wir den 245$ Short Put auf AAPL mit einer Restlaufzeit von 37 Tagen und erhalten eine Prämie von 0,62$ pro Aktie – also in Bezug auf 100 Aktien pro Optionskontrakt 62$ vor Gebühren. Und da dir die Prämie in jedem Falle zusteht, sinkt der Einstandskurs pro Aktie um die erhaltenen 62 Cent und beträgt dann bei Andienung entsprechend 244,38$.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Drei Szenarien bei Verfall</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem wir die AAPL-Option geschrieben haben, gibt es 3 mögliche Szenarien, wie der Trade ausgehen könnte. Das untenstehende Schaubild greift diese Szenarien zusammenfassend auf:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Situation am 07.08.2026 nach Börsenschluss:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>1) AAPL schließt oberhalb von 245$: Dein verkaufter Cash Secured Put endet nicht im Geld und verfällt wertlos. Du erhältst die Prämie und hast die Aktie nicht erhalten. Folglich kannst du den Trade wiederholen.</li>



<li>2) AAPL schließt bei 244,80$: Der Trade endet knapp unterhalb von deinem Strike von 245$ und ist somit im Geld. Du wirst mit 100 AAPL-Aktien angedient. Effektiv bist du mit deiner Aktienposition bereits im Gewinn, da die erhaltene Prämie den Einstandskurs auf 244,38$ abgesenkt hat. </li>



<li>3) AAPL schließt bei 244 oder tiefer: Die Situation ist ähnlich wie in 2). Du wurdest angedient &#8211; allerdings reicht die erhaltene Prämie nicht aus, damit die erhaltene Aktienposition einen Gewinn aufweist. Nichtsdestotrotz hast du Apple zu einem Kurs erhalten, den du selbst für fundamental gerechtfertigt hieltest. Die Frage, ob der dann vorherrschende Kurs für dich passt, musst du individuell entscheiden. Möglicherweise hat sich die Nachrichtenlage überholt und es stehen weitere sinkende Werte ins Haus.</li>
</ul>



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<div class="csp-wrap">
  <div class="csp-title">Cash Secured Put – drei Szenarien bei Verfall</div>
  <div class="csp-sub">Basis: AAPL @ 295 $ · Strike 245 $ · Prämie 62 $ · Laufzeit 36 Tage · Cash hinterlegt: 24.500 $</div>

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        <div class="csp-card-title">Aktie bleibt über Strike</div>
      </div>
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        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Kurs bei Verfall</span><span class="csp-value">z.B. 270 $</span></div>
        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Put-Option</span><span class="csp-value">Verfällt wertlos</span></div>
        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Assignment</span><span class="csp-value">Keines</span></div>
        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Prämie</span><span class="csp-value">+62 $ behalten</span></div>
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        <div class="csp-result csp-pos">Max. Gewinn: +62 $ → Trade wiederholen</div>
      </div>
    </div>

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        <div class="csp-card-title">Aktie knapp unter Strike</div>
      </div>
      <div class="csp-card-body">
        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Kurs bei Verfall</span><span class="csp-value">z.B. 240 $</span></div>
        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Assignment</span><span class="csp-value">100 AAPL @ 245 $</span></div>
        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Effektiver Einstand</span><span class="csp-value">244,38 $ (− Prämie)</span></div>
        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Buchverlust</span><span class="csp-value">−438 $ (teilw. kompensiert)</span></div>
        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Aktien im Depot</span><span class="csp-value">Ja – zum Wunschkurs</span></div>
        <div class="csp-result csp-neutral">Assignment war das Ziel → Covered Call folgt</div>
      </div>
    </div>

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        <div class="csp-card-title">Aktie fällt stark</div>
      </div>
      <div class="csp-card-body">
        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Kurs bei Verfall</span><span class="csp-value">z.B. 210 $</span></div>
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        <div class="csp-row"><span class="csp-label">Prämie als Puffer</span><span class="csp-value">Federt ab, schützt nicht</span></div>
        <div class="csp-result csp-bear">Fundamentale Überzeugung entscheidet: halten oder schließen</div>
      </div>
    </div>

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  <div class="csp-logo">OptionsWerk</div>
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<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-c5a1248b42f09b0591489fc7d86e5bcc wp-block-paragraph" style="color:#99999999;font-size:13px">Abbildung 1: Drei mögliche Szenarien bei Laufzeitende des AAPL-Cash Secured Puts.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ich den Cash Secured Put mag &#8211; und wann ich ihn einsetze</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du könntest jetzt natürlich die Frage stellen, warum man die Aktie nicht einfach kauft, wenn sie auf ein Niveau unterhalb von 248$ fällt. Die kurze Antwort ist <strong>Zeit</strong>. Weder du noch ich wissen, wann sie das nächste Mal bei 248$ handeln wird. Also können wir diese Zeit sinnvoll nutzen und damit Geld verdienen, während wir warten. Man kann es wie eine vorgezogene Dividende betrachten, ohne die Aktie bereits im Depot zu haben. Dieser Warteprozess kann Wochen, vielleicht Monate dauern. Enttäuschend ist es aber keinesfalls, sondern im Gegenteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann aber durchaus sein, dass du eine spezielle Aktie besitzen möchtest. Ohne eine Berechnung passender Fundamentaldaten vornehmen zu müssen. Die einzige Voraussetzung ist der klare Wunsch, die betreffende Aktie zu besitzen.<br>In dem Falle würde ich auch wieder eine Laufzeit zwischen 30 und 45 Tagen wählen, den Strikepreis aber leicht out-of-the-money bei einem Delta zwischen 20 und 30 setzen. Somit hast du einen doppelten Sweet-Spot. Einmal durch eine vorteilhafte Laufzeit und auf der anderen Seite eine attraktive Vergütung durch das Delta.<br>Einen zusätzlichen Benefit kann ein kleiner Rücksetzer des Aktienkurses zum Zeitpunkt des Optionsverkaufs in Form höherer Prämien haben. Wie bereits im Artikel <a href="https://optionswerk.de/grundlagen/optionspreis-berechnen/" data-type="post" data-id="414">“Optionspreis berechnen”</a> beleuchtet wurde, steigt bei Aktienoptionen die implizite Volatilität an, da der Absicherungsbedarf bei rückläufigen Kursen zunimmt. Und dadurch steigen auch die Optionspreise und bieten eine attraktive Zusatzeinnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich aber ausdrücklich nicht empfehlen kann, ist das Schreiben von Cash Secured Puts auf Aktien, die du nicht zweifelsfrei besitzen und möglicherweise lange halten möchtest. Das Schreiben von Cash Secured Puts, nur des Trades willen, lohnt sich auf lange Sicht nicht.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Risiko &#8211; ehrlich benannt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir zum unangenehmen Teil der Strategie &#8211; dem Risiko. Verklausuliert habe ich es bereits zum Ende des letzten Kapitels angesprochen. Wie auch beim Covered Call liegt das Risiko beim Cash Secured Put nicht in der Option selbst, sondern im Basiswert.<br><br>Und somit liegt die Gefahr darin, dass die Aktie auf Null fällt. Dabei macht es keinerlei Unterschied, ob dies während der Optionslaufzeit oder nach Andienung passiert. Das risikobehaftete Kapital, also der maximale rechnerische Verlust, beträgt in dem Falle den Strikepreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis von 100 abzüglich der erhaltenen Prämie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und da die Strategie keinerlei eingebauten Stop Loss enthält, musst du dir im Vorhinein darüber im Klaren sein, ab welchem Zeitpunkt du die Position nicht weiterhalten möchtest. Dies können neue, negative Nachrichten sein, die die Fundamentalbewertung zerstören oder simple Chartmarken, wie das nächste Verlaufstief, das unterschritten wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Risiko ist die Kapitalbindung. Du fragst dich, warum dies ein Risiko darstellt. Ganz einfach &#8211; für den vollen Zeitraum des Trades (Optionslaufzeit plus Haltedauer der Aktie nach Andienung) ist das Kapital gebunden. Du kannst das Kapital theoretisch nicht weiter für andere Tradegelegenheiten verwenden oder Bargeld vom Depot auszahlen. Theoretisch führe ich an, weil es in einem Margin-Konto durchaus möglich ist, das Kapital zu entnehmen oder fremd zu verwenden. Dadurch steigt aber der Hebel deines Depots und es ist keine kapitalbesicherte Strategie mehr.<br><br>Als letztes Risiko muss man auch ganz klar das Opportunitätsrisiko anführen. Wenn die Aktie stark steigt, ist der entgangene Gewinn des Direktkaufs der Aktie wesentlich höher als die erhaltene Prämie. Noch dazu kann eine schnell steigende Aktie dazu führen, dass ich versucht bin, den Strike immer weiter nach oben hin anzupassen, um eine Andienung zu erhalten. Und am Ende werde ich zu einem Preis angedient, der vielleicht nicht mehr meinem Wunsch entspricht. Ich empfehle dir in einem solchen Falle lieber, eine andere Aktie ausfindig zu machen, die sich nicht gerade stark verteuert hat.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die physische Komponente</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir auf eine weitere Herausforderung zu sprechen, die implizit in der Strategie enthalten ist. Damit die Andienung erfolgen konnte, musste die Aktie mitunter ein weites Stück fallen. Das Chartbild sieht möglicherweise ganz anders aus als beim Verkauf des Cash Secured Puts. Man erhält also zum Laufzeitende die Aktien und sitzt auf einem Buchverlust wie in Szenario 3) aus Kapitel 3. Das Risiko ist nicht abstrakt und man muss sich bewusst werden, dass dies zur Strategie gehört. Bei meinen ersten Cash Secured Puts wusste ich das auf dem Papier. Die verlustbehafteten Aktien im Depot vorzufinden war dann aber psychologisch nochmal ganz anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher solltest du dir vorher bereits über den Ausstieg im Klaren sein. Bis zu welchem Punkt steigst du spätestens aus? Wie lange willst du die Aktie grundsätzlich halten oder direkt nach Andienung Covered Calls schreiben, um die Aktien schnellstmöglich verkaufen zu können? Wenn du innerlich noch keine Antwort auf diese Fragen gefunden hast und dich dann mit einem unerwarteten Verlust konfrontiert siehst, triffst du Entscheidungen unter Druck – und die sind selten die beste Lösung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Falls dir die Covered Calls noch nicht geläufig sind, schaue gerne <a href="https://optionswerk.de/strategien/covered-call/" data-type="post" data-id="488">hier </a>vorbei.</p>



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<div class="ow-wrap">
  <div class="ow-title">Cash Secured Put – Payoff bei Verfall</div>
  <div class="ow-sub">Beispiel: AAPL @ 295 $ · Strike 245 $ · Prämie 0,62 $ (62 $) · Laufzeit 36 Tage</div>
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    <canvas id="cspChart" role="img" aria-label="Payoff-Diagramm Cash Secured Put: Max. Gewinn 62 $ rechts vom Strike 245 $, Break-Even bei 244,38 $, steigender Verlust links davon">Cash Secured Put Payoff: Max. Gewinn 62 $ ab Strike 245 $, Break-Even 244,38 $.</canvas>
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      ctx.textAlign = 'center';
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      ctx.fillStyle = '#888';
      ctx.fillText('Break-Even', beX, zeroY + 14);
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      ctx.restore();
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</script>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-d877a8201b6a36f3c629d6a7c098c6fb wp-block-paragraph" style="color:#99999999;font-size:13px">Abbildung 2: Die X-Achse zeigt den Aktienkurs der Apple-Aktie bei Verfall. Die Y-Achse zeigt den Gewinn oder Verlust am Verfallstag an. Das Beispiel bedient sich realen Optionswerten und Kursen vom 02.07.2026.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Cash Secured Put und Covered Call &#8211; die natürliche Verbindung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du erinnerst dich an das Zitat<em> “Ein Call ist ein Put und ein Put ist ein Call” </em>aus dem Artikel <a href="https://optionswerk.de/strategien/covered-call/" data-type="post" data-id="488">“Covered Call erklärt”</a>? Das siehst du exemplarisch am Cash Secured Put und am Covered Call. Das Gewinn- und Verlustprofil ist bei beiden identisch &#8211; das Risiko liegt bei beiden nicht in der Option, sondern in der Aktie. Lediglich die Art der Option ist hier der entscheidende Unterschied. Put oder Call an sich macht für das Risikoprofil keinen Unterschied – lediglich die Höhe der Prämie unterscheidet sich. Denn ohne groß auf die sogenannte Skewness der Optionspreise vorzugreifen, ist der Preis einer Put-Option bei Aktien den Preisen einer Call-Option in der Regel überlegen, also höher. Das liegt daran, dass bei Aktien der Absicherungsbedarf vornehmlich an der Unterseite liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber diesen vermeintlichen Nachteil können wir für uns nutzen. Nachdem die Aktien angedient worden sind, können wir den Aktienbestand nutzen, um direkt wieder einen Call zu schreiben. Somit haben wir zunächst zum Eingehen der Position einen Cash Secured Put eröffnet, um sie mit dem Covered Call zu schließen. Wir erzielen somit durch beide Optionsstrategien Prämien und haben unter Umständen noch eine Dividendeneinnahme, bevor das Aktienpaket ausgebucht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese zusammengesetzte Strategie nennt sich Wheel-Strategie. Der sinnbildliche Kreislauf: Ich schreibe einen Cash Secured Put, lasse mir die Aktien andienen, verkaufe sie mittels Covered Call wieder und beginne von vorn. Dazu plane ich in Zukunft auch einen eigenen Artikel.</p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column527_025141-61"><div class="kt-inside-inner-col">
<h2 class="wp-block-heading">FAQ</h2>


<div id="rank-math-faq" class="rank-math-block">
<div class="rank-math-list ">
<div id="faq-question-1783021029604" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Ist der Cash Secured Put ein Short Put?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Ja, der Cash Secured Put ist technisch gesehen ein Short Put. Aber dieser Short Put hinterlegt den Kontraktgegenwert voll mit Bargeld.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1783021119617" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Was unterscheidet die Strategie dann so massiv vom Short Put?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Das Hauptziel des Cash Secured Puts ist es tatsächlich, die Aktie ansteigen zu lassen. Somit ist es gewünscht, dass die Aktie unter den Strikepreis sinkt, um die Andienung auszulösen.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1783021308197" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Ist die Strategie durch die Bargeldhinterlegung risikolos?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Nein, definitiv nicht. Es ist lediglich gleich bei Beginn des Trades bekannt, was der maximale Verlust visuell bedeuten würde. Das Risiko liegt in der Aktie selbst, die bis auf null fallen kann.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1783021397198" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Covered Call oder Cash Secured Put?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Das Risikoprofil beider Strategien ist identisch &#8211; das Risiko liegt in der zugrunde liegenden Aktie. Allerdings kann man den Cash Secured Put als eine bezahlte Einstiegsstrategie sehen; der Covered Call ist das bezahlte Pendant zum Ausstieg. Führt man beide Strategien zusammen, handelt man die sogenannte Wheel-Strategie.</p>

</div>
</div>
</div>
</div></div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist jetzt dein größter Benefit gegenüber dem Short Put? Du handelst mit dem Cash Secured Put eine kombinierte Strategie. Das Ziel ist es, rabattierte Aktien zu erwerben. Du hast praktisch eine Dividende, bevor deine Aktien im Depot angekommen sind. Und das immer wieder, solange keine Andienung erfolgt ist.<br><br>Eignet sich die Strategie für jeden? Sicherlich nicht. Hast du keinerlei Interesse, Aktien eingebucht zu bekommen, ist die Strategie sicherlich nichts für dich und der reine Short Put macht deutlich mehr Sinn &#8211; keine Andienungsabsicht. Zusätzlich dazu macht die Strategie keinen Sinn, wenn du dein Kapital flexibel einplanen möchtest, keinerlei Restriktionen in Kauf nehmen möchtest und nicht weißt, wann du welchen Kapitalbetrag benötigst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch ist der Cash Secured Put eine hervorragende Möglichkeit, einen Einstieg in die Welt des Optionshandels zu finden, und noch dazu besteht eine direkte Verbindung zum Aktienhandel.</p>



<div class="wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns527_2bda0d-1a"><a class="kb-button kt-button button kb-btn527_edba2d-03 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false wp-block-kadence-singlebtn" href="https://optionswerk.de/blog/"><span class="kt-btn-inner-text">Zurück zum Blog</span></a></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://optionswerk.de/strategien/cash-secured-put/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Options-Griechen erklärt: Delta, Theta, Vega &#038; Gamma</title>
		<link>https://optionswerk.de/grundlagen/options-griechen-erklaert/</link>
					<comments>https://optionswerk.de/grundlagen/options-griechen-erklaert/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Torben von OptionsWerk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 18:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://optionswerk.de/?p=494</guid>

					<description><![CDATA[Spätestens dann, wenn du beginnst, dich mit dem Handel von Optionsscheinen zu beschäftigen, wirst du Berührungspunkte mit den Options-Griechen haben. In dem Falle meist das sogenannte Delta und auch Omega.Sie stehen auf den Infoseiten der Depotbanken oder auch auf Portalen zur Kursüberprüfung wie Finanzen.net, Ariva und Co. Diese Griechen werden synonym für Optionsscheine wie auch...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Spätestens dann, wenn du beginnst, dich mit dem Handel von Optionsscheinen zu beschäftigen, wirst du Berührungspunkte mit den Options-Griechen haben. In dem Falle meist das sogenannte Delta und auch Omega.<br>Sie stehen auf den Infoseiten der Depotbanken oder auch auf Portalen zur Kursüberprüfung wie <a href="http://finanzen.net" target="_blank" rel="noopener">Finanzen.net</a>, <a href="http://ariva.de" data-type="link" data-id="ariva.de" target="_blank" rel="noopener">Ariva </a>und Co. Diese Griechen werden synonym für Optionsscheine wie auch Optionen verwendet, um die es hier ausschließlich gehen wird.<br><br>Aber was konkret sagen sie aus? Das erklären die Seiten nicht direkt, sondern setzen das Wissen implizit voraus. Zusätzlich dazu wird ein Wert namens Hebel ausgegeben, der negativ mit dem Delta korreliert. Je niedriger das Delta, desto höher ist der Hebel &#8211; also das mögliche Kapital, das ich mit meinem Einsatz bewege. Man kann es mit einem Lottospiel vergleichen. Meine Gewinnhöhe ist tatsächlich, bezogen auf den getätigten Einsatz, am höchsten, je niedriger das Delta ist. Auf der anderen Seite der Medaille steht aber die Gewinnwahrscheinlichkeit. Diese sinkt zunehmend mit abnehmendem Delta. Und der Hebel steigt rapide an. Sodass man schlussendlich einen Lottoschein gekauft hat, der höchstwahrscheinlich niemals einen Gewinn abwirft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Artikel soll dir eine klare Hilfestellung liefern, wie du die Options-Griechen, nicht nur das Delta, sondern auch Theta und Gamma, für dich einsetzen kannst, um profitabel zu handeln. Und das Ganze nicht als optionsmathematische Abhandlung, sondern als klarer Praxisguide.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind Griechen überhaupt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber was genau sind die Options-Griechen? Kurz zusammengefasst sind es Sensitivitätskennzahlen für äußere Einflüsse auf Optionsscheine wie auch Optionen. Und wie wir bereits in dem Artikel <a href="https://optionswerk.de/grundlagen/optionspreis-berechnen/" data-type="post" data-id="414">“Was ist eine Option wert?“ </a>gelernt haben, beeinflussen derartige Kennzahlen das Wichtigste rund um unsere gehandelte Option – den Preis. Sowohl Delta und Vega als auch Theta und Gamma beziehen sich auf diese äußeren Umstände.<br><br>Soweit, so einfach. Allerdings sprechen wir hierbei nicht von einem starren System, das für die Laufzeit einer einzelnen Option feststeht, sondern von einem dynamischen Gebilde. Ähnlich wie sich der Preis des Basiswertes ständigen Veränderungen unterwirft, sind auch die Options-Griechen dynamisch, verändern sich praktisch sekündlich und beeinflussen sich dabei gegenseitig.<br>Es kann beispielsweise passieren, dass eine Aktie, die extrem volatil ist und somit ein hohes Vega aufweist, am Geld einen niedrigeren Delta-Wert als 50 hat. Normalerweise sollte diese exakt ein Delta von 50 aufweisen, tut es aber nicht, da durch die hohe Volatilität die Wahrscheinlichkeit immens ist, dass die Option direkt ins Geld läuft.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist auch der Grund, warum Optionen als Königsklasse des Börsenhandels gelten. Das Preisumfeld ist grundsätzlich dynamisch und hier liegt die klare Abgrenzung zu den Futures, die zwar auch Derivate sind. Allerdings führt jede Preisbewegung des Basiswertes bei Futures zu einem vorhersehbaren Gewinn oder Verlust. Diese Eigenschaft haben Optionen nicht — ihr Preis ist dadurch in gewissem Maße weniger vorhersehbar als der eines Futures.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Delta</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nun genug von einfachen Allgemeinsätzen. Kommen wir direkt zum wahrscheinlich wichtigsten aller Options-Griechen — dem Delta. Das Delta drückt aus, wie stark die Option im Verhältnis zum Basiswert preislich korreliert. Ein Delta von 80 führt in der Sekunde der Betrachtung dazu, dass die Option bei Änderung des Basiswerts um einen Euro um genau 80 Cent <strong>bewegt wird</strong> — und das in beide Richtungen.&nbsp; Somit kann man sagen, dass das Delta wie das Drehmoment eines Motors agiert. Je höher das Drehmoment, desto höher die Kraftübertragung über die Straße. Ich nutze hier in den Ausführungen die ganzzahlige Ausdrucksweise aus Vereinfachungsgründen. Richtiger ist tatsächlich die Aussage, dass das Delta bei Call-Optionen maximal 1 sein kann, bei Put-Optionen mit negativem Vorzeichen. Je nach Broker kann allerdings die von mir genutzte Vereinfachung gezeigt werden: eine Anzeige von 0% bis 100% oder eben von 0,00 bis 1,00.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Delta als solches ist aber kein qualitatives Kriterium, nach dem man die Güte der Strategie beurteilen kann, sondern muss man dies im Kontext des gewünschten Ziels betrachten. Ein niedriges Delta kann durchaus zu der Strategie passen oder auch nicht. Als Stillhalter kannst du anhand des Deltas abgleichen, ob der Risikoappetit zur gewählten Option passt — und ab welcher Kursbewegung deine persönliche Verlustgrenze gerissen werden könnte. Und hier sage ich bewusst “könnte“, da wir uns an die Einführung zurückerinnern. Alle Options-Griechen sind preisdynamisch und können sich rapide ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus lässt sich das Delta nutzen, um abschätzen zu können, ob eine Option bei Laufzeitende im Geld sein wird und somit eine Ausübung der Option stattfinden wird. Eine Option mit einem Delta von 80 hat eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit, bei Laufzeitende im Geld zu sein. Darüber hinaus lässt sich auch die sogenannte Profitability of Touch (POT) vom Delta ableiten. Also die Wahrscheinlichkeit, ob die Option während der Laufzeit im Geld handeln wird. Der POT ist dabei der doppelte Delta-Wert. Bei dem 80er-Delta liegt der doppelte Wert über 100% – ein zwischenzeitlicher Handel im Geld ist also nahezu sicher.&nbsp; Aber wann immer wir über Wahrscheinlichkeiten reden, handelt es sich niemals um feststehende Gesetze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und zu guter Letzt lassen sich anhand des Deltas auch die Standardabweichungen definieren. Für Aktienoptionen liegt die erste Standardabweichung bei einem Delta von ca. 16. Jetzt wirst du wahrscheinlich einwerfen wollen, dass die erste Standardabweichung bei 68,2% liegt und nicht bei einer Wahrscheinlichkeit von 16. Das ist völlig richtig. Allerdings kann der Aktienkurs steigen und fallen. Und daher werden das Delta 16 des Puts und des Calls gleicher Laufzeit aufaddiert. Es wäre also ein Fehler anzunehmen, dass ein Delta 32 die erste Standardabweichung darstellt. Und dies bezieht sich ausdrücklich auf Aktienoptionen. Futureoptionen weisen jeweils individuell pro Future unterschiedliche Standardabweichungen auf.</p>



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</div>

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</div>

<div class="ow-delta-chart-wrap">
  <canvas id="ow-dlt-chart" role="img" aria-label="Delta-Kurve einer Call-Option: S-förmige Kurve von 0 (weit OTM) bis 1 (weit ITM), mit Markierung der aktuellen Position.">Delta einer Call-Option steigt S-förmig von 0 bei weit OTM bis annähernd 1 bei weit ITM. Bei ATM liegt Delta bei ca. 0,50.</canvas>
</div>

<div class="ow-delta-legend">
  <span><span style="width:14px; height:3px; background:#C9A050; display:inline-block; border-radius:2px;"></span>Delta Call</span>
  <span><span style="width:10px; height:10px; border-radius:50%; background:#c0392b; display:inline-block;"></span>Aktuelle Position</span>
  <span><span style="width:2px; height:14px; background:#888; display:inline-block;"></span>Strike 150 &euro;</span>
</div>

<div class="ow-delta-logo">OptionsWerk</div>

</div>

<script src="https://cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/Chart.js/4.4.1/chart.umd.js"></script>
<script>
(function() {
  var STRIKE = 150;
  var IV = 0.25;
  var T = 0.1;

  function norm(x) {
    var a1=0.254829592, a2=-0.284496736, a3=1.421413741, a4=-1.453152027, a5=1.061405429, p=0.3275911;
    var sign = x < 0 ? -1 : 1;
    x = Math.abs(x);
    var t = 1.0 / (1.0 + p * x);
    var y = 1.0 - (((((a5*t + a4)*t + a3)*t + a2)*t + a1)*t) * Math.exp(-x * x);
    return 0.5 * (1.0 + sign * y);
  }

  function callDelta(S) {
    if (S <= 0) return 0;
    var d1 = (Math.log(S / STRIKE) + 0.5 * IV * IV * T) / (IV * Math.sqrt(T));
    return parseFloat(norm(d1).toFixed(2));
  }

  var prices = [];
  for (var i = 100; i <= 200; i++) prices.push(i);
  var deltas = prices.map(callDelta);

  function drawStrikeLine(chart) {
    var xScale = chart.scales.x;
    var yScale = chart.scales.y;
    var xPx = xScale.getPixelForValue(STRIKE);
    var top = yScale.getPixelForValue(1);
    var bottom = yScale.getPixelForValue(0);
    var c = chart.ctx;
    c.save();
    c.setLineDash([5, 4]);
    c.strokeStyle = '#888888';
    c.lineWidth = 1.5;
    c.beginPath();
    c.moveTo(xPx, top);
    c.lineTo(xPx, bottom);
    c.stroke();
    c.restore();
  }

  var strikPlugin = { id: 'owStrikeLine', afterDraw: drawStrikeLine };

  var ctx = document.getElementById('ow-dlt-chart').getContext('2d');
  var chart = new Chart(ctx, {
    type: 'line',
    plugins: [strikPlugin],
    data: {
      labels: prices,
      datasets: [
        {
          label: 'Delta Call',
          data: deltas,
          borderColor: '#C9A050',
          backgroundColor: 'rgba(201,160,80,0.08)',
          borderWidth: 2.5,
          pointRadius: 0,
          fill: true,
          tension: 0.4
        },
        {
          label: 'Position',
          data: [],
          borderColor: '#c0392b',
          pointBackgroundColor: '#c0392b',
          pointRadius: 7,
          pointHoverRadius: 9,
          borderWidth: 0,
          showLine: false
        }
      ]
    },
    options: {
      responsive: true,
      maintainAspectRatio: false,
      plugins: {
        legend: { display: false },
        tooltip: {
          backgroundColor: '#fff8e7',
          titleColor: '#333333',
          bodyColor: '#555555',
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          borderWidth: 1,
          callbacks: {
            title: function(items) { return items[0].label + ' \u20ac Aktienkurs'; },
            label: function(item) {
              if (item.datasetIndex === 0) return 'Delta: ' + parseFloat(item.parsed.y).toFixed(2);
              return null;
            }
          }
        }
      },
      scales: {
        x: {
          title: { display: true, text: 'Aktienkurs (\u20ac)', font: { size: 12, family: 'Montserrat, sans-serif' }, color: '#888' },
          ticks: {
            callback: function(val, i) { return prices[i] % 20 === 0 ? prices[i] + ' \u20ac' : ''; },
            autoSkip: false,
            maxRotation: 0,
            font: { size: 11 },
            color: '#888'
          },
          grid: { color: 'rgba(51,51,51,0.07)' }
        },
        y: {
          min: 0,
          max: 1,
          title: { display: true, text: 'Delta', font: { size: 12, family: 'Montserrat, sans-serif' }, color: '#888' },
          ticks: {
            callback: function(v) { return parseFloat(v).toFixed(1); },
            stepSize: 0.2,
            font: { size: 11 },
            color: '#888'
          },
          grid: { color: 'rgba(51,51,51,0.07)' }
        }
      }
    }
  });

  function getMoneyness(S) {
    var diff = S - STRIKE;
    if (Math.abs(diff) <= 2) return { label: 'ATM', desc: 'Option am Geld', color: '#7a5200' };
    if (diff > 20) return { label: 'tief ITM', desc: 'Tief im Geld \u2013 verh\u00e4lt sich wie Aktie', color: '#1a5c2a' };
    if (diff > 0) return { label: 'ITM', desc: 'Im Geld \u2013 hohe Kurssensitivit\u00e4t', color: '#1a5c2a' };
    if (diff < -20) return { label: 'tief OTM', desc: 'Weit aus dem Geld \u2013 Jackpot-Falle', color: '#7a1a1a' };
    return { label: 'OTM', desc: 'Aus dem Geld \u2013 geringe Sensitivit\u00e4t', color: '#7a1a1a' };
  }

  function update(S) {
    var idx = prices.indexOf(S);
    if (idx === -1) return;
    var d = deltas[idx];
    chart.data.datasets[1].data = prices.map(function(p, i) { return i === idx ? d : null; });
    chart.update('none');
    document.getElementById('ow-dlt-kurs').textContent = S + ' \u20ac';
    document.getElementById('ow-dlt-val').textContent = d.toFixed(2).replace('.', ',');
    var m = getMoneyness(S);
    var moneyEl = document.getElementById('ow-dlt-money');
    moneyEl.textContent = m.label;
    moneyEl.style.color = m.color;
    document.getElementById('ow-dlt-desc').textContent = m.desc;
  }

  document.getElementById('ow-dlt-slider').addEventListener('input', function() {
    update(parseInt(this.value));
  });

  update(150);
})();
</script>



<h2 class="wp-block-heading">Theta</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir nun zum Theta.&nbsp; Das Theta als Kennzahl ist ein relativ leicht zu verstehender Options-Grieche. Und es ist der Lieblingsgrieche jeden Stillhalters. Es drückt den Zeitwertverfall pro Tag aus.&nbsp; Also den wertmäßigen Betrag, den die Option an Zeitwert verliert. Ein Theta von 0,1 sagt somit aus, dass die Option <strong>heute</strong> 10 Cent verliert. Das klingt erstmal wenig. Wir müssen hier aber auch wiederum den Kontraktwert berücksichtigen. Bei Aktienoptionen erinnern wir uns, dass der Multiplikator 100 ist. Somit beträgt der Zeitwertverlust genau 10 Dollar. Das klingt dann schon etwas mehr. Aber nun erinnern wir uns zurück. Kein Grieche bleibt starr und unverändert, oder? Das stimmt, allerdings kennt das Theta nur eine Richtung: Ansteigen! Das Theta steigt sukzessive zum Laufzeitende jeder Option an – quasi ein Naturgesetz. Dennoch kann man nicht planen, am Folgetag 10 Dollar Zeitwertgewinn gemacht zu haben, wenn man als Stillhalter agiert oder gar 10 Dollar Zeitwertverlust als Optionskäufer. Sie werden aber durch die dynamische Entwicklung der anderen Griechen überlagert. Wenn der Kurs sich bewegt, verändert sich unter anderem auch das Delta und beeinflusst wiederum den Preis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit lässt sich aber festhalten, dass man das Theta derart lesen kann, dass der Zeitwert von 10 Dollar abgetragen wird, wenn sich nichts weiter verändert – der Kurs einfach stillsteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits beschrieben, steigt das Theta, also der beitragsmäßige Verfall, sukzessive an. Nicht linear, er beschleunigt sich besonders in den letzten zwei bis drei Wochen der Laufzeit. Der Verfall kann in Einzelfällen exponentielle Kurven annehmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Stillhalter könnte man nun also auf die Idee kommen, die Optionen mit dem absolut höchsten Theta zu verkaufen. Klingt verlockend, oder? Theoretisch ja, wären da nicht die anderen Options-Griechen wie Delta und Gamma. Als kleiner Vorgriff: Hohes Theta bei gleichzeitig hohem Gamma bedeutet, dass schon kleinste Kursbewegungen den Zeitwertgewinn durch gammabedingte Kursverluste zunichtemachen können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Theta wirklich Spaß macht. Ich erinnere mich tatsächlich noch an meinen ersten gehandelten Short Put. Dies war auf den Energie-ETF XLE. Die Position drehte zunächst in meine Richtung, sodass ich einen Gewinn hatte. Nach ein paar Tagen fiel der Kurs aber moderat. Ich war etwas im Verlust, aber immer noch innerhalb der von mir definierten Grenzen. Als XLE wieder nach oben tendierte und die Kursniveaus vom Beginn des Trades anlief, war ich im Gewinn und hatte meinen Take Profit erreicht.&nbsp; Ich war im Gewinn und hatte Take Profit erreicht. Und das alles nur, weil die Option über ein paar Tage Zeitwert verloren hatte. Die Option war also bei gleichem Kurswert des ETFs im Zeitablauf weniger wert als noch wenige Tage zuvor.</p>



<div class="ow-theta-wrap">

<style>
.ow-theta-wrap { font-family: Montserrat, sans-serif; background: #fdf3d0; border-radius: 10px; padding: 24px; max-width: 720px; margin: 2rem auto; }
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<div class="ow-theta-cards">
  <div class="ow-theta-card">
    <div class="ow-theta-card-label">Restlaufzeit</div>
    <div class="ow-theta-card-value" id="ow-dte-val">60 DTE</div>
  </div>
  <div class="ow-theta-card">
    <div class="ow-theta-card-label">ATM Theta heute</div>
    <div class="ow-theta-card-value atm" id="ow-atm-theta">–</div>
  </div>
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  </div>
</div>

<div class="ow-theta-slider-row">
  <label>Restlaufzeit: <span id="ow-dte-label">60</span> DTE</label>
  <input type="range" min="1" max="60" value="60" id="ow-dte-slider" />
</div>

<div class="ow-theta-legend">
  <span><span class="ow-theta-legend-line" style="background:#C9A050;"></span>ATM (Delta ~0,50)</span>
  <span><span class="ow-theta-legend-line" style="background:#5a7fa8; opacity:0.8;"></span>OTM (Delta ~0,16)</span>
  <span><span class="ow-theta-legend-dot"></span>Aktueller DTE</span>
</div>

<div class="ow-theta-chart-wrap">
  <canvas id="ow-theta-chart" role="img" aria-label="Theta-Zerfall von ATM und OTM Optionen über 60 Tage bis Verfall. ATM beschleunigt stark in den letzten 21 Tagen, OTM fällt früher und flacher.">Theta-Zerfall: ATM Optionen beschleunigen stark gegen Verfall, OTM Optionen fallen früher und flacher ab.</canvas>
</div>

<p class="ow-theta-note">Modellwerte (vereinfacht, IV 20%). Theta = täglicher Zeitwertverlust in €. Alle Werte gerundet.</p>
<div class="ow-theta-logo">OptionsWerk</div>

</div>

<script src="https://cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/Chart.js/4.4.1/chart.umd.js"></script>
<script>
(function() {
  var PRICE = 5.00;

  function thetaAtm(dte) {
    if (dte <= 0) return 0;
    return parseFloat((PRICE * 0.055 / Math.sqrt(dte)).toFixed(3));
  }

  function thetaOtm(dte) {
    if (dte <= 0) return 0;
    return parseFloat((0.45 * PRICE * 0.045 / Math.sqrt(dte + 4)).toFixed(3));
  }

  var allDTE = [];
  for (var d = 60; d >= 1; d--) allDTE.push(d);

  var atmData = allDTE.map(function(d) { return parseFloat(thetaAtm(d).toFixed(2)); });
  var otmData = allDTE.map(function(d) { return parseFloat(thetaOtm(d).toFixed(2)); });

  var ctx = document.getElementById('ow-theta-chart').getContext('2d');
  var chart = new Chart(ctx, {
    type: 'line',
    data: {
      labels: allDTE,
      datasets: [
        {
          label: 'ATM Theta',
          data: atmData,
          borderColor: '#C9A050',
          backgroundColor: 'rgba(201,160,80,0.10)',
          borderWidth: 2.5,
          pointRadius: 0,
          fill: true,
          tension: 0.4
        },
        {
          label: 'OTM Theta',
          data: otmData,
          borderColor: '#5a7fa8',
          backgroundColor: 'rgba(90,127,168,0.07)',
          borderWidth: 2,
          pointRadius: 0,
          fill: true,
          tension: 0.4,
          borderDash: [5, 4]
        },
        {
          label: 'Heute',
          data: [],
          borderColor: '#c0392b',
          pointBackgroundColor: '#c0392b',
          pointRadius: 7,
          pointHoverRadius: 9,
          borderWidth: 0,
          showLine: false
        }
      ]
    },
    options: {
      responsive: true,
      maintainAspectRatio: false,
      plugins: {
        legend: { display: false },
        tooltip: {
          backgroundColor: '#fff8e7',
          titleColor: '#333',
          bodyColor: '#555',
          borderColor: '#e8d89a',
          borderWidth: 1,
          callbacks: {
            title: function(items) { return items[0].label + ' DTE'; },
            label: function(item) {
              if (item.dataset.label === 'Heute') return null;
              return item.dataset.label + ': ' + parseFloat(item.parsed.y).toFixed(2) + ' \u20ac/Tag';
            }
          }
        }
      },
      scales: {
        x: {
          reverse: true,
          title: { display: true, text: 'Tage bis Verfall (DTE)', font: { size: 12, family: 'Montserrat, sans-serif' }, color: '#888' },
          ticks: {
            callback: function(val, i) {
              var d = allDTE[i];
              return (d % 10 === 0 || d === 1) ? d : '';
            },
            autoSkip: false,
            maxRotation: 0,
            font: { size: 11 },
            color: '#888'
          },
          grid: { color: 'rgba(51,51,51,0.08)' }
        },
        y: {
          title: { display: true, text: 'Theta (\u20ac/Tag)', font: { size: 12, family: 'Montserrat, sans-serif' }, color: '#888' },
          min: 0,
          ticks: {
            callback: function(v) { return parseFloat(v).toFixed(2) + ' \u20ac'; },
            font: { size: 11 },
            color: '#888'
          },
          grid: { color: 'rgba(51,51,51,0.08)' }
        }
      }
    }
  });

  function updateMarker(dte) {
    var idx = allDTE.indexOf(dte);
    if (idx === -1) return;
    var atmVal = atmData[idx];
    var otmVal = otmData[idx];
    chart.data.datasets[2].data = allDTE.map(function(d, i) { return i === idx ? atmVal : null; });
    chart.update('none');
    document.getElementById('ow-atm-theta').textContent = atmVal.toFixed(2) + ' \u20ac';
    document.getElementById('ow-otm-theta').textContent = otmVal.toFixed(2) + ' \u20ac';
    document.getElementById('ow-dte-val').textContent = dte + ' DTE';
    document.getElementById('ow-dte-label').textContent = dte;
  }

  document.getElementById('ow-dte-slider').addEventListener('input', function() {
    updateMarker(parseInt(this.value));
  });

  updateMarker(60);
})();
</script>



<p class="wp-block-paragraph">Im obenstehenden interaktiven Schaubild siehst du exemplarisch den Zeitwertverfall von ATM- und OTM-Optionen im Zeitablauf. Wie wir bereits im Artikel <a href="https://optionswerk.de/grundlagen/optionspreis-berechnen/" data-type="post" data-id="414">“Was ist eine Option wert?“</a> beleuchtet haben, weisen ATM-Optionen am meisten Zeitwert auf, da sie die höchste Wahrscheinlichkeit haben, zukünftig ITM handeln zu können. Dieser Zeitwert muss bis zum Laufzeitende abgebaut werden. Somit ist dieser Verlauf wesentlich steiler als bei einer OTM-Option, die in sich weniger Zeitwert hat, der dann auch nur mehr oder weniger linear zum Laufzeitende abgebaut wird. Aber beachte hier unbedingt, dass dies nur ein Beispiel ist. Der Zeitwert unterliegt, durch die Kursdynamik ausgelöst, auch Schwankungen und ist keine Planungsgröße.</p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column494_2e8a81-8f"><div class="kt-inside-inner-col"><div class="kb-row-layout-wrap kb-row-layout-id494_b55f9a-73 alignnone wp-block-kadence-rowlayout"><div class="kt-row-column-wrap kt-has-2-columns kt-row-layout-left-golden kt-tab-layout-inherit kt-mobile-layout-row kt-row-valign-top">

<div class="wp-block-kadence-column kadence-column494_899ada-f5"><div class="kt-inside-inner-col">
<h2 class="wp-block-heading">Vega</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ist Theta der wichtigste Options-Grieche für Stillhalter? Vielleicht, vielleicht ist es auch das Vega. Das Vega ist der Volatilitäts-Grieche. Dieser gibt die Wertveränderung einer Option bei einer einprozentigen Änderung der impliziten Volatilität der jeweiligen Option an. Das ist eine wichtige Einschränkung. Die Volatilität jeder Option wird individuell ermittelt und lässt sich nicht immer direkt am VIX-Index ableiten, der die Volatilität des S&amp;P 500-Index misst. Somit kann dieses Vega sich bei Optionen gleicher Laufzeit und identischem Basiswert massiv unterscheiden.<br><br>Grundsätzlich ist das Vega betragsmäßig bei ATM am größten. Weit aus dem Geld liegende Optionen weisen zwar einen niedrigeren absoluten Vega-Wert auf, weisen aber eine überproportional hohe prozentuale Reaktion auf IV-Anstiege. Und hierin liegt das besondere Risiko als Stillhalter, auf das ich im Eingangssatz hinweisen wollte. Je weiter ich Optionen aus dem Geld verkaufe, desto höher ist mein persönliches Risiko, dass diese Optionen sich im Falle eines Volatilitätsspikes um mehr als 100% verteuern können.<br><br>Das ist insbesondere der Grund, weshalb es möglich ist, mit sogenannten Teenie-Optionen Absicherungen für wenig Geld zu kaufen. Der Begriff Teenie rührt daher, dass die Optionen mit sehr niedrigen Basispreisen gekauft werden. Diese sind betragsmäßig auch bei langen Laufzeiten extrem günstig und bieten ein größeres Absicherungspotenzial, wenn der Markt richtig zusammenbricht.<br>So sind derartige Optionen im Corona-Crash im Wert förmlich explodiert und erzielten Gewinne von mehreren Tausend Prozent. Nachdem der Markt dann den Boden gefunden hatte, brach die implizite Volatilität der Optionen zusammen - und das, obwohl der VIX gleichzeitig noch verhältnismäßig hoch war. Und das ist gleichzeitig auch das Problem dieser Art von Hedges. Wenn sie aufgehen, ist es nicht mal der halbe Weg. Man muss den Ausstieg finden, bevor die Optionspreise wieder kollabieren.<br><br>Kommen wir zurück zu dem Problem, dem wir uns als Stillhalter konfrontiert sehen. Als solche gehen wir immer sogenannte Short-Vega-Trades ein. Wir profitieren von zurückgehender Volatilität. Steigt sie aber, stehen unsere Positionen unter Druck. Und wenn ich mehrere Trades gleichzeitig als Stillhalter eingegangen bin, kann ein grundsätzlicher, marktbreiter Volatilitätsanstieg mein Depot deutlich unter Druck setzen und meine scheinbar diversifizierten Positionen verhalten sich wie eine einzige.<br></p>
</div></div>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column494_25f512-ec"><div class="kt-inside-inner-col">
<div class="wp-block-kadence-infobox kt-info-box494_389671-42"><span class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center"><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-container kt-info-icon-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-inner-container"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-fe_alertCircle kt-info-svg-icon"><svg viewBox="0 0 24 24"  fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><circle cx="12" cy="12" r="10"/><line x1="12" y1="8" x2="12" y2="12"/><line x1="12" y1="16" x2="12" y2="16"/></svg></span></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Exkurs Gamma</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">Als kleiner Einblick sprechen wir über das Gamma. Das Gamma ist, anders als die bereits beleuchteten Options-Griechen, ein Derivat eines Griechen. Ein sekundärer Grieche sozusagen. Das Gamma ist nichts anderes als die Veränderungsrate des Deltas. <br><br>Das Gamma nimmt sukzessive zu, je näher die Option ans Geld kommt. In der Folge steigt das Delta immer schneller und fast exponentiell an. Sobald sich die Optionen im Geld befinden, wird der Verlauf allerdings linearer.<br>Für uns als Stillhalter birgt ein hohes Gamma das Risiko, dass Positionen durch kleine Kursveränderungen des Basiswertes schnell drehen können. Dieser Effekt verstärkt sich insbesondere bei Optionen am Geld zum Ende der Laufzeit. <br><br>Daher gilt:<br>“Besser keine ATM-Optionen in der letzten Handelswoche einer Option halten.”<br></p></div></span></div>
</div></div>

</div></div></div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die Options-Griechen im Zusammenspiel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben jetzt die wichtigsten Options-Griechen kennengelernt. Jeder birgt eigene Herausforderungen mit Chancen und Risiken je nach Betrachtungsweise. Und alle haben eins gemeinsam – Unstetigkeit. Die Werte deines Brokers sind Momentaufnahmen und sind in der nächsten Sekunde schon anders.<br>Jede Option hat alle Options-Griechen zur gleichen Zeit. Dennoch bestehen Möglichkeiten, wie ich Griechen, zumindest kurzfristig, egalisiere.<br><br>Schauen wir uns hierzu einen Iron Condor an. Dieser besteht beispielhaft aus den folgenden Komponenten:</p>



<p class="wp-block-paragraph">- einem Long Put bei 100$</p>



<p class="wp-block-paragraph">- einem Short Put bei 110$</p>



<p class="wp-block-paragraph">- einem Short Call bei 130$</p>



<p class="wp-block-paragraph">- einen Long Call bei 140$</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Kurs beträgt in diesem Beispiel 120$. Die Put-Positionen haben negatives Delta, die Call-Positionen positives. Die Position hat insgesamt negatives Gamma, positives Theta sowie negatives Vega. Eine klassische Stillhalterposition. Und was ist mit dem Delta? Wir haben es durch den Aufbau neutralisiert - es ist 0. Die Puts und Calls haben jeweils den gleichen Abstand zum Basiskurs und die gekauften Long-Optionen haben den identischen Strike-Abstand. Aber dieser Trade ist nicht risikofrei. Das Risiko liegt hier immer noch im Short Gamma und Vega. Das heißt, dass die Delta-Neutralität durch Kursbewegungen jeder Art aufgehoben wird. Steigt die Volatilität, wird die Position auch negativ beeinflusst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nutzen der Options-Griechen tritt oft erst dann zutage, wenn es zu spät ist. Nämlich, wenn das Depot unter Wasser ist und man sich dann klar wird, welcher Options-Grieche an dem Dilemma Schuld war. Mir persönlich ist dies am Anfang auch direkt passiert, als ich drei Short Puts auf Aktien gleichzeitig offen hielt. Und das bei einem relativ kleinen Depot zu der Zeit. Der Aktienmarkt durchlebte eine kleinere Korrektur, die eigentlich nicht der Rede wert war.&nbsp; Allerdings stieg das Absicherungspotenzial im Markt, und die implizite Volatilität jedes einzelnen meiner OTM Short Puts stieg an und sorgte für immense Verluste. Vega war hier schuld.</p>



<div class="ow-greeks-wrap">

<style>
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<div style="overflow-x: auto;">
<table>
  <colgroup>
    <col style="width: 13%">
    <col style="width: 26%">
    <col style="width: 17%">
    <col style="width: 22%">
    <col style="width: 22%">
  </colgroup>
  <thead>
    <tr>
      <th>Greek</th>
      <th>Was misst er?</th>
      <th>Wertebereich</th>
      <th>Am höchsten bei</th>
      <th>Stillhalter-Relevanz</th>
    </tr>
  </thead>
  <tbody>
    <tr>
      <td><span class="ow-greeks-badge" style="background: #C9A050;">Delta</span></td>
      <td>Kursveränderung des Underlyings → Wertveränderung der Option</td>
      <td>0 bis +1 (Call)<br>0 bis −1 (Put)</td>
      <td>Tief ITM<div class="ow-greeks-sub">Delta ~1,0</div></td>
      <td>
        <span class="ow-greeks-tag" style="background: #fff3cc; color: #7a5200;">Richtungsrisiko</span>
        <div class="ow-greeks-sub">Strike-Auswahl, Wahrscheinlichkeit ITM</div>
      </td>
    </tr>
    <tr>
      <td><span class="ow-greeks-badge" style="background: #5a7fa8;">Theta</span></td>
      <td>Täglicher Zeitwertverlust der Option in €</td>
      <td>Immer negativ<div class="ow-greeks-sub">(für Käufer)</div></td>
      <td>ATM, kurze Laufzeit<div class="ow-greeks-sub">Letzte 21 DTE</div></td>
      <td>
        <span class="ow-greeks-tag" style="background: #d4f0dd; color: #1a5c2a;">Kerneinnahme</span>
        <div class="ow-greeks-sub">Positiv für Short-Positionen</div>
      </td>
    </tr>
    <tr>
      <td><span class="ow-greeks-badge" style="background: #8a6db5;">Vega</span></td>
      <td>Wertveränderung bei +1% impliziter Volatilität</td>
      <td>Immer positiv<div class="ow-greeks-sub">(für Käufer)</div></td>
      <td>ATM, lange Laufzeit<div class="ow-greeks-sub">Far OTM bei Crash</div></td>
      <td>
        <span class="ow-greeks-tag" style="background: #f7d4d4; color: #7a1a1a;">Volatilitätsrisiko</span>
        <div class="ow-greeks-sub">Short Vola = Depotdruck bei IV-Anstieg</div>
      </td>
    </tr>
    <tr>
      <td><span class="ow-greeks-badge" style="background: #888888;">Gamma</span></td>
      <td>Veränderungsrate von Delta – wie schnell Delta wächst</td>
      <td>Immer positiv<div class="ow-greeks-sub">(für Käufer)</div></td>
      <td>ATM, naher Verfall<div class="ow-greeks-sub">Letzte 7 DTE</div></td>
      <td>
        <span class="ow-greeks-tag" style="background: #fde9b0; color: #5a3e00;">Beschleunigungsrisiko</span>
        <div class="ow-greeks-sub">Short Gamma = Verluste wachsen überproportional</div>
      </td>
    </tr>
  </tbody>
</table>
</div>

<div class="ow-greeks-logo">OptionsWerk</div>

</div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie nutze ich die Options-Griechen heute?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich bieten mir die Options-Griechen eine gute Absprungbasis vor jedem Trade. Aber nicht derart, dass ich mir jeden einzelnen Wert vor dem Trade untereinander vergleiche und eine akademische Abhandlung über das Für und Wider jeder einzelnen Option schreibe. Ich lasse mir von meinem Broker tatsächlich Delta und Theta in der Optionskette anzeigen, um zu sehen, wie reaktiv (Delta) die Option auf Kursbewegungen reagiert und was ich damit circa an Gewinn pro Tag zu erwarten habe (Theta).<br>Interactive Brokers liefert in der Handelsplattform tatsächlich einen aggregierten Dollarwert für das Gesamtvega-Risiko. Und zusätzlich dazu nutze ich den sogenannten Risk-Navigator innerhalb dieser Software immer dann, wenn ich Absicherungen einsetze. Dort prüfe ich, ob der Absicherungsbetrag das Portfolio in Bezug auf das Portfolio-Delta mindestens abdeckt oder übersteigt.<br>Gamma selbst habe ich in seiner Wirkung zwar im Hinterkopf, aber ich tracke diesen Griechen nicht aktiv.</p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column494_7d6217-11"><div class="kt-inside-inner-col">
<h2 class="wp-block-heading">FAQ</h2>


<div id="rank-math-faq" class="rank-math-block">
<div class="rank-math-list ">
<div id="faq-question-1783330726493" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Kann ich mich auf einen isolierten Options-Griechen fokussieren?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Grundsätzlich ist ein Fokus möglich. Beispielsweise das Delta als Maß für den Tradeeinstieg. Dennoch sind die Griechen selbst dynamisch und beeinflussen sich gegenseitig. Daher hilft es, einen Überblick über alle zu bekommen.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1783330808759" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Welchen Vorteil bieten weit aus dem Geld liegende Optionen für Hedges?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Weit aus dem Geld liegende Optionen haben ein hohes relatives Vega und profitieren exponentiell von stark ansteigender Volatilität. Dadurch sind enorme Gewinne im Verhältnis zum Einstieg möglich.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1783330950421" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Bleiben die Options-Griechen für den Zeitraum des Trades statisch?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Nein, du kannst zu Tradebeginn beispielsweise einen delta-neutralen Trade herstellen. Mit jeder Kursbewegung ändert sich aber die innere "Komposition" und du müsstest die Optionen fortwährend neu handeln, um die Delta-Neutralität zu wahren. Dies gilt auch für sämtliche anderen Eliminierungen.</p>

</div>
</div>
</div>
</div></div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kann man allein mit den Options-Griechen, ob im Zusammenspiel oder isoliert, profitabel handeln? Sicherlich nicht. Die Options-Griechen bieten Hilfestellung und Rat, was für eine Position man möglicherweise eingeht und wie sie sich dann fortan entwickelt. Griechen sind dynamisch und dennoch aussagefähig. Anomalien wie besonders hohes Vega können Aufmerksamkeit erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schau dir auch unter <a href="https://optionswerk.de/strategien/covered-call/" data-type="post" data-id="488">'Covered Call – 101'</a> an, wie du das hier erlangte Wissen praktisch umsetzen kannst.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns494_c5902b-aa"><a class="kb-button kt-button button kb-btn494_2af856-26 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false wp-block-kadence-singlebtn" href="https://optionswerk.de/blog/"><span class="kt-btn-inner-text">Zurück zum Blog</span></a></div>



   <div style="border-top:1px solid #C9A050; margin-top:40px; padding-top:20px; display:flex; gap:16px; align-items:flex-start;">
     <picture decoding="async" style="width:64px; height:64px; border-radius:50%; object-fit:cover; flex-shrink:0;">
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     <div>
       <strong style="color:#333333;">Über Torben</strong><br>
       <span style="color:#333333; font-size:14px;">
         Gelernter Bankkaufmann, geprüfter Bankfachwirt (IHK) und seit 2018 aktiver Optionshändler.
         Torben teilt auf OptionsWerk seine Strategien, Trades und Learnings – ohne Kurs, ohne Paywall.
       </span><br>
       <a href="https://optionswerk.de/ueber-mich/" style="color:#C9A050;">Mehr über mich →</a>
     </div>
   </div>
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					<wfw:commentRss>https://optionswerk.de/grundlagen/options-griechen-erklaert/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Covered Call erklärt – Strategie, Beispiele &#038; Risiken</title>
		<link>https://optionswerk.de/strategien/covered-call/</link>
					<comments>https://optionswerk.de/strategien/covered-call/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Torben von OptionsWerk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 14:56:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strategien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://optionswerk.de/?p=488</guid>

					<description><![CDATA[Meine ersten Covered Calls habe ich ganz nebenbei geschrieben, ohne vorher geplant zu haben, es zu tun. Ich war in Dividendenaristokraten investiert, darunter HP Inc. und AT&#38;T. Beides sind verlässliche Dividendenzahler mit einer hohen relativen Dividendenrendite. So entstand die Idee, die Rendite durch das Schreiben eines zusätzlichen Calls oberhalb des Kurses weiter zu steigern.Ähnlich unvorbereitet...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="kt-adv-heading488_bd5d45-2b wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_bd5d45-2b">Meine ersten Covered Calls habe ich ganz nebenbei geschrieben, ohne vorher geplant zu haben, es zu tun. Ich war in Dividendenaristokraten investiert, darunter HP Inc. und AT&amp;T. Beides sind verlässliche Dividendenzahler mit einer hohen relativen Dividendenrendite. So entstand die Idee, die Rendite durch das Schreiben eines zusätzlichen Calls oberhalb des Kurses weiter zu steigern.<br>Ähnlich unvorbereitet wie ich an das eigentliche Schreiben der Call-Optionen herangegangen bin, war ich beim Ergebnis. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, bei welchem der beiden Titel mir das passiert ist. Jedenfalls stieg der Kurs um ein paar Dollar und meine Option war im Geld. Ich wollte doch die Aktie aber nicht abgeben, sondern nur eine bessere Rendite als allein mit der Dividende.<br>Mein Learning daraus war, dass das eigentliche Eingehen der Position recht einfach ist, die Auswahl des Strikes hingegen nicht. Noch dazu machen es Titel unter 25$ wie die beiden Genannten nicht gerade einfach, nach Gebühren noch auskömmliche Prämien einzufahren, jedenfalls nicht bei einem Gebührensatz von 3,5$ pro Trade.<br><br>In diesem Artikel möchte ich dir die grundsätzliche Strategie des Covered Calls näherbringen und dich mit Techniken und Mechaniken vertraut machen, wie man Calls und den Basiswert auswählen kann. Solltest du dich noch grundsätzlich mit Optionen vertraut machen wollen, empfehle ich dir meinen Grundlagenartikel <a href="https://optionswerk.de/grundlagen/was-ist-eine-option/">&#8222;Was ist eine Option?&#8220;</a></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was ist ein Covered Call?</strong></h2>



<p class="kt-adv-heading488_c2b284-ac wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_c2b284-ac">Aber was genau ist jetzt der Covered Call? Es ist keine reine Optionsstrategie, sondern kombiniert den Besitz von 100 Aktien mit einem Short Call. Dieser Short Call wird in der Regel oberhalb des aktuellen Basiswertkurses gewählt. Langfristige Strategien verfolgen auch gegenteilige Annahmen und schreiben den Call weit im Geld als Absicherung für Kursrückgänge. Dazu werden wir uns im Verlauf des Artikels ein Beispiel anschauen. Der Begriff <em>“Covered” </em>&nbsp;rührt daher, dass wir den Short Call nicht nackt schreiben, was implizit unbegrenztes Risiko auf der Oberseite bedeutet hätte – der Aktienbestand sichert uns gegen die Andienung der Option ab. Wir liefern in dem Falle 100 Aktien.<br>Der Gewinn ist somit auf der Oberseite begrenzt, da der Short Call sich als Gegenschäft zu den 100 Aktien verhält.<br><br>Und somit sind wir auch schon bei einem Nachteil der Strategie angekommen. Damit wir den Covered Call sauber umsetzen können, benötigen wir mindestens 100 Aktien im Bestand oder ein Vielfaches davon. Die Optionen haben immer den Kontraktgegenwert von 100 Aktien, sodass Fragmente wie 25 oder 50 Stücke unmöglich sind. Gerade bei kapitalintensiven Titeln wie Apple, Amazon und Co. kann das ein Ausschlusskriterium sein, wenn wir über kleinere Konten sprechen. Demgegenüber steht der Vorteil, dass der Short Call margintechnisch praktisch nicht ins Gewicht fällt, da wir die Aktien halten. Vereinfacht lässt sich somit sagen, dass wir lediglich die Marginanforderungen für die Aktien bereithalten müssen – nichts Zusätzliches für das Optionsgeschäft.<br>Dies ist vor allem im Risiko des Geschäfts begründet. Unser Hauptrisiko ist der Totalverlust der Aktie. Diese kann auf 0 fallen. Die erhaltene Prämie kompensiert zwar etwas, aber im Verhältnis zum Totalverlust dann doch wenig. Das Risikoprofil ist also identisch mit dem eines Short Puts.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mechanik</h2>



<p class="kt-adv-heading488_d6a314-40 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_d6a314-40">Nun möchte ich dir veranschaulichen, wie du einen Covered Call eingehst. Wir gehen zunächst davon aus, dass du bereits 100 Aktien im Bestand hältst. Nehmen wir an, es ist Apple Inc. Am gestrigen Handelstag wurde AAPL bei rund 300$ gehandelt. Nun suchst du dir einen beliebigen Call in einer beliebigen Laufzeit oberhalb dieser 300$ aus und handelst die Option <strong><em>Sell to Open</em></strong> – du handelst also den Geldkurs des Calls.<br>Nach Ausführung der Order erhältst du sofort die Prämie. Sie steht dir unabhängig vom weiteren Tradeausgang vollständig zu.<br>Aber wie geht es weiter? Das liegt ganz klar an der Entwicklung der Aktie selbst. Gehen wir zunächst davon aus, dass der Kurs die ganze Laufzeit der Option unterhalb des Strikes verweilt. Glückwunsch! Du kannst die Prämie verbuchen und die Aktien weiter im Bestand halten. Du kannst von vorne beginnen und in einer neuen Laufzeit einen weiteren Call schreiben und wieder Prämien und vielleicht zwischenzeitlich Dividenden kassieren. Aber was passiert, wenn die Aktien steigen und sich zum Ende der Optionslaufzeit über dem Strike befinden? Auch hier kannst du dich beglückwünschen. Du hast den Maximalgewinn eingefahren. Du verbuchst einen Kursgewinn bis zum Strikepreis sowie die Optionsprämien selbst. Allerdings musst du den gesamten Aktienbestand abgeben &#8211; dein Broker bucht sie automatisch aus.<br><br>Aber was passiert, wenn die Apple-Aktien stark gefallen sind? Nehmen wir einfach mal 10% Kursverlust an. Auch hier behältst du den kompletten Aktienbestand und die Optionsprämie. Dennoch hast du ein anderes Problem. Dein Aktienbestand weist einen wesentlich höheren Verlust auf als die Prämie, die du erhalten hast. Und das ist exakt das Risiko der Strategie – die Schwäche des Basiswertes.</p>



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<div class="cc-wrap">
  <div class="cc-title">Covered Call – drei Szenarien bei Verfall</div>
  <div class="cc-sub">Basis: 100 AAPL @ 180 $ · Strike 185 $ · Prämie 150 $</div>

  <div class="cc-grid">

    <!-- Szenario 1: Aktie fällt stark -->
    <div class="cc-card">
      <div class="cc-card-header">
        <div class="cc-icon icon-bear">↓</div>
        <div class="cc-card-title">Aktie fällt stark</div>
      </div>
      <div class="cc-card-body">
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Kurs bei Verfall</span>
          <span class="cc-value">z.B. 160 $</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Option</span>
          <span class="cc-value">verfällt wertlos</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Prämie</span>
          <span class="cc-value">+150 $ behalten</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Aktie</span>
          <span class="cc-value">−2.000 $ Verlust</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Prämie federt ab</span>
          <span class="cc-value">150 $ von 2.000 $</span>
        </div>
        <div class="cc-result bear">Verlust – Prämie minimal</div>
      </div>
    </div>

    <!-- Szenario 2: Aktie bleibt / leicht steigend -->
    <div class="cc-card">
      <div class="cc-card-header">
        <div class="cc-icon icon-neutral">→</div>
        <div class="cc-card-title">Aktie stagniert</div>
      </div>
      <div class="cc-card-body">
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Kurs bei Verfall</span>
          <span class="cc-value">z.B. 181 $</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Option</span>
          <span class="cc-value">verfällt wertlos</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Prämie</span>
          <span class="cc-value">+150 $ behalten</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Aktie</span>
          <span class="cc-value">+100 $ Buchgewinn</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Wiederholen?</span>
          <span class="cc-value">Ja – nächster CC</span>
        </div>
        <div class="cc-result neutral">Prämiengewinn – Aktien bleiben</div>
      </div>
    </div>

    <!-- Szenario 3: Aktie steigt über Strike -->
    <div class="cc-card">
      <div class="cc-card-header">
        <div class="cc-icon icon-bull">↑</div>
        <div class="cc-card-title">Aktie steigt ≥ Strike</div>
      </div>
      <div class="cc-card-body">
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Kurs bei Verfall</span>
          <span class="cc-value">z.B. 195 $</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Option</span>
          <span class="cc-value">wird ausgeübt</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Prämie</span>
          <span class="cc-value">+150 $ behalten</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Aktie</span>
          <span class="cc-value">zu 185 $ abgegeben</span>
        </div>
        <div class="cc-row">
          <span class="cc-label">Gesamt</span>
          <span class="cc-value">+650 $ (Max.)</span>
        </div>
        <div class="cc-result bull">Vollgewinn – Aktien weg</div>
      </div>
    </div>

  </div>
  <div class="cc-logo">OptionsWerk</div>
</div>



<p class="kt-adv-heading488_c3b587-85 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_c3b587-85">Aber wie finde ich entsprechende Strikes für meinen Call? Bei Bestandspositionen kann es helfen, vorherige und naheliegende Hochpunkte zu suchen, die als Widerstand fungieren können. Der Call sollte dann knapp darüber gewählt werden, um die Wahrscheinlichkeit der Andienung zu minimieren. Es ist aber gerade bei Aktien mit geringen Kurswerten kleiner als 50$ zu schauen, ob der Trade nach Gebühren wirtschaftlich ist. So macht es sicherlich wenig Sinn, 10$ Prämieneinnahme netto zu generieren, wenn du 3,50$ Gebühren verursachst. Besonders profitabel kann es sein, zu warten, bis die Aktien überkauft sind. Wenn der Indikator <em>Relative Stärke Index</em> einen überkauften Zustand anzeigt, kann es der Auslöser sein, einen nahegelegenen Call zu suchen. Die Laufzeit sollte dann relativ kurzfristig zwischen 30 und 45 Tagen gewählt werden. Diese Laufzeit ist ein Kompromiss zwischen relativer Kurzfristigkeit und einer guten Prämie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Eine andere, fortgeschrittene Strategie kann es sein, eine Aktie zu suchen, die im Begriff ist, eine größere Bewegung zu machen. Bei dieser Strategie hast du diese Aktie aber noch nicht im Bestand. Du hast also die vielversprechende Aktie ausgemacht und hast beispielsweise ein Aufwärtspotenzial von 5% prognostiziert. Du kaufst nun die Aktie direkt und verkaufst sofort den Call mit einem Strike-Preis 5% oberhalb des Kaufpreises. Auch hier wählst du die Laufzeit zwischen 30 und 45 Tagen. Auch hier, um eine entsprechende Prämieneinnahme zu gewährleisten und der Aktie genug zeitlichen Raum einzuräumen, die Bewegung zu realisieren. Du zielst also auf den Kursgewinn von 5% ab und hast durch die Prämie eine zusätzliche Einnahme durch die Optionsprämie. Eine mögliche Dividende ist hier nebensächlich &#8211; die reine, moderate Kursbewegung steht im Vordergrund. Und moderat ist hier auch das Zauberwort. Wenn die Aktie um 10%, 20% oder mehr explodiert, wäre die Strategie nicht optimal. Ein reiner Aktienkauf würde mehr Gewinnpotenzial freisetzen.</p>



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<p class="kt-adv-heading488_41db62-fc wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_41db62-fc">Quelle: <a href="http://barchart.com" data-type="link" data-id="barchart.com" target="_blank" rel="noopener">Barchart.com</a>, Stand 15.05.2026<br>Optionskette der Apple Inc. für die Laufzeit 18.06.2026 mit ATM-Optionen. Kurs Apple Inc: 300,23$</p>



<p class="kt-adv-heading488_ed1eb4-78 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_ed1eb4-78">Kommen wir nun zu einem konkreten Beispiel. Wir schauen uns hierzu die Optionskette mit Verfallsdatum des 18.06.2026 an. Dies entspricht beim Verfassen des Artikels 33 Tagen Restlaufzeit. Es ist der monatliche Standardverfall am dritten Freitag des Monats. Aber nach welchen Gesichtspunkten wählen wir jetzt einen Call aus? Wenn wir uns den Verlauf der Apple-Aktie ansehen, wird schnell klar, dass wir uns an keinen vergangenen Widerständen orientieren können – die Aktie notiert am Allzeithoch. Somit müssen wir prüfen, ob die zweite Variante eine Möglichkeit darstellen könnte. Also dem Verkauf einer nahe am Geld liegenden Option, sofern die Aktie selbst überverkauft ist. Mittels des Indikators <em>Relative Stärke Index</em> können wir feststellen, dass dieser weit im überkauften Bereich ist. Noch dazu weist der Chart auf eine gewisse Schwäche im Momentum hin. Wir entschließen uns also, einen 315$ Call mit den erwähnten 33 Tagen Restlaufzeit zu verkaufen. 315$ gibt uns noch etwas Raum für mögliche Fehler und eine Chance, beim weiteren Anstiegen der Apple-Aktie weitere rund 1.500$ Aktiengewinn zusätzlich zur Prämie einzustreichen, da Apple per 15.05.2026 bei rund 300$ notiert. Für den verkauften Call erhalten wir vor Gebühren 3,35$. Das entspricht, multipliziert mit dem Kontraktwert von 100, 335$. Diese dürfen wir in jedem Falle behalten, unabhängig davon, wie sich die Aktie entwickelt. Steigt diese tatsächlich auf 315$ oder höher, streichen wir einen Gewinn von rund 1.835$ ein (1.500$ Aktiengewinn und 335$ Optionsprämie).</p>



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<div class="ow-wrap">
  <div class="ow-title">Covered Call – Payoff bei Verfall</div>
  <div class="ow-sub">Beispiel: 100 XYZ @ 180 $ · Strike 185 $ · Prämie 1,50 $ (150 $)</div>
  <canvas id="cc" width="640" height="320" role="img" aria-label="Payoff-Diagramm Covered Call: Max. Gewinn 650 $ ab Strike 185 $">Covered Call Payoff: Max. Gewinn 650 $ ab Strike 185 $.</canvas>
  <div class="ow-logo">OptionsWerk</div>
</div>

<script src="https://cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/Chart.js/4.4.1/chart.umd.js"></script>
<script>
const purchase = 180;
const strike   = 185;
const premium  = 1.50;
const qty      = 100;

const prices = [];
for (let p = 140; p <= 220; p += 1) prices.push(p);

const payoff = prices.map(p => {
  const stockPL = (p - purchase) * qty;
  const optPL   = p > strike ? -(p - strike) * qty : 0;
  return parseFloat((stockPL + optPL + premium * qty).toFixed(2));
});

const ctx = document.getElementById('cc').getContext('2d');

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  type: 'line',
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    labels: prices,
    datasets: [{
      data: payoff,
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          label: ctx => `${ctx.parsed.y >= 0 ? '+' : ''}${ctx.parsed.y.toFixed(0)} $`
        },
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        },
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        title: { display: true, text: 'Gewinn / Verlust', color: '#555', font: { family: 'Montserrat', size: 11 } }
      }
    }
  },
  plugins: [{
    id: 'ow-lines',
    afterDraw(chart) {
      const { ctx, scales: { x, y } } = chart;
      const area = chart.chartArea;

      const strikeIdx = prices.indexOf(strike);
      const xStrike   = x.getPixelForValue(strikeIdx);
      const yZero     = y.getPixelForValue(0);
      const yLabelRow = y.getPixelForValue(950);

      // Zero-Linie
      ctx.save();
      ctx.strokeStyle = '#333333';
      ctx.lineWidth = 1;
      ctx.setLineDash([4, 4]);
      ctx.beginPath();
      ctx.moveTo(area.left, yZero);
      ctx.lineTo(area.right, yZero);
      ctx.stroke();
      ctx.setLineDash([]);

      // Strike-Linie vertikal
      ctx.strokeStyle = '#C9A050';
      ctx.lineWidth = 1.5;
      ctx.setLineDash([5, 4]);
      ctx.beginPath();
      ctx.moveTo(xStrike, area.top);
      ctx.lineTo(xStrike, area.bottom);
      ctx.stroke();
      ctx.setLineDash([]);

      ctx.restore();

      // Strike-Label
      ctx.save();
      ctx.font = '600 10px Montserrat, sans-serif';
      ctx.fillStyle = '#C9A050';
      ctx.textAlign = 'left';
      ctx.fillText('Strike 185 $', xStrike + 6, yLabelRow);
      ctx.restore();

      // Max-Gewinn-Label
      ctx.save();
      ctx.font = '600 10px Montserrat, sans-serif';
      ctx.fillStyle = '#333';
      ctx.textAlign = 'left';
      ctx.fillText('Max. Gewinn: +650 $', xStrike + 90, yLabelRow);
      ctx.restore();
    }
  }]
});
</script>
</body>
</html>



<p class="kt-adv-heading488_9b96d0-91 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_9b96d0-91">Payoff-Diagramm eines Covered Calls</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum funktioniert es? </strong></h2>



<p class="kt-adv-heading488_7baad6-72 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_7baad6-72">Wir haben jetzt gelernt, wie man einen Covered Call schreibt und welche Methodiken du anwenden kannst, um geeignete Titel zu finden. Aber wieso funktioniert die Strategie grundsätzlich und ist derart beliebt, dass es sogar ETFs gibt (US-Ticker: <a href="https://de.finance.yahoo.com/quote/IVVW/" data-type="link" data-id="https://de.finance.yahoo.com/quote/IVVW/" target="_blank" rel="noopener">IVVW</a>), die diese Strategie mechanisch immer wieder umsetzen? Ganz einfach: Wie wir bereits in<a href="https://optionswerk.de/grundlagen/optionspreis-berechnen/" data-type="post" data-id="414"> “Was ist eine Option wert?”</a> gelernt haben, besteht eine Call-Option, wenn sie aus dem Geld verkauft wird, lediglich aus Zeitwert. Dieser wird sukzessive bis zum Ende der Optionslaufzeit abgebaut. Noch dazu nimmt der Zeitwertverfall in den letzten 30 Tagen vor Verfall zu und beschleunigt sich nach und nach. Somit haben wir einen gewissen Sweet Spot bei den Laufzeiten.<br><br>Außerdem wissen wir bereits, dass die implizite Volatilität den Optionspreis wesentlich beeinflusst. Je höher der Absicherungsbedarf ist, desto höher ist auch die implizite Volatilität. Und folgerichtig auch der Optionspreis. Aber wir befinden uns bei den Calls im Bereich steigender Kurserwartungen. Wer möchte sich ernsthaft gegen steigende Kurse absichern? Daran dürfte bei Aktien niemand Interesse haben, oder? Grundsätzlich stimmt es, dass der Absicherungsbedarf bei fallenden Kursen besteht. So versuchen Versicherungen, Rentenanstalten etc. ihre Portfolios gegen Wertverfall abzusichern. Also haben wir dieses Phänomen auf der Call-Seite nicht? Doch, aber aus anderen Gründen. Gerade Apple ist hier ein gutes Beispiel. Apple befindet sich derzeit am Allzeithoch. Hierbei steigt der Absicherungsbedarf aus anderen Gründen an. So werden viele Calls gekauft, um auf weitere steigende Kurse zu spekulieren. Außerdem nutzen Market-Maker nahe am Geld liegende Call-Optionen, um ihr Risiko zu neutralisieren. Und zu guter Letzt kumuliert dieses Phänomen bei Hochmomentum-Aktien so sehr, dass mehr Absicherungen auf der Oberseite gekauft werden als auf der Unterseite. Allein dadurch, dass mehr “Angst” besteht, potenzielle Kursgewinne zu verpassen, als Kursverluste.<br><br>Somit lässt sich zusammenfassen, dass in jedem Falle der Zeitwertverfall für uns arbeitet, besonders zum Ende des Optionslebens. Befinden wir uns dann noch an einem Allzeithoch oder handelt es sich um eine Hochmomentum-Aktie wie in der Vergangenheit Nvidia oder Palantir, kommt noch eine höhere implizite Volatilität hinzu, die den Optionspreis zusätzlich verteuert. Genau das, was wir als Verkäufer von Optionen möchten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Strike &amp; Laufzeit</strong></h2>



<p class="kt-adv-heading488_03fa6e-a3 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_03fa6e-a3">Die Auswahl der Call-Option, die wir verkaufen wollen, haben wir ja bereits am Beispiel Apple veranschaulicht. Aber wie kann man eine generelle Regel daraus ableiten?<br>Grundsätzlich sollte die Option bereits aus dem Geld sein &#8211; nicht direkt am Geld. Das ermöglicht es, zusätzlich zu der Optionsprämie noch weitere Kursgewinne im Basiswert zu erzielen. Als grobe Orientierung kann dort, wie gesagt, ein bestehender Widerstand im Kurschart dienen, sofern vorhanden. Der Strike wird etwas darüber gewählt. Alternativ lässt sich auch die Methodik anwenden, die wir am konkreten Beispiel der Apple-Aktie angewandt haben. Konkrete frühere Widerstände gibt es am Allzeithoch nicht. Dennoch ist die Aktie überkauft und wir können Strikes suchen, die uns entgegenkommen und somit den größten subjektiven Nutzen bieten.<br>Dies ist nämlich das Wichtigste daran – und das bei beiden Varianten. Bin ich bereit die Aktie zum gewählten Strike abzugeben? Falls nicht, muss ich einen weiter entfernten Strike suchen und muss im nächsten Schritt prüfen, ob die dann erzielte Prämie mir noch ausreicht. Als Faustformel kann ein <em>Delta </em>zwischen 20 und 30 einen guten Mittelweg abbilden. Das Thema <em>Delta</em> werden wir im nächsten Grundlagenartikel über <em>die Griechen</em> im Detail besprechen.<br>Die Laufzeit sollte zwischen 30 und 45 Tagen gewählt werden. Dies garantiert eine gewisse Balance zwischen erhaltener Prämie, sich beschleunigendem Zeitwertverfall und gewisser Planungssicherheit über die nahe Zukunft. So können wir vorab abschätzen, wann Quartalszahlen veröffentlicht werden, Dividenden gezahlt werden oder sonstige wichtige Termine stattfinden.In meiner Einleitung hatte ich erwähnt, dass ich anfangs Covered Calls auf Dividendenaristokraten geschrieben habe. Bereits in dem Grundlagenartikel “Was ist eine Option?“ haben wir den Unterschied zwischen amerikanischen und europäischen Optionen behandelt. Beim Covered Call beziehen wir uns immer auf Aktien oder ETFs und handeln somit Optionen amerikanischer Art. Der Käufer der Option kann vom Verkäufer, also dem Schreiber eines Covered Calls, die sofortige Ausführung auch vor Ende der Optionslaufzeit verlangen. Aber welchen Grund hätte er in Bezug auf Dividenaristokraten oder andere dividendenzahlende Aktien, die eine Dividende zahlen? Schlichtweg die Dividende selbst! Vereinfacht gesagt kann es sein, dass der Käufer die Option ausübt, wenn er weniger Prämie für die Option gezahlt hat, als er an Dividende und Kursgewinn bis zum Strikepreis erwarten kann. Deshalb kann es ratsam sein, vorab den Dividendenplan zu studieren, um keine böse Überraschung zu erleben. Entweder werden in dem Moment keine Optionen geschrieben, die nahe am Stichtag zur Dividendenzahlung liegen, oder man schreibt bewusst längere Laufzeiten als die 30 bis 45 Tage.<br>Grundsätzlich ist aber das Risiko des sogenannten <em>Early Assignments </em>je höher, je näher ich mich am Geld befinde.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Risiken</strong></h2>



<p class="kt-adv-heading488_0508a6-04 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_0508a6-04">Wir haben die Strategie nun umfassend besprochen. Wo bestehen die grundsätzlichen Risiken der Strategie? Sie ist ja, wie der Name bereits verspricht, covered, also gedeckt.Kommen wir zunächst zu den subjektiven Risiken. Am wenigsten problematisch ist tatsächlich die Andienung der Aktien an den Käufer der Option – egal ob frühzeitig oder am Ende der Optionslaufzeit. Subjektiv deshalb, weil es kein richtiges Risiko ist. Der Aktienbestand deckt das Andienungsrisiko durch die verkaufte Option. Dennoch kann es schmerzhaft sein, die Aktien abgeben zu müssen. Genau dies ist mir ja mit HP und AT&amp;T passiert. Ich wollte Prämien <strong>und </strong>Dividenden einstreichen. Und nicht die Prämien und den Aktienbestand sofort abgeben müssen. Daher muss man sich auf diese Eventualität von Beginn an einstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Daneben gibt es noch das Opportunitätsrisiko stark steigender Aktien. Sobald der Kursgewinn größer ist als der eingestrichene Aktienkursgewinn und die Optionsprämie, wäre das reine Aktieninvestment lukrativer gewesen. Das ist definitiv ein Risiko, aber auch eines, das vorher schwer bewertet werden kann. Wer weiß schon genau, wie schnell und stark eine Aktie steigen wird.</p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column488_9bacd8-e4"><div class="kt-inside-inner-col"><div class="kb-row-layout-wrap kb-row-layout-id488_5235ac-88 alignnone wp-block-kadence-rowlayout"><div class="kt-row-column-wrap kt-has-2-columns kt-row-layout-left-golden kt-tab-layout-inherit kt-mobile-layout-row kt-row-valign-top">

<div class="wp-block-kadence-column kadence-column488_6c1c62-d7"><div class="kt-inside-inner-col">
<p class="kt-adv-heading488_e384bc-2a wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_e384bc-2a">Kommen wir nun aber zum wirklichen Risiko der Strategie – der Aktie selbst. Diese kann theoretisch bis auf 0$ fallen. Denken wir an die 335-Dollar-Prämie aus der Apple-Option aus unserem Beispiel. Das entspricht einem Schutz gegen Kursrückgänge in der Apple-Aktie von exakt 3,35$ oder 1,12%. Fällt die Aktie weiter, mache ich unter Garantie einen Verlust in der kombinierten Position. Daher muss ich mir vorab Gedanken machen, bis zu welchem Punkt ich Verluste im Basiswert aushalten kann oder möchte. Handelt es sich um ein langfristiges Investment, kann der Verlustpuffer großzügiger ausfallen. Habe ich die Position nur als Spekulation aufgebaut, sollten Verluste schnell gedeckt werden.</p>
</div></div>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column488_ce1004-79"><div class="kt-inside-inner-col">
<div class="wp-block-kadence-infobox kt-info-box488_7be6a4-f6"><span class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center"><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-container kt-info-icon-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-inner-container"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-fe_aperture kt-info-svg-icon"><svg viewBox="0 0 24 24"  fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><circle cx="12" cy="12" r="10"/><line x1="14.31" y1="8" x2="20.05" y2="17.94"/><line x1="9.69" y1="8" x2="21.17" y2="8"/><line x1="7.38" y1="12" x2="13.12" y2="2.06"/><line x1="9.69" y1="16" x2="3.95" y2="6.06"/><line x1="14.31" y1="16" x2="2.83" y2="16"/><line x1="16.62" y1="12" x2="10.88" y2="21.94"/></svg></span></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Exkurs<br>Verlustverrechnung in Deutschland:</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">Im deutschen Steuerrecht werden Aktien und Optionen unterschiedlichen Verlustverrechnungstöpfen zugerechnet. So ist eine Verrechnung von Aktienverlusten mit Gewinnen aus Optionsgeschäften unmöglich. Daher besteht die theoretische und praktische Möglichkeit der Steuerpflicht, wenn Verluste mit dem Basiswert gemacht wurden und die Option im Gewinn verkauft wurde oder ausgelaufen ist.*</p></div></span></div>
</div></div>

</div></div></div></div>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-28f366ebb09ca7d89d5c4737eecabbc3 wp-block-paragraph" style="color:#999999;font-size:15px">*Dieser Exkurs stellt keine Steuerberatung dar und dient lediglich der Information. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Gewähr übernommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Covered Call vs. Cash Secured Put</strong></h2>



<p class="kt-adv-heading488_4b199e-c6 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_4b199e-c6">Sowohl der Covered Call als auch der Cash Secured Put sind Stillhalter-Strategien. Sie unterscheiden sich in der Optionsart sowie in der Verpflichtung, die eingegangen wird. So verpflichtet der Call zur Lieferung der zugrunde liegenden Aktien. Bei dem Put verpflichte ich mich hingegen, die Aktien anzunehmen. Cash Secured ist die Strategie, wenn ich den Gegenwert des Aktienpakets vollständig in Bargeld vorhalte. Bei einer Apple-Aktie mit einem Strikepreis von 300$ würde dies exakt 30.000$ entsprechen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"></p>
</blockquote>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>Ein Call ist ein Put und ein Put ist ein Call</p></blockquote></figure>



<p class="kt-adv-heading488_ea97eb-73 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_ea97eb-73">Was beiden aber gemein ist, ist das Risikoprofil. Der Gewinn auf der Oberseite ist begrenzt und liegt auf der Unterseite in der Entwicklung der Aktie selbst. Somit ist die obenstehende Abbildung zum Gewinn- und Verlustprofil bei beiden Strategien absolut identisch und zeigt den Kern des Zitats.<br><br>Mit der sogenannten Wheel-Strategie werden beide Strategien in Abfolge gehandelt, um konstanten Cashflow zu generieren. Wie genau das funktioniert, werden wir im Detail in einer Artikelserie beleuchten.</p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column488_65b18d-65"><div class="kt-inside-inner-col">
<h2 class="wp-block-heading">FAQ</h2>


<div id="rank-math-faq" class="rank-math-block">
<div class="rank-math-list ">
<div id="faq-question-1782935502007" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Warum heißt es Covered Call?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Der Begriff Covered Call rührt daher, dass das eigentliche Risikoprofil des Short Calls, das unbegrenzten Verlust aufweist, gedeckelt ist. Dies wird durch ein Aktienpaket von 100 Stück pro verkauftem Short Call gewährleistet.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1782935635551" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Muss ich die Aktien bereits besitzen, wenn ich die Position eingehe?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Grundsätzlich ja. Allerdings bieten viele Broker kombinierte Ordermöglichkeiten an, sodass die Aktie zeitgleich mit der verkauften Option eingegangen wird.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1782935732396" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Sind Covered Calls reinen Aktieninvestments überlegen?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Übersteigt der Kursanstieg der Aktie aber die eingenommene Prämie plus den zugrunde liegenden Basispreis, wäre ein Direktinvestment in die Aktie lohnender gewesen.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1782936063876" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Worin liegt das konkrete Risiko der Strategie?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Tatsächlich ist nicht die Option selbst beim Covered Call risikobehaftet. Die Gefahr besteht darin, dass die Aktie mehr fällt, als ich Prämie durch den Optionsverkauf vereinnahmt habe.</p>

</div>
</div>
</div>
</div></div></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="kt-adv-heading488_e863ba-12 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading488_e863ba-12">Der Covered Call ist vor allem eins. Eine wiederholbare, solide Strategie. Keine Jackpotstrategie, falls unwahrscheinliche Ereignisse eintreten. Lediglich beständiger Cashflow. Dennoch ist die Auswahl des Basiswertes unerlässlich, da dort das Risiko liegt. Deshalb macht es Sinn, die Strategie auf Titel anzuwenden, die du ohnehin erwerben würdest. Bei Hochmomentum-Aktien könnte das Direktinvestment aufgrund der unbegrenzten Gewinnmöglichkeiten lukrativer sein.&nbsp; Sobald die implizite Volatilität attraktiv ist, lohnt sich der Verkauf des Calls, sodass du von einer hohen Optionsprämie und vielleicht auch einer attraktiven Dividende profitieren kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Hast du bereits Covered Calls gehandelt und wenn ja, nach welchen Gesichtspunkten legst du deinen Strike fest?</p>



<div class="wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns488_ca9ec3-be"><a class="kb-button kt-button button kb-btn488_d90a9e-08 kt-btn-size-standard kt-btn-width-type-auto kb-btn-global-fill kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false wp-block-kadence-singlebtn" href="https://optionswerk.de/blog/"><span class="kt-btn-inner-text">Zurück zum Blog</span></a></div>



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     <div>
       <strong style="color:#333333;">Über Torben</strong><br>
       <span style="color:#333333; font-size:14px;">
         Gelernter Bankkaufmann, geprüfter Bankfachwirt (IHK) und seit 2018 aktiver Optionshändler.
         Torben teilt auf OptionsWerk seine Strategien, Trades und Learnings – ohne Kurs, ohne Paywall.
       </span><br>
       <a href="https://optionswerk.de/ueber-mich/" style="color:#C9A050;">Mehr über mich →</a>
     </div>
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		<title>Optionspreis berechnen – so setzt sich der Wert zusammen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torben von OptionsWerk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 09:22:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
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					<description><![CDATA[Stell dir folgende Situation vor. Du hast bereits mit dem Handel von Optionen begonnen und versuchst dich nach und nach an verschiedensten Strategien. Allerdings weißt du nicht, wie genau sich der Optionspreis berechnen lässt. Du hast eine aussichtsreiche Aktie gefunden, die im Begriff ist, moderat zu steigen. Sagen wir der Einfachheit halber Apple. Du hast...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Stell dir folgende Situation vor. Du hast bereits mit dem Handel von Optionen begonnen und versuchst dich nach und nach an verschiedensten Strategien. Allerdings weißt du nicht, wie genau sich der Optionspreis berechnen lässt. Du hast eine aussichtsreiche Aktie gefunden, die im Begriff ist, moderat zu steigen. Sagen wir der Einfachheit halber Apple. Du hast einen Long Call out-of-the-money mit einer Restlaufzeit von rund 3 Wochen gekauft. Du prüfst den Kurs der Aktie am nächsten Tag. Apple ist ungefähr 1% gestiegen. Klasse – der Long Call sollte also deutlich stärker gestiegen sein als die Aktie selbst. <br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Du prüfst dein Depot und bist schockiert. Es ist schlicht gar nichts passiert. Die Option hat sich zum Vortag nicht verändert. Die Situation kenne ich und sie frustriert. In dem konstruierten Beispiel ist der Verlust des Zeitwerts identisch mit der Bewegung der Aktie. Eine Situation, in der ich mich bereits manchmal wiedergefunden habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese oder ähnliche Situationen zu vermeiden, ist dieser Artikel gedacht. Verstehen, wie sich der Optionspreis berechnet. Wir bauen auf dem Vorgängerartikel „<a href="https://optionswerk.de/grundlagen/was-ist-eine-option/"><em>Was ist eine Option?</em></a>“ auf. Dies soll ein praktischer Ansatz sein und kein akademischer Exkurs in das <em><a href="https://www.gabler-banklexikon.de/definition/black-scholes-modell-56342" data-type="link" data-id="https://www.gabler-banklexikon.de/definition/black-scholes-modell-56342" target="_blank" rel="noopener">Black-Scholes-Optionspreismodell.</a></em> Wir beleuchten alle Aspekte, die den Optionspreis ausmachen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So berechnet sich der Optionspreis &#8211; zwei Komponenten, ein Preis</h2>



<p class="kt-adv-heading414_71dde8-1e wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading414_71dde8-1e">Zwei Teile oder Komponenten sind immer gegeben. Diese sind immer positiv und können maximal auf null fallen. Ich werde dir in diesem Artikel erklären, wie du auf einen Blick erkennen kannst, ob die jeweilige Option nur Zeitwert oder auch inneren Wert aufweist. Somit kannst du annäherungsweise den Optionspreis berechnen, ohne den Taschenrechner zücken zu müssen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Innerer Wert</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Maßgeblich für die Betrachtung des inneren Wertes sind immer der Strikepreis und die Richtung der Option, die ich mir anschauen muss – ist es also ein Put oder ein Call? Gehen wir beiderseits von einem Strike von 100$ aus und für die Einfachheit der Aktienoptionen. Das heißt also, innerer Wert kann sich nur aufbauen, wenn der Kurs der Aktie größer als 100$ ist, wenn wir den Call betrachten, und niedriger als 100$ bei einem Put. Und nun ist die Rechnung simpel. Jeder Cent in die jeweilige Richtung erhöht auch den inneren pro Option um den einen Cent. Um den absoluten Wert des inneren Wertes zu bestimmen, müssen wir noch mit dem Multiplikator multiplizieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben jetzt die Grundlage dafür geschaffen, wie sich ein Teil des Optionspreises berechnet und können direkt ableiten, welchen Anteil der innere Wert einnimmt. Vertiefen wir das vorherige Beispiel weiter. Der Strikepreis von 100$ bleibt die Konstante. Die Aktie handelt bei 110$ und wir schauen uns eine beliebige Call-Option an. Gemäß der Optionskette dieser Laufzeit beträgt der Wert dieser Option nun 12$. Mit dem vorherigen Wissen im Hinterkopf können wir klar erkennen, dass wir eine Differenz von 10$ zwischen Basiskurs und Strikepreis haben, die zu unseren Gunsten zu sehen ist. Somit haben wir 10$ inneren Wert und 2$ müssen folgerichtig auf den Zeitwert entfallen. Diesen wollen wir im nachfolgenden Unterkapitel genauer betrachten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zeitwert</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wir bleiben beim vorhergehenden Beispiel. Der Zeitwert der Option beträgt 2$. Aber wieso? Ganz so einfach wie beim inneren Wert können wir es hier leider nicht herleiten. Es gibt beim Zeitwert verschiedene Komponenten, die diesen positiv wie negativ beeinflussen können. Dies sind unter anderem die Hoffnung auf vorteilhafte Kurse, Unsicherheit ausgedrückt in impliziter Volatilität sowie die Restlaufzeit, die eine Option inne hat. Diese verschiedensten Komponenten wollen wir im nachfolgenden Kapitel detailliert betrachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich gilt aber, dass Out-of-the-money-Optionen niemals inneren Wert und lediglich Zeitwert aufweisen.<br></p>



<style>
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</style>

<div class="ow-wrap">
  <p class="ow-label">Preiszusammensetzung</p>
  <div class="ow-formula-box">
    <div class="ow-part">
      <span class="ow-value">Optionspreis</span>
      <span class="ow-sublabel">Gesamtprämie</span>
    </div>
    <span class="ow-op">=</span>
    <div class="ow-part">
      <span class="ow-value">Innerer Wert</span>
      <span class="ow-sublabel">Bereits im Geld</span>
    </div>
    <span class="ow-op">+</span>
    <div class="ow-part">
      <span class="ow-value">Zeitwert</span>
      <span class="ow-sublabel">Hoffnung + Unsicherheit</span>
    </div>
  </div>

  <div class="ow-example">
    <p class="ow-example-title">Beispiel — Call auf Aktie XY</p>
    <div style="font-size:11px;color:#888;margin-bottom:4px;">Strike 100 € · Kurs 108 € · Optionspreis 12 €</div>
    <div class="ow-bars">
      <div class="ow-bar-inner inner" style="width:66.6%">8 €</div>
      <div class="ow-bar-inner time" style="width:33.3%">4 €</div>
    </div>
    <div class="ow-legend">
      <span><span class="ow-dot" style="background:#555"></span>Innerer Wert · 8 €</span>
      <span><span class="ow-dot" style="background:#C9A050"></span>Zeitwert · 4 €</span>
    </div>
  </div>

  <p style="font-size:11px;color:#bbb;margin-top:14px;max-width:560px;">OptionsWerk · optionswerk.de</p>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Was den Zeitwert beeinflusst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Zeitwert methodisch erfassen zu können, werden wir die einzelnen Komponenten isoliert betrachten. Dies wird uns in die Situation versetzen, Unterschiede innerhalb verschiedener Optionen zu erkennen. Somit sind wir in die Lage versetzt, zu erkennen, ob Optionen teuer im Sinne von viel Zeitwert und Hoffnung oder billig und wenig Zeitwert sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Restlaufzeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Stellen wir uns einfach drei Optionsserien vor. Alle drei sind Out-of-the-Money-Optionen. Es ist bei der Betrachtung zunächst irrelevant, ob es sich dabei um einen Put oder einen Call handelt. Die Serien haben eine Restlaufzeit von 3 Wochen, 3 Monaten und einem Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>In der Reihenfolge haben die Optionen Preise von 30 Cent, 4$ sowie 10$. Es handelt sich hierbei ausdrücklich um ein Beispiel, um die Mechanik zu verdeutlichen. Der Zeitwert hat eine spekulative Komponente. Und je höher die Chance besteht, dass diese Option inneren Wert erreicht, indem der Basiswert in sich in die für die Option günstige Richtung entwickelt, ist umso größer, desto größer Zeit dafür bleibt. Logischerweise ist der zeitliche Horizont für eine möglicherweise relativ große Bewegung innerhalb von 3 Wochen geringer, als es in einem Jahr ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich dazu spielen auch die Zinsen eine Rolle. Hier ausdrücklich das Zinsniveau des Währungsraums, in dem ich mich befinde. Wir kommen aus einer langen Phase ohne Zinsen im Bereich der industriellen Refinanzierung, die hierfür herangezogen wird – nicht die Zinsniveaus von Privatkrediten oder Immobilienfinanzierungen. Und nun ist es so, dass die Zinsen stärker zu Buche schlagen, je länger die Laufzeit ist. Übertragen ist es so, dass der Käufer einer Option sich Geld leiht, um an der Entwicklung des Basiswertes zu partizipieren und sich einen zukünftigen Basiswert zu sichern. Der Stillhalter ermöglicht ihm dieses Geschäft und profitiert entsprechend davon. Wir müssen dieses Thema nicht akademisch vertiefen, aber als Faustformel lässt sich sagen, dass längere Restlaufzeiten deutlich teurer werden, je höher das Zinsniveau ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Implizite Volatilität</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir nun aber zum Haupttreiber des Zeitwertes, der die Hoffnung am besten beschreiben würde – die Volatilität. Dies ist eine logische Konsequenz. Denn je mehr ein Basiswert schwanken bzw. je stärker erwartet wird zu schwanken, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Option bei Ablauf der Restlaufzeit einen inneren Wert aufbauen konnte. Folglich bezahlt man diese Chance in gewisser Weise mit; die Optionen sind teurer als Basiswerte, die kaum schwanken und sehr vorhersehbar sind. Wie bereits erwähnt, müssen wir tatsächlich zwischen historischer Volatilität und impliziter Volatilität unterscheiden. Beispielsweise war Tesla noch lange vor der Serienreife eine beliebte Option für Stillhalter, weil die Schwankung in der Vergangenheit sehr hoch war und ein Spielball von Äußerungen von Elon Musk. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man erhielt höhere Prämien dafür, dass man das Risiko auf sich genommen hat, diese Schwankung auszuhalten. Vor Quartalszahlen oder ähnlichen Events nahm dann auch die implizite Volatilität zu, sodass der Zeitwert noch weiter akkumuliert wurde, um der zukünftig zu erwartenden Schwankungsbreite Rechnung zu tragen. Aus der jüngsten Vergangenheit lässt sich dies am ehesten mit Optionen von Nvidia oder Palantir vergleichen. Wenn auch nur eingeschränkt, da diese immer Produkte am Markt hatten. Bei Tesla war es Ende der 2010er-Jahre tatsächlich reine Hoffnung auf den Durchbruch mit noch nicht existenten Serienprodukten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Grundsätzlich gilt aber die Maßgabe, dass je weiter aus dem Geld eine Option ist, desto weniger Zeitwert sie hat. Auch das ist eine logische Konsequenz selbst für hochvolatile Basiswerte. Denn auch viel Schwankung führt beispielsweise nicht unbedingt zu einer Bewegung von ±50%.<br>Diese Wissenstiefe wird auch der Absprungspunkt für den nächsten Grundlagenartikel über die Griechen sein, die den Zeitwert und insbesondere die Erosion des Zeitwertes über die Laufzeit messbar machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">OTM / ATM / ITM &#8211; Preiszusammensetzung im Vergleich</h2>



<p class="kt-adv-heading414_04c2ca-0d wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading414_04c2ca-0d">Wie weit im oder aus dem Geld ist eine Option. Das ist gar keine so schwere Frage. Diese bezieht sich aber immer ausdrücklich auf den jeweiligen Basispreis und darauf, ob es um den Call oder den Put geht.<br>Nehmen wir den Kurs einer beliebigen Aktie oder eines Futures als Konstante. Dieser sei 100€. Zur Veranschaulichung des Konzeptes der Moneyness nehmen wir 3 Basispreise hinzu – 92€, 100€ sowie 108€. Da wir Calls und Puts betrachten, sind es somit genau 6 verschiedene Optionen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Calls</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Wir rekapitulieren nochmals. Der Aktienkurs beträgt konstant 100€. Betrachten wir zunächst den 92-€-Call. Dieser weist einen inneren Wert von 8€ auf, berechnet aus dem Kurs des Basispreises und dem Strikepreis. Wie wir bereits gelernt haben, bedeutet innerer Wert direkt ITM. Führen wir die gleiche Berechnung für den 100-Euro-Strike-Preis durch, ergibt sich mathematisch ein innerer Wert von 0€. Dies würde die Berechnung aber auch für den 108-€-Call annehmen, da der innere Wert niemals negativ sein kann. Allerdings ist der 100-€-Call at the money. Dieser Strike ist der direkt nächste, der in das Geld laufen könnte. Als Faustformel lässt sich sagen, dass die nächsten 2-3 Strikepreise als ATM definiert werden können, sofern wir hierbei von weniger als 5% Aufpreis sprechen. Um im Beispiel zu bleiben, die genannten 100€ sowie 101€ und 102€. Sollte die Optionsserie im nächsten Strike bereits 105€ aufweisen, kann man durchaus streiten, ob diese noch ATM ist. Sicher ist jedoch, dass der 108-€-Strike, wie bereits besprochen, keinen inneren Wert und somit nur Zeitwert aufweist. Somit ist dieser out-the-money.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Puts</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Für die Puts ist die Sachlage spiegelbildlich zu sehen. Wir haben weiterhin die Aktie mit einem Wert von 100€. Aber die Berechnung des inneren Wertes ist nicht mehr Kurs des Basiswertes – Strikepreis, sondern Strikepreis – Kurs des Basiswertes. In der Folge weist der 108€ Strikepreis einen inneren Wert von 8€ auf. Auf der anderen Seite besteht der 92-€-Put lediglich Zeitwert auf und ist OTM. Gleiches gilt selbstverständlich auch für den 100-Euro-Put. Auch dieser hat bislang nur Zeitwert, aber eine Bewegung von einem Cent in Richtung 99,99€ führt zum Aufbau von innerem Wert.<br><br>Diese Logik soll der nachstehende interaktive Chart sinnbildlich zeigen.</p>



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  .ow-konstante strong { color: #333; font-weight: 700; }
  .ow-tabs { display: flex; gap: 0; margin-bottom: 16px; border: 1px solid #e8d9a8; border-radius: 8px; overflow: hidden; max-width: 300px; }
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  .ow-card.itm { background: #f5f5f5; }
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  .ow-card-strike { font-size: 15px; font-weight: 700; color: #333; margin-bottom: 2px; }
  .ow-card-sub { font-size: 10px; font-weight: 600; letter-spacing: 0.05em; text-transform: uppercase; margin-bottom: 10px; }
  .ow-card-row { display: flex; justify-content: space-between; font-size: 11px; color: #666; margin-bottom: 4px; }
  .ow-card-row span:last-child { font-weight: 700; color: #333; }
  .ow-badge { display: inline-block; font-size: 10px; font-weight: 700; letter-spacing: 0.06em; text-transform: uppercase; padding: 2px 8px; border-radius: 10px; margin-bottom: 10px; }
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  .ow-legend-item { display: flex; align-items: center; gap: 8px; font-size: 12px; color: #555; font-weight: 600; }
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  .ow-annotation { margin-top: 16px; background: #fdf3d0; border-left: 3px solid #C9A050; padding: 10px 16px; border-radius: 0 6px 6px 0; font-size: 12px; color: #555; max-width: 620px; }
  .ow-annotation strong { color: #C9A050; }
</style>

<div class="ow-wrap">
  <p class="ow-label">Preiszusammensetzung nach Strike</p>

  <div class="ow-konstante">
    <span>Basiswert (konstant):</span>
    <strong>Kurs = 100 €</strong>
  </div>

  <div class="ow-tabs">
    <button class="ow-tab active" id="tab-call" onclick="switchTab('call')">Call</button>
    <button class="ow-tab" id="tab-put" onclick="switchTab('put')">Put</button>
  </div>

  <div class="ow-cards" id="cards"></div>

  <div class="ow-legend-row">
    <span class="ow-legend-item"><span class="ow-legend-dot" style="background:#444"></span>Innerer Wert</span>
    <span class="ow-legend-item"><span class="ow-legend-dot" style="background:#C9A050"></span>Zeitwert</span>
  </div>

  <div style="position:relative;width:100%;height:220px;max-width:620px;">
    <canvas id="moneynessChart" role="img" aria-label="Gestapeltes Balkendiagramm: Innerer Wert und Zeitwert bei Strike 92, 100 und 108, Kurs konstant 100 Euro"></canvas>
  </div>

  <div class="ow-annotation" id="annotation"></div>

  <p style="font-size:11px;color:#bbb;margin-top:14px;max-width:620px;">Beispielwerte zur Illustration · OptionsWerk · optionswerk.de</p>
</div>

<script src="https://cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/Chart.js/4.4.1/chart.umd.js"></script>
<script>
const strikes = [92, 100, 108];
const labels = ['Strike 92 €', 'Strike 100 €', 'Strike 108 €'];

const data = {
  call: {
    moneyness: ['itm','atm','otm'],
    badges:    ['ITM','ATM','OTM'],
    titles:    ['Im Geld','Am Geld','Aus dem Geld'],
    inner:     [8,0,0],
    zeit:      [5,8,4],
    gesamt:    [13,8,4],
    annotation: '<strong>Call:</strong> Strike 92 liegt unter dem Kurs → im Geld, innerer Wert vorhanden. Strike 100 = am Geld, nur Zeitwert. Strike 108 liegt über dem Kurs → aus dem Geld, nur Zeitwert.'
  },
  put: {
    moneyness: ['otm','atm','itm'],
    badges:    ['OTM','ATM','ITM'],
    titles:    ['Aus dem Geld','Am Geld','Im Geld'],
    inner:     [0,0,8],
    zeit:      [4,8,5],
    gesamt:    [4,8,13],
    annotation: '<strong>Put:</strong> Strike 92 liegt unter dem Kurs → aus dem Geld, nur Zeitwert. Strike 100 = am Geld. Strike 108 liegt über dem Kurs → im Geld, innerer Wert vorhanden.'
  }
};

let chart = null;

function subColor(m) {
  return m === 'atm' ? '#a07828' : m === 'itm' ? '#888' : '#999';
}

function renderCards(tab) {
  const d = data[tab];
  document.getElementById('cards').innerHTML = [0,1,2].map(i => `
    <div class="ow-card ${d.moneyness[i]}">
      <span class="ow-badge ${d.moneyness[i]}">${d.badges[i]}</span>
      <div class="ow-card-strike">Strike ${strikes[i]} €</div>
      <div class="ow-card-sub" style="color:${subColor(d.moneyness[i])}">Kurs 100 € · ${d.titles[i]}</div>
      <div class="ow-card-row"><span>Optionspreis</span><span>${d.gesamt[i]} €</span></div>
      <div class="ow-card-row"><span>Innerer Wert</span><span>${d.inner[i]} €</span></div>
      <div class="ow-card-row"><span>Zeitwert</span><span>${d.zeit[i]} €</span></div>
    </div>
  `).join('');
  document.getElementById('annotation').innerHTML = d.annotation;
}

function renderChart(tab) {
  const d = data[tab];
  if (chart) chart.destroy();
  chart = new Chart(document.getElementById('moneynessChart'), {
    type: 'bar',
    data: {
      labels,
      datasets: [
        { label: 'Innerer Wert', data: d.inner, backgroundColor: '#444', borderRadius: 0, stack: 'preis' },
        { label: 'Zeitwert', data: d.zeit, backgroundColor: '#C9A050', borderRadius: 4, stack: 'preis' }
      ]
    },
    options: {
      responsive: true,
      maintainAspectRatio: false,
      plugins: {
        legend: { display: false },
        tooltip: { callbacks: { label: ctx => ` ${ctx.dataset.label}: ${ctx.parsed.y} €` } }
      },
      scales: {
        x: { stacked: true, grid: { display: false }, ticks: { font: { family: 'Montserrat', size: 11 }, color: '#999' } },
        y: { stacked: true, min: 0, max: 16, grid: { color: 'rgba(0,0,0,0.05)' }, ticks: { font: { family: 'Montserrat', size: 11 }, color: '#999', callback: v => v + ' €', stepSize: 4 } }
      }
    }
  });
}

function switchTab(tab) {
  document.getElementById('tab-call').classList.toggle('active', tab === 'call');
  document.getElementById('tab-put').classList.toggle('active', tab === 'put');
  renderCards(tab);
  renderChart(tab);
}

switchTab('call');
</script>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Implizite vs. historische Volatilität</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dir ist die Volatilität sicherlich schon über den Weg gelaufen. Und sei es nur in einem Wertpapierprospekt eines ETFs, den du dir zur Altersvorsorge angeschaut hast. Aber worum handelt es sich dabei genau und was sagt die Kennzahl aus? Zunächst einmal sagt die Kennzahl aus, um welchen prozentualen Wert ein Basiswert geschwankt ist. Nichts anderes ist die Volatilität – und zwar die historische. Die Kennzahl bezieht sich auf einen zurückliegenden, abgegrenzten Zeitraum, zum Beispiel ein Jahr. Somit drückt eine historische Volatilität (1 Jahr) von 25% aus, dass dieses Wertpapier im Wert um 25% schwankt. Dabei spielt die Richtung der Bewegung keine Rolle. Es könnte genauso gut sein, dass die Aktie, im unwahrscheinlichen Fall zwar, ausschließlich gestiegen ist, bis sie 25% Wertzuwachs erreicht hat. Kommen wir zum Wertpapierprospekt zurück. Dort ist häufig im Kleingedruckten zu finden, dass vergangene Renditen nicht in die Zukunft garantiert werden können. Gleiches gilt selbstverständlich auch für die Volatilität. Die Vergangenheit ist kein Gradmesser für die Zukunft – ein Wertpapier kann selbstverständlich weniger schwanken, aber auch dramatisch mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier kommt die implizite Volatilität ins Spiel. Sie versucht die zu erwartende Schwankungsbreite in Zukunft mathematisch auszudrücken. Die Aussage der Kennzahl ist identisch mit der historischen Volatilität. Das heißt, sie ist auch prozentual auf den Basiswert normiert und bezieht sich auf einen vorab festgelegten Zeitpunkt. Historisch hohe Volatilität ist eine Vorwegnahme hoher impliziter Volatilität. Auch Einzelevents treiben die implizite Volatilität an. Bei Aktien insbesondere Quartalszahlen oder die Veröffentlichung von Jahresabschlüssen oder auch Ad-hoc Reports. Bei Futures können diese Ernteberichte oder Extremwetter sein, wenn wir an Weizen oder andere Agrarfutures denken. Die Unsicherheit führt zu einem Anstieg der impliziten Volatilität. Steigt die Gewissheit immer weiter an, erodiert die implizite Volatilität, da die Überraschung immer mehr fehlt.</p>



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<div class="ow-chart-wrap">
  <p class="ow-chart-label">Implizite vs. Historische Volatilität</p>

  <div class="ow-legend-row">
    <span class="ow-legend-item">
      <span class="ow-legend-line" style="background:#C9A050;"></span>
      Implizite Volatilität (IV)
    </span>
    <span class="ow-legend-item">
      <span class="ow-legend-line" style="background:#333; border-top: 2px dashed #333; height: 0;"></span>
      Historische Volatilität (HV)
    </span>
  </div>

  <div style="position:relative; width:100%; height:280px; max-width:620px;">
    <canvas id="ivhvChart" role="img" aria-label="Liniendiagramm: Implizite Volatilität liegt über 12 Monate hinweg systematisch über der realisierten historischen Volatilität.">IV liegt durchgehend über HV, was dem Stillhalter einen statistischen Vorteil bietet.</canvas>
  </div>

  <div class="ow-annotation">
    <strong>Der Stillhalter-Vorteil:</strong> IV überschätzt die tatsächliche Bewegung fast immer – der Verkäufer einer Option verdient systematisch an dieser Differenz.
  </div>

  <p style="font-size:11px; color:#bbb; margin-top:14px; max-width:620px;">Konzeptionelle Darstellung · OptionsWerk · optionswerk.de</p>
</div>

<script>
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<p class="kt-adv-heading414_394791-45 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading414_394791-45">Disclaimer: Die Darstellung stellt keine Konstante dar, sondern dient der sinnbildlichen Veranschaulichung des Volatilitätskonzeptes und ist je nach Basiswert und Betrachtungszeitpunkt unterschiedlich</p>



<p class="kt-adv-heading414_47a15d-af wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading414_47a15d-af">Du erinnerst dich an den wesentlichen Vorteil im Artikel<a href="https://optionswerk.de/grundlagen/optionsscheine-vs-optionen-unterschied/"> &#8222;<em>Optionsscheine vs. Optionen</em></a><em>&#8222;</em>. Richtig, der Stillhalter ist wie eine Versicherung. Das soll das obenstehende Schaubild exakt verdeutlichen. Derjenige, der Optionen shortet, erzielt strukturell Mehreinnahmen in der Summe aller seiner Trades. Die implizite Volatilität ist strukturell höher als die realisierte, also historische. Beachte aber auch hier. Die Versicherung muss bei dem einen oder anderen Haus die Versicherungssumme leisten. Aber in der Regel nicht für das gesamte Wohngebiet. Es ist also eine Frage des Risikomanagements, einen persönlichen Vorteil aus dieser Struktur zu ziehen, und es ist kein Get-Rich-Quick-Schema.</p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column414_fea1b6-ea"><div class="kt-inside-inner-col">
<h2 class="wp-block-heading">FAQ</h2>


<div id="rank-math-faq" class="rank-math-block">
<div class="rank-math-list ">
<div id="faq-question-1782934783748" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Woraus besteht der Wert einer Option?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Der Optionspreis besteht immer aus zwei Komponenten &#8211; dem Zeitwert und dem inneren Wert. Wenn die Option nicht im Geld ist, ist der innere Wert gleich null – der Zeitwert ist in dem Falle aber größer als null.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1782934960191" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Wie berechnet sich der innere Wert?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Der innere Wert ist bei einer Call-Option der Aktienkurs abzüglich Basispreis, im Falle einer Put-Option ist es Basispreis abzüglich Basispreis. Der Wert wird niemals negativ und ist minimal null-</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1782935100347" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Was macht den Zeitwert aus?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Der Zeitwert ist kein monetärer Betrag, der sich analog zum inneren Wert berechnen lässt. Er wird durch die implizite Volatilität, das Zinsniveau und den grundsätzlichen Erwartungswert definiert, ob die Option am Ende der Laufzeit im Geld sein könnte oder nicht.</p>

</div>
</div>
</div>
</div></div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast nun gelernt, praktisch den Optionspreis zu berechnen. Du kannst erkennen, ob bestimmte Laufzeiten oder einzelne Strikes im Verhältnis günstig oder teuer sind. Das hilft dir einerseits, den Kauf teurer Optionen zu vermeiden und stattdessen den Fakt auszunutzen, um diese Option dann zu verkaufen.<br>Diese visuelle Betrachtungsweise wird mit den sogenannten Griechen noch weiter objektiviert und schematisiert. Gemeinsam wird es dir ermöglichen, die Optionen korrekt zu bewerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun weißt du, dass sich der Optionspreis grundsätzlich immer aus der Summe von Zeitwert und innerem Wert berechnet. Allerdings müssen Optionen nicht zwingend einen inneren Wert aufweisen. Dies ist nur der Fall, wenn diese in the money sind. Der Zeitwert ist aber immer gegeben und reflektiert das Prinzip Hoffnung. Je größer die Hoffnung auf einen profitablen Ausgang des Trades, desto höher ist der Preis. Je länger die Restlaufzeit, desto teurer die Option. Und zu guter Letzt, je dichter die Option am Geld ist, desto höher ist auch der Zeitwert verglichen mit den Optionen weiter aus dem Geld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem sind dir das Prinzip und der strukturelle Vorteil des Stillhalters geläufig. Optionen sind strukturell teurer, da die implizite Volatilität höher ist als die tatsächlich realisierte. Und mit dem richtigen Risikomanagement bist du langfristig auf der Gewinnerstraße. Und diese wollen wir gemeinsam einschlagen.<br>Dazu wollen wir uns im nächsten Artikel dem Covered Call widmen und darauffolgend die Optionspreisberechnung mit den Griechen vertiefen und objektivieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls du schon zu traden begonnen hast oder kurz davorstehst, den ersten Trade abzuschließen, möchte ich dich noch auf mein Trade Journal aufmerksam machen. Damit kannst du einfach alle deine Trades erfassen, ohne selbst in Excel oder dergleichen etwas anlegen zu müssen:</p>



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</div>



   <div style="border-top:1px solid #C9A050; margin-top:40px; padding-top:20px; display:flex; gap:16px; align-items:flex-start;">
     <picture decoding="async" style="width:64px; height:64px; border-radius:50%; object-fit:cover; flex-shrink:0;">
<source type="image/webp" srcset="https://optionswerk.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG-20250227-WA0007-Kopie-scaled.jpg.webp"/>
<img decoding="async" src="https://optionswerk.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG-20250227-WA0007-Kopie-scaled.jpg" alt="Torben von OptionsWerk"/>
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     <div>
       <strong style="color:#333333;">Über Torben</strong><br>
       <span style="color:#333333; font-size:14px;">
         Gelernter Bankkaufmann, geprüfter Bankfachwirt (IHK) und seit 2018 aktiver Optionshändler.
         Torben teilt auf OptionsWerk seine Strategien, Trades und Learnings – ohne Kurs, ohne Paywall.
       </span><br>
       <a href="https://optionswerk.de/ueber-mich/" style="color:#C9A050;">Mehr über mich →</a>
     </div>
   </div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://optionswerk.de/grundlagen/optionspreis-berechnen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist eine Option?</title>
		<link>https://optionswerk.de/grundlagen/was-ist-eine-option/</link>
					<comments>https://optionswerk.de/grundlagen/was-ist-eine-option/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Torben von OptionsWerk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 14:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://optionswerk.de/?p=392</guid>

					<description><![CDATA[Zu Beginn meiner Lernhistorie zum Optionstrading erinnere ich mich an einen Moment aus dem Videokurs von tastytrade. Tom Sosnoff brachte darin seiner Tochter den Optionshandel ohne Vorkenntnisse bei. Im Laufe der Lernkurve ging es darum, die erste Option zu handeln. Dies war dann ein Short Put auf eine beliebige Aktie. Warum ein Short Put –...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn meiner Lernhistorie zum Optionstrading erinnere ich mich an einen Moment aus dem Videokurs von tastytrade. Tom Sosnoff brachte darin seiner Tochter den Optionshandel ohne Vorkenntnisse bei. Im Laufe der Lernkurve ging es darum, die erste Option zu handeln. Dies war dann ein Short Put auf eine beliebige Aktie. Warum ein Short Put – weil es zu Beginn leicht im Handling ist, was Risiko und Flexibilität angeht. Und an diesem Punkt hatte Sosnoff mich. Er kann niemals mit dieser Aussage Recht haben, dachte ich – viel zu risikoreich. Was, wenn die Aktie einfach fällt? Und nach und nach bin ich zu seiner Aussage gekommen. Der Short Put ist nichts anderes als eine Aktie mit begrenztem Aufwärtspotenzial. Und eine Aktie würde ich nun nicht als besonders riskant bewerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und damit du diese gedanklichen Fallstricke direkt ausschließen kannst, sind dieser Artikel sowie der kommende Artikel gedacht. Dieser spezielle Artikel widmet sich den Rahmenbedingungen der Option selbst und der Artikel „Was ist eine Option wert?“ beleuchtet das Optionspricing und wie es sich zusammensetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Call &amp; Put &#8211; die zwei Grundbausteine</h2>



<p class="kt-adv-heading392_75e882-8d wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading392_75e882-8d">Um die Optionen in ihrer Gesamtheit vollständig zu durchdringen, muss man verstehen, dass es zwei Klassen von Optionen gibt. Calls und Puts. Die beiden Klassen kann man sich wie 2 Aktien vorstellen, die in ihrer Art und Weise Zwillinge sind. Allerdings profitiert der eine vom Verlust des anderen und umgekehrt.</p>


<div class="kb-row-layout-wrap kb-row-layout-id392_efd747-b3 alignnone wp-block-kadence-rowlayout"><div class="kt-row-column-wrap kt-has-2-columns kt-row-layout-equal kt-tab-layout-inherit kt-mobile-layout-row kt-row-valign-top">

<div class="wp-block-kadence-column kadence-column392_5ea325-8c"><div class="kt-inside-inner-col">
<h3 class="wp-block-heading">Der Call</h3>



<p class="kt-adv-heading392_716402-2e wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading392_716402-2e">Ein Call bezeichnet eine Kaufoption. Sie räumt somit das Recht ein, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Dieses Recht wird nur dem Käufer der Kaufoption eingeräumt. Der Verkäufer der Kaufoption muss dem Käufer diesen Basiswert zum vereinbarten Preis verschaffen, sofern dies verlangt wird. Er hat die Pflicht.&nbsp; Der Käufer entrichtet die Prämie, also den Optionspreis, und der Verkäufer erhält diese.<br>Warum kauft man eine solche Kaufoption? Grundsätzlich profitiert der Käufer von steigenden Kursen oberhalb des vereinbarten Kaufpreises. Man erhält den Basiswert dann günstiger als direkt über die Börse. Bleiben wir bei Aktien: Motive können langfristiger Aufbau von Stimmrechten oder einfach kostengünstige Partizipation am Basiswert sein. Hier kann der aktuelle Fall der Commerzbank und Unicredit genannt werden. Mittels Optionen wurden Preise gesichert, um Aktienpakete übernehmen zu können, auch wenn der Preis in Zukunft steigt.</p>
</div></div>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column392_13e4e8-10"><div class="kt-inside-inner-col">
<h3 class="wp-block-heading">Der Put</h3>



<p class="kt-adv-heading392_84d2f2-b3 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading392_84d2f2-b3">Als Put wird eine Verkaufsoption bezeichnet. Sie räumt dem Käufer der Verkaufsoption das Recht ein, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Der Verkäufer spekuliert auf sinkende Kurse, da er dem Stillhalter des Puts den Basiswert verkaufen könnte, wenn dieser an der Börse weniger wert ist. Dafür zahlt der Käufer die Optionsprämie. Der Stillhalter erhält diese.<br>Die Beweggründe zum Kauf einer Verkaufsoption sind einfacher. Bezogen auf den Aktienmarkt liegt hier ein klarer Absicherungsgedanke vor. Wenn wir an Versicherungen, Fondsgesellschaften und Stiftungen denken, soll verhindert werden, dass das Anlagevermögen bei Kursrückgängen wesentlich sinkt. Und durch Verkaufsoptionen lässt sich dies bewerkstelligen. Der Wert des Portfolios sinkt nur bis zum vereinbarten Basispreis.<br><br></p>
</div></div>

</div></div>


<p class="kt-adv-heading392_4f6c4d-87 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading392_4f6c4d-87">Zur plastischeren Darstellung nutze ich reale Beispiele aus dem aktuellen Marktgeschehen. Dies dient als roter Faden, um alle wichtigen Punkte dieses und des nächsten Artikels zu beleuchten. Die genutzten Kurse beziehen sich auf Schlusskurse des 10.04.2026.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Basiswert Apple Inc. (Ticker Symbol AAPL)</h3>



<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
<head>
<meta charset="UTF-8">
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</style>
</head>
<body>

<div class="data-table">
  <div class="data-table-header">
    <span class="data-table-title">Apple Inc. (AAPL) – Beispielposition</span>
    <span class="data-table-date">Schlusskurs 10.06.2026</span>
  </div>
  <div class="data-row">
    <span class="data-label">Kurs</span>
    <span class="data-val data-val-neutral">260,85 $</span>
  </div>
  <div class="data-row">
    <span class="data-label">Strike</span>
    <span class="data-val data-val-neutral">255,00 $</span>
  </div>
  <div class="data-row">
    <span class="data-label">Laufzeit</span>
    <span class="data-val data-val-neutral">18.06.2026</span>
  </div>
  <div class="data-row">
    <span class="data-label">Preis Call</span>
    <span class="data-val data-val-call">16,00 $</span>
  </div>
  <div class="data-row">
    <span class="data-label">Preis Put</span>
    <span class="data-val data-val-put">9,23 $</span>
  </div>
</div>

</body>
</html>



<p class="kt-adv-heading392_a3200a-bc wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading392_a3200a-bc">In vorhergehenden Artikeln hatte ich ja bereits die Flexibilität von Optionen beleuchtet. So lassen sich mittels Calls und Puts dieselben Auszahlungsdiagramme aufsetzen. Die Chancen und Risiken sind identisch, nur die Optionen sind andere. Auf diese Spezifika werde ich in Strategie 101s in Zukunft vertieft eingehen.</p>



<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
<head>
<meta charset="UTF-8">
<style>
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<div class="axis-label-row">
  <span class="axis-label">Käufer</span>
  <span class="axis-label">Stillhalter</span>
</div>

<div class="grid">

  <!-- Long Call – oben links -->
  <div class="card bull">
    <div class="card-header">
      <span class="card-title">Long Call</span>
      <span class="badge badge-kaeufer">Käufer</span>
    </div>
    <div class="card-sub">↑ Bullisch</div>
    <div class="card-desc">Du kaufst das Recht auf Kauf. Du zahlst die Prämie und erhältst das Recht, den Basiswert zum Strike zu kaufen – ohne Verpflichtung.</div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Gewinn</span><span class="card-val">Unbegrenzt</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Verlust</span><span class="card-val">Prämie</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Prämie</span><span class="card-val praemie-zahlen">Zahlen</span></div>
  </div>

  <!-- Short Call – oben rechts -->
  <div class="card bull">
    <div class="card-header">
      <span class="card-title">Short Call</span>
      <span class="badge badge-stillhalter">Stillhalter</span>
    </div>
    <div class="card-sub">↓ Neutral bis bärisch</div>
    <div class="card-desc">Du verkaufst das Recht auf Kauf. Du kassierst die Prämie und gehst die Verpflichtung ein, den Basiswert zum Strike zu liefern – falls der Käufer es verlangt.</div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Gewinn</span><span class="card-val">Prämie</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Verlust</span><span class="card-val">Unbegrenzt</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Prämie</span><span class="card-val praemie-kassieren">Kassieren</span></div>
  </div>

  <!-- Long Put – unten links -->
  <div class="card bear">
    <div class="card-header">
      <span class="card-title">Long Put</span>
      <span class="badge badge-kaeufer">Käufer</span>
    </div>
    <div class="card-sub">↓ Bärisch</div>
    <div class="card-desc">Du kaufst das Recht auf Verkauf. Du zahlst die Prämie und erhältst das Recht, den Basiswert zum Strike zu verkaufen – ohne Verpflichtung.</div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Gewinn</span><span class="card-val">Basiswert bis 0</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Verlust</span><span class="card-val">Prämie</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Prämie</span><span class="card-val praemie-zahlen">Zahlen</span></div>
  </div>

  <!-- Short Put – unten rechts -->
  <div class="card bear">
    <div class="card-header">
      <span class="card-title">Short Put</span>
      <span class="badge badge-stillhalter">Stillhalter</span>
    </div>
    <div class="card-sub">↑ Neutral bis bullisch</div>
    <div class="card-desc">Du verkaufst das Recht auf Verkauf. Du kassierst die Prämie und gehst die Verpflichtung ein, den Basiswert zum Strike abzunehmen – falls der Käufer es verlangt.</div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Gewinn</span><span class="card-val">Prämie</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Verlust</span><span class="card-val">Basiswert bis 0</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Prämie</span><span class="card-val praemie-kassieren">Kassieren</span></div>
  </div>

</div>

<div class="axis-label-row">
  <span class="axis-label">Käufer</span>
  <span class="axis-label">Stillhalter</span>
</div>

</body>
</html>



<p class="wp-block-paragraph">Der Strike oder auf Deutsch Basispreis ist ein wesentlicher Bestandteil einer jeden Option. Anders als bei Aktien kaufe ich nicht zum einen Kurs zu einer bestimmten Zeit. Sondern eine bestimmte Option zu einem bestimmten Basispreis. Im vorgenannten Beispiel mit Apple haben wir einen Strike von 255$ verwendet. Gleichermaßen gibt es aber auch viel mehr Strikes. 200$ oder auch 280$. Bei Aktienoptionen sind die Abstände mindestens ganzzahlig, je 1$ Abstand. Je teurer Aktien werden, desto größer können Abstände werden. Über 2,5$, 5$ hin zu 10$ sind gebräuchlich. Bei Future-Optionen hat jede Assetklasse andere Mindeststrikeabstände. Zum Beispiel Erdöl andere als Mais.</p>


<div class="kb-row-layout-wrap kb-row-layout-id392_53bb01-1a alignnone wp-block-kadence-rowlayout"><div class="kt-row-column-wrap kt-has-2-columns kt-row-layout-left-golden kt-tab-layout-inherit kt-mobile-layout-row kt-row-valign-top">

<div class="wp-block-kadence-column kadence-column392_4f3a23-ce"><div class="kt-inside-inner-col">
<p class="wp-block-paragraph">Die Auswahl des Strikes ist ein wesentlicher Bestandteil beim Handel von Optionen. Sie bestimmt direkt den Preis einer Option und implizit, wie wahrscheinlich sie bei Laufzeitende noch einen Wert hat oder nicht. Und hier kommt es auf die Perspektive an. Der Käufer einer Option muss die Optionsprämie zahlen. Dieser hat Interesse daran, dass die Option bei Laufzeitende in the money ist. Nur so erhält er mindestens einen Teil seines Invests zurück. Ist sie out of the money, verliert er sein Invest vollständig. Und das ist exakt das Interesse des Verkäufers, des Stillhalters. Mit dem wertlosen Verfall erzielt er seinen Profit. Grundsätzlich hat jeder Strike vier Preise. Jeweils einen Kauf- und Verkaufskurs pro Call und Put. Das verdeutlicht das nachfolgende Beispiel einer sogenannten Optionskette.</p>
</div></div>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column392_f1b899-34"><div class="kt-inside-inner-col">
<div class="wp-block-kadence-infobox kt-info-box392_906df7-b8"><span class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center"><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-container kt-info-icon-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-inner-container"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-fe_alertCircle kt-info-svg-icon"><svg viewBox="0 0 24 24"  fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><circle cx="12" cy="12" r="10"/><line x1="12" y1="8" x2="12" y2="12"/><line x1="12" y1="16" x2="12" y2="16"/></svg></span></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Exkurs: Moneyness</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">Optionen definieren sich immer daran, ob und wie weit sie im Geld sind. Zu unterscheiden sind die Begriffe out-of-the-money (OTM), at-the-money (ATM) und (deep-)in-the-money (ITM). ITM ist eine Option, wenn der Kurs des Basiswerts größer ist als der Strike (Call-Option) oder darunter liegt (Put-Option). Nur Optionen, die zum Laufzeitende ITM werden, werden nicht wertlos abgerechnet. Eine tiefergehende Analyse findet in „Was ist eine Option wert?“ statt.</p></div></span></div>
</div></div>

</div></div>


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<p class="kt-adv-heading392_8adaed-6d wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading392_8adaed-6d">Quelle: <a href="https://www.barchart.com/stocks/quotes/AAPL/options?expiration=2026-06-18-m&amp;moneyness=5&amp;view=sbs" data-type="link" data-id="https://www.barchart.com/stocks/quotes/AAPL/options?expiration=2026-06-18-m&amp;moneyness=5&amp;view=sbs" target="_blank" rel="noopener">Barchart.com</a>, Stand 11.04.2026<br>Optionskette der Apple Inc. für die Laufzeit 18.06.2026 mit ATM-Optionen<br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Verfall</h2>



<p class="kt-adv-heading392_8703be-78 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading392_8703be-78">Das Thema Laufzeit einer Option habe ich immer wieder fallen lassen. Jetzt ist der Moment gekommen, hier tiefer einzusteigen. Optionen haben bei ihrem Börsenlisting ein fixes Ablaufdatum – ohne Verlängerung oder Abkürzung, wie bei einem Knock-Out-Zertifikat.</p>


<div class="kb-row-layout-wrap kb-row-layout-id392_47e206-7c alignnone wp-block-kadence-rowlayout"><div class="kt-row-column-wrap kt-has-2-columns kt-row-layout-right-golden kt-tab-layout-inherit kt-mobile-layout-row kt-row-valign-top">

<div class="wp-block-kadence-column kadence-column392_29ec11-56"><div class="kt-inside-inner-col">
<div class="wp-block-kadence-infobox kt-info-box392_2d10f9-8e"><span class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center"><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-container kt-info-icon-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-inner-container"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-fe_alertCircle kt-info-svg-icon"><svg viewBox="0 0 24 24"  fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><circle cx="12" cy="12" r="10"/><line x1="12" y1="8" x2="12" y2="12"/><line x1="12" y1="16" x2="12" y2="16"/></svg></span></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Optionen europäischer oder amerikanischer Art</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">Die genannte Apple-Option ist amerikanischer Art. Diejenigen, die Put oder Call gekauft haben, können sie jederzeit während der Laufzeit ausüben. Selbst wenn diese nicht im Geld ist, auch wenn es möglicherweise nicht wirtschaftlich wäre. Aber das Recht bestünde. Demgegenüber stehen Optionen europäischer Art. Diese werden nur zum Verfall abgerechnet. Im Geld ist sie wert, und der Broker übt das Recht aus, ansonsten verfällt diese. Europäisch bezieht sich hier auch nicht auf die Region, wo Optionen gehandelt werden, sondern ist eine historische Referenz. Aktienoptionen, egal ob von europäischen oder amerikanischen Unternehmen, sind amerikanischer Art. Indexoptionen hingegen werden nach europäischer Art gehandelt.</p></div></span></div>
</div></div>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column392_2e4148-9a"><div class="kt-inside-inner-col">
<p class="wp-block-paragraph">Die Apple-Optionsserie, die wir weiter oben verwendet haben, wird zum Börsenschlusskurs des 18.06.2026 final abgerechnet. Die Käufer eines Calls oder Puts haben bis zu dem Zeitpunkt die Möglichkeit, ihr Recht an der Option, also Kauf oder Verkauf, ausüben zu können. Sofern ihre Option am Tag der Abrechnung sich im Geld befindet, wird diese vom jeweiligen Broker automatisch ausgeübt. Andernfalls ist sie wertlos und wird ausgebucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und welche Laufzeiten gibt es? Das hängt vom jeweiligen Basiswert ab und davon, wie viel Liquidität im Markt ist. Exotische Futuremärkte können Verfallstage einmal pro Quartal haben – meist am dritten Freitag des Monats. Steigt die Liquidität, werden mehr Verfallsserien von den Börsen gelistet.&nbsp; Apple ist einer der liquidesten Titel, die es im Bereich Optionen gibt. Hier gibt es auch monatliche, wöchentliche sowie tägliche Verfallsserien. Das heißt allerdings nicht, dass diese Serien von Beginn an verfügbar sind. Beispielsweise ist es dann üblich, auf Sicht von ein bis zwei Jahren in der Zukunft einen Verfall pro Quartal zu haben, innerhalb des Jahres dann den monatlichen Verfall und im letzten Quartal dann den wöchentlichen. Nach der Logik strukturiert es sich. Und bis auf tägliche Verfallsreihen ist in der Regel der Freitag der letzte Tag der Handelswoche. Falls diese Verfallstage auf Feiertage fallen, entfallen diese komplett. Je näher der Verfallstag rückt, desto weniger Zeitwert enthält eine Option. Ist diese nicht im Geld, wird diese dann annähernd wertlos. Das Thema Optionsbepreisung vertiefen wir im nächsten Artikel noch weiter.</p>
</div></div>

</div></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Prämie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Identisch mit dem Aktienhandel gibt es beim Optionshandel einen Geld- und einen Briefkurs. Der Stillhalter bekommt den niedrigeren Geldkurs und der Käufer zahlt den höheren Briefkurs. In Abhängigkeit von der Liquidität kann es sich dabei um einen Cent handeln oder im schlimmsten Fall um ganze Dollarbeträge. Wie wir es an der Börse gewohnt sind, findet während der Handelssession eine durchgehende Wertfeststellung statt. Das gibt sowohl Käufern als auch Verkäufern die Möglichkeit, ihre Position durch das Eingehen der Gegenposition zu schließen. Wenn wir uns nochmal die Optionskette aus dem Kapitel <em>Der Strike </em>anschauen, sehen wir genau das. Schauen wir uns zur Veranschaulichung nur den 255$-Put an. Der Verkäufer hätte am 10.06.2026 8,95$ erhalten, der Käufer hätte 9,20$ zahlen müssen.<br><br>Und dieser Preis setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Fangen wir mit den logischen Bestandteilen an. Zunächst bestimmt der Preis die Höhe einer Option. Je teurer eine Aktie, ein Index oder ein Future ist, desto höher ist auch der Preis einer Option. Dann spielt auch die Restlaufzeit eine gewichtige Rolle. Je länger diese ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese am Ende werthaltig sein könnte. Folgerichtig ist sie teurer. Kommen wir zur Volatilität. Je höher diese ist, desto mehr schwankt der Basiswert und die Chance, dass die Option in-the-money geht, steigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sofern dich das Thema weiter interessiert, vertiefen wir dies ausführlicher in <a href="https://optionswerk.de/grundlagen/optionspreis-berechnen/" data-type="post" data-id="414">&#8222;Optionspreis berechnen&#8220;</a> sowie in dem künftigen Artikel <a href="https://optionswerk.de/grundlagen/options-griechen-erklaert/" data-type="post" data-id="494">„Die Griechen“</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Kontraktgröße</h2>



<p class="kt-adv-heading392_0b2fb0-5e wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading392_0b2fb0-5e">Wusstest du, dass die Prämie, die wir im vorherigen Kapitel besprochen haben, nicht die sein würde, die du erhältst oder zahlen musst? Das Zauberwort lautet hier Kontraktgröße. Für US-Aktienoptionen beträgt diese standardmäßig 100 Einheiten. Eine Option bezieht sich auf 100 Aktien, die gekauft oder verkauft werden, je nach Optionsart. 100 ist damit der Multiplikator für den Preis. Der Stillhalter erhält also 895$ und der Käufer muss 920$ zahlen.<br>Die 100er-Kontraktgröße ist aber nur für Aktien der Standard. Andere Märkte können auch 100 haben. Oder eben andere Werte. Deshalb ist es besonders wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, wenn man neue Assetklassen handeln möchte.<br><br>Wenn wir uns im Bereich der Futures-Optionen bewegen, ist es einerseits einfach. Jede Futures-Option bezieht sich genau auf einen Future, den man kauft oder verkauft. Die Krux ist hier der Multiplikator, der ähnlich ist wie die 100er-Kontraktgröße bei Aktienoptionen. Viele Futures haben hier unterschiedliche Multiplikatoren und diese werden teilweise in US-Cent oder US-Dollar angegeben.<strong> Es ist unerlässlich, die Spezifikationen des Basiswertes zu überprüfen.</strong></p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column392_552ddf-31"><div class="kt-inside-inner-col">
<h2 class="wp-block-heading">FAQ</h2>


<div id="rank-math-faq" class="rank-math-block">
<div class="rank-math-list ">
<div id="faq-question-1782920170245" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Was ist der Unterschied zwischen einem Call und einem Put?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Der Call steigt im Wert, wenn der zugrunde liegende Basiswert im Preis steigt. Der Put steigt im Wert, wenn der zugrunde liegende Basiswert im Preis fällt.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1782920300824" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Was ist die Standard-Kontaktgröße bei Aktienoptionen?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Optionen auf Aktien haben grundsätzlich eine Kontaktgröße von 100 Aktien.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1782920377603" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Sind alle Optionen an der europäischen Terminbörse Optionen europäischer Art?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Nein, die Unterscheidung nach europäischer und amerikanischer Art bezieht sich auf die Assetklasse. Auch Aktienoptionen auf europäische Aktien wie VW, BASF und Co. sind Optionen amerikanischer Art. Indexoptionen oder auch Futureoptionen sind europäischer Art, egal welcher Herkunft.</p>

</div>
</div>
</div>
</div></div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit &amp; Ausblick</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Artikel haben wir gemeinsam den Grundstein zum Verständnis von Optionen gelegt. Du weißt nun, welche Fallstricke warten können. Die Unterscheidungen zwischen Call und Put sind gesetzt, Rechte und Pflichten sind definiert. Außerdem kennst du Besonderheiten bei den Optionsverfällen und weißt, dass jede Assetklasse eine unterschiedliche Kontraktgröße aufweisen kann oder einen abweichenden Preismultiplikator aufweisen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Wie bereits in den Kapiteln angedeutet, wird sich der kommende Artikel vollständig dem Optionspreis widmen. Ich zeige dir die Unterscheidung zwischen innerem und Zeitwert inklusive der Einordnung zwischen out-of-the-money, at-the-money und in-the-money.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Schreib mir gerne in die Kommentare, ob dieser Artikel dir geholfen hat und welche Beobachtungen du möglicherweise bereits gemacht hast.</p>



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     <div>
       <strong style="color:#333333;">Über Torben</strong><br>
       <span style="color:#333333; font-size:14px;">
         Gelernter Bankkaufmann, geprüfter Bankfachwirt (IHK) und seit 2018 aktiver Optionshändler.
         Torben teilt auf OptionsWerk seine Strategien, Trades und Learnings – ohne Kurs, ohne Paywall.
       </span><br>
       <a href="https://optionswerk.de/ueber-mich/" style="color:#C9A050;">Mehr über mich →</a>
     </div>
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		<title>Warum ich mit dem Optionshandel angefangen habe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torben von OptionsWerk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 07:47:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht fragst du dich, warum ich diesen Artikel schreibe. Es gibt bereits den Über-mich-Artikel hier im Blog. Ganz einfach. Dies ist ein kurzer und knapper Einstieg. Dieser Artikel soll meine Beweggründe detaillierter beleuchten.Seitdem ich mich 2011 mit der Börse beschäftigt habe, war das ein zweigeteilter Prozess. Auf der einen Seite stand das solide Besparen von...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="kt-adv-heading385_0e57a9-46 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading385_0e57a9-46">Vielleicht fragst du dich, warum ich diesen Artikel schreibe. Es gibt bereits den<a href="https://optionswerk.de/ueber-mich/"> </a><em><a href="https://optionswerk.de/ueber-mich/" data-type="page" data-id="75">Über-mich-Artikel </a></em> hier im Blog. Ganz einfach. Dies ist ein kurzer und knapper Einstieg. Dieser Artikel soll meine Beweggründe detaillierter beleuchten.<br>Seitdem ich mich 2011 mit der Börse beschäftigt habe, war das ein zweigeteilter Prozess. Auf der einen Seite stand das solide Besparen von Aktien-ETFs, um Vermögen aufzubauen, was ich auch bis zum heutigen Tag fortgesetzt habe und auch weiter machen werde. Aber diese passive Art zu investieren war nicht das, was die Leidenschaft für die Börse als solche abdecken konnte.<br><br>Somit versuchte ich mich direkt an Aktien und auch Optionsscheinen und Knock-Out-Zertifikaten. Dazu findest du im Artikel<a href="https://optionswerk.de/grundlagen/optionsscheine-vs-optionen-unterschied/"> Optionsscheine vs. Optionen</a> bereits eine kleine Einordnung.<br>Ich habe in der Zeit alles Mögliche gehandelt. Ohne Struktur, was ich gerade mal irgendwo aufgeschnappt habe. Ein neues Buch gelesen – und unreflektiert umgesetzt. Mal hat es geklappt, mal nicht. Die Rendite war also bestenfalls null, aber in jedem Falle nicht konsistent und nicht replizierbar. Das reine Handeln hat zwar in gewisser Weise Spaß gemacht. Man hat sich viel mit der Materie <em>Börse </em>als solche auseinandergesetzt. Aber man möchte dann auch den Payoff erhalten. Ich habe versucht, mich an ein Regelwerk zu halten. Aber dann kam eine neue Webseite mit Tipps oder ein neues Buch. Ich brauchte also etwas Grundlegendes anderes, was aber für mich als solches funktionierte.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>Im besten Fall plus minus null &#8211; aber kein Grund ohne Struktur weiterzuhandeln</p></blockquote></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Optionen – und nicht einfach Aktien?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rückblickend hatten Aktien, Optionsscheine und Knock-Out-Zertifikate zwei entscheidende Nachteile. Einerseits muss ich bei der Auswahl des Titels Recht haben. Die Aktien mussten steigen oder fallen, wenn man Scheine auf fallende Kurse gehandelt hat. Und dann bitte auch so weit, dass ich wenigstens die Gebühren für Kauf und Verkauf reingeholt habe. Je nach Broker bzw. Bank: Der Handel war verglichen mit heute in den frühen 2010er Jahren doch recht teuer. Gerade wenn man erst mit kleineren Summen beginnt.<br>Andererseits muss man auch wissen, wann man die Gewinner ins Trockene holt. Ich muss gestehen, dass mir das immer noch schwerfällt, wenn keine zeitliche Begrenzung vorliegt und eine Aktie noch mal 20 oder 30 Prozent klettern könnte. Wann ist Schluss? Das sind alles Fragen, die ich mir stellen musste. Der Ausstieg im Verlust steht hier sogar noch auf einem ganz anderen Blatt Papier. Von dem Chance-Risiko-Verhältnis habe ich in der Anfangszeit noch nie etwas gehört und Bücher über Positions- und Risikomanagement gehörten damals noch nicht zu meinem Repertoire.Und hier kommen die Optionen ins Spiel. Ich muss hier vorweggreifen, um die Vorteile zu beleuchten, und komme dann darauf zu sprechen, wo sie mir begegnet sind und wie die weiteren Entwicklungsschritte waren.<br><br>Die Fallstricke im direktionalen Handel mit Aktien oder Scheinen konnte ich durch den Optionshandel und im Speziellen durch das Stillhalten von Optionen aus dem Weg gehen. Warum ist das so? Zunächst erhalte ich ja eine fest vorgegebene Prämie beim Verkauf einer Option. 100% Maximalgewinn. Nun kann ich entscheiden, wie viel Prozent ich davon einstreichen möchte. Keine Hoffnung auf zusätzliche Bewegung, die möglicherweise 30% mehr einbringt. Und wann steige ich aus? Ganz einfach – spätestens, wenn die Laufzeit der Option abgelaufen ist. Ich musste mich praktisch nur noch um Risiko- und Positionsmanagement sowie die Auswahl des Basiswertes kümmern. Was sich leichter anhört als es ist. Und nicht mal die Richtung musste genau passen, halbwegs reichte völlig aus. Und irgendwie war das Gefühl, eine Prämie zu erhalten, also bezahlt zu werden, befriedigender als Geld für eine Aktie zu zahlen.</p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column385_62023b-68"><div class="kt-inside-inner-col"><div class="kb-row-layout-wrap kb-row-layout-id385_00af43-50 alignnone wp-block-kadence-rowlayout"><div class="kt-row-column-wrap kt-has-2-columns kt-row-layout-left-golden kt-tab-layout-inherit kt-mobile-layout-row kt-row-valign-top">

<div class="wp-block-kadence-column kadence-column385_91f80b-88"><div class="kt-inside-inner-col">
<p class="kt-adv-heading385_f3b04d-fc wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading385_f3b04d-fc">Dazu kam ich ca. 2015. Genau kann ich den Zeitpunkt nicht mehr festmachen. Ich wusste über einen Arbeitskollegen, dass ein anderer mir indirekt bekannter Arbeitskollege mit Optionen handelte. Und über diesen Weg habe ich von der Lern- und Tradingplattform Dough erfahren. Dies war eine Art Spin-off von TastyTrade aus den USA. Dough verwendet die eigene interaktive Plattform zum Erlernen der Mechaniken und verknüpft dies mit Lernvideos von <a href="https://tastytrade.com/learn/" data-type="link" data-id="https://tastytrade.com/learn/" target="_blank" rel="noopener">TastyTrade</a>.<br>Allerdings habe ich zu der Zeit noch nicht die Vorteile des Stillhaltens erkennen können. Was aber auch daran liegen mag, dass <a href="https://tastytrade.com/learn/" data-type="link" data-id="https://tastytrade.com/learn/" target="_blank" rel="noopener">TastyTrade </a>immer einen sehr mechanischen Handelsstil verfolgt. Demnach stand nicht das Stillhalten als solches im Vordergrund, sondern ein ganzheitlicher Ansatz. Quasi ein Kochbuch für jeden Tag. Die Verbindung konnte ich dann durch Videos von Jens Rabe herstellen. In 2018 und auch davor waren die Videos eine niederschwellige Anlaufstelle, um im deutschsprachigen Raum Wissen zu Optionen zu erhalten. Dort wurde seinerzeit viel Wissen kostenlos bereitgestellt. Darauf aufbauend hatte ich den Basiskurs absolviert, der genau das war. Eine Basis, von der man starten konnte.</p>
</div></div>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column385_6ad00c-ce"><div class="kt-inside-inner-col">
<div class="wp-block-kadence-infobox kt-info-box385_f2e31a-8a"><span class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center"><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-container kt-info-icon-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-inner-container"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-fe_checkSquare kt-info-svg-icon"><svg viewBox="0 0 24 24"  fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><polyline points="9 11 12 14 22 4"/><path d="M21 12v7a2 2 0 0 1-2 2H5a2 2 0 0 1-2-2V5a2 2 0 0 1 2-2h11"/></svg></span></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">TastyTrade</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">Wem TastyTrade nichts sagt. TastyTrade ist in den USA ein Frontrunner zum Thema Optionshandel für Privatanleger und hat umfangreiches Videomaterial auf YouTube. Besonders hervorzuheben sind die unzähligen Untersuchungen zu Optionen selbst, bestimmten Strategien und vielem mehr. Der Kanal ist ein Must-Watch, wenn man ein wenig Grundkenntnisse im Englischen hat.</p></div></span></div>
</div></div>

</div></div></div></div>



<p class="kt-adv-heading385_d9a143-e5 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading385_d9a143-e5">Von dort aus ging es weiter gezielt Bücher, Videos oder auch, wenn möglich, Blogs zum Thema Optionen zu lesen. Nicht jede Quelle hat mich nach vorne gebracht. Aber manchmal reicht auch ein Gedankenanstoß für neue Impulse, um in eine neue Richtung gelenkt zu werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Wand</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe inzwischen 2 Jahre praktische Erfahrung mit dem Optionshandel und bin nicht mehr auf den Aktienhandel zurückgefallen. Ich habe neue Strategien probiert und nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich mit Optionen auf Futures vertraut gemacht. In der Zeit habe ich mich insbesondere mit Fundamentaldaten im Futures-Segment vertraut gemacht. Terminstrukturkurve, Saisonalitäten sowie Commitment-of-Traders-Daten. Also die Positionierung professioneller Anleger in Bezug auf einen Basiswert – beispielsweise Erdöl oder den S&amp;P 500 Aktienindex (SPX).<br>Auf Basis dieser Fundamentaldaten habe ich Anfang 2020 erkennen können, dass die Fundamentaldaten im SPX für einen Short-Trade sprechen. Das Coronavirus war zum Zeitpunkt der Orderaufgabe zwar kein Randthema mehr. Die Nachrichten, die später aus Italien kamen, fanden aber noch nicht statt. Die Geschichte ist bekannt. Die bekannte Welt kam zum Erliegen, Lockdowns waren verteilt über die ganze Welt und die Börse brach zusammen. Ich war im SPX short in einer zweigeteilten Position. Einerseits finanzierte ich mein Engagement als Stillhalter, bekam also Geld dafür. Die vereinnahmten Prämien investierte ich in Long Puts. Ich profitierte also doppelt von den fallenden Kursen. Sollte ich falsch liegen, hätte ich eine Risikobegrenzung auf der Oberseite eingezogen.<br><br><br>Der März verging und der Markt kannte nur eine Richtung – abwärts. Die Börse hat auf Panik geschaltet und die auflaufenden Gewinne nahmen beständig und exponentiell zu. Ich fühlte mich in meiner Positionierung absolut bestätigt. Und das Beste daran war, dass ich so tief im Gewinn war, dass ich ein wenig Einbruch im Falle einer Gegenbewegung hätte verkraften können. Denn die Bewegung, die der Markt seit der Tradeeröffnung gemacht hat, war wirklich komfortabel. Und genug Restlaufzeit hatte die Position alle Male.<br>Und dann war der 23. März. Rückblickend ist es der tiefste Stand der Pandemie und keineswegs ein positiver Tag. Aber es hat sicher etwas verändert. Der Markt hat keinen weiteren Absicherungsbedarf gesehen. Es wurden keine weiteren Long Puts gekauft. Mangels Nachfrage brach die implizite Volatilität schlagartig zusammen. Und auf der impliziten Volatilität fußte mein ganzer Berg an Gewinnen. Und mit dieser Erosion schmolz der Berg schneller, als ich reagieren konnte. Ich war in dem Moment zwiegespalten. Auf der einen Seite bestätigt, die Gewinne zu sichern und den Ausstieg zu wagen. Und auf der anderen Seite die Hoffnung, dass die wilde Fahrt weitergeht. Am Ende habe ich die Position geschlossen, mit praktisch keinem Restgewinn mehr.<br>Ich habe also in Summe absolut richtig gelegen. Gebracht hat es nichts, weil ich zu lange im Markt gewesen bin. Und um eine Erfahrung reicher, mit der ich nicht gerechnet hatte. Ich kannte den Effekt der impliziten Volatilität im Kleinen. Aber nicht so massiv, dass tausende Dollar an Gewinn einfach verschwinden – obwohl der Markt weiter fiel. Und diese Erkenntnis hat etwas mit mir gemacht. Einerseits fühlte ich mich auf einen Schlag ärmer. Was de facto nicht der Fall war. Ich hatte so viel wie Mitte Februar. Aber unrealisiert standen zwischenzeitlich andere Zahlen. Ich hätte andere Positionen handeln können, hätte ich meine Schäfchen ins Trockene gebracht. Und andererseits das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Ich konnte erstmal nicht weitermachen und die im April einsetzende Rallye ging auch an mir vorbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Schleichend führte dies dazu, dass ich das Gefühl entwickelte, der Markt sei mir entgangene Gewinne schuldig. Daraus resultierten Übertrading, falsche Positionsgrößen und schlichtweg die falschen Basiswerte.&nbsp; Ich verlor die Struktur im Handel. Ich verfiel ähnlichen Verhaltensweisen, wie ich es bereits vor 2018 tat. Somit drehte ich mich im Kreis und habe fast 10 Jahre Entwicklung verschenkt. Nicht monetär, aber in der Entwicklung als Trader.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>Ich lag richtig. Der Markt fiel. Und trotzdem war der Gewinn weg.</p></blockquote></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ich trotzdem mit dem Optionshandel weitergemacht habe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Erlebnis in 2020 habe ich mich irgendwie weiter durchgemogelt. Vereinzelte Gewinne, vereinzelte Verluste. Ich musste meine Struktur wiederfinden, aber wusste anfangs nicht genau, wie. Ich kann es auch hier nicht an bestimmten Daten festmachen. Die Idee, nur noch auf ETF-Sparpläne zu bauen, hat es gegeben. Aber am Ende konnte ich mich dazu nicht durchringen. Aber die Erkenntnis, dass ich keine konsistenten Ergebnisse erwarten kann, wenn ich inkonsistent trade, verdichtete sich immer weiter. Ich hatte keine verwertbaren Ergebnisse, da ich zwischenzeitlich sogar aufgehört hatte, meine Trades schriftlich zu fixieren. Ich hatte ja das Trade-Log des Brokers und die Kontoauszüge. Die ich, wenn nur sporadisch konsultiert hatte.<br><br>Ich musste an dem <em>Wie</em> arbeiten, damit ich wieder Ergebnisse bekam. Egal welcher Art. Aber ich musste wieder an dem Punkt kommen, wo ich zumindest erkennen konnte, welche konkreten Fehler ich begangen habe. Somit ein 180-Grad-Shift in meiner Struktur. Und es war nicht leicht, das tatsächlich umzusetzen. Drüber nachdenken ist leicht; es umzusetzen und auch die Fehler zu fixen ist schwer.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p><em>Ohne Struktur keine konsistenten Ergebnisse. Nicht einmal schlechte – einfach keine</em>.</p></blockquote></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Wo ich heute im Optionshandel stehe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den Gedankenspielen nach 2020 folgte eine Rückbesinnung auf Basics. Keine Strategien mehr, die endlose Gewinne ermöglichen, wie es mit den Risk Reversals im Corona Crash der Fall war. Risikodefiniert, das heißt, entweder Spreads oder Cash Secured Puts. Dies vornehmlich auf Indizes, gerne auch intraday, fundamental starke Aktien und auch Futureoptionen unter Zuhilfenahme von Commitment-of-Traders-Daten und Saisonalitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Wenn ich mich exakt daranhalte, erreiche ich verlässliche Profitabilität. Selbstverständlich auch mit Verlusten. Aber im Rahmen und nicht unerwartet – verlustlose Strategien gibt es schlichtweg nicht. Allerdings muss ich auch eingestehen, dass mich von Zeit zu Zeit die alten Gespenster im Griff haben und ich Trades außerhalb des Regelwerks eingehe. Zum Glück nicht ständig, sodass ich negative Impacts in den Griff bekomme. Aber dass ich dies bewusst erkenne und akzeptiere, ist ein nicht zu unterschätzender Mehrwert. Somit manage ich die eigene Inkonsistenz in engen Leitplanken.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p><em>Alte Muster kommen gelegentlich zurück. Der Unterschied zu früher: ich erkenne sie. Meistens rechtzeitig.</em></p></blockquote></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Warum OptionsWerk</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beweggründe für OptionsWerk sind, wie vielfach angerissen, vielschichtig. Sie sind von meinen eigenen Erfahrungen geprägt. Am Beginn meines eigenen Handels 2018 gab es keine deutschsprachige und zusammenhängende Informationsquelle für den Optionshandel, ohne die ich wesentliche Bestandteile des Wissens über kostenpflichtige Kurse erhalten hätte.<br>Dies ist bis heute so, auch wenn diese Nische wesentlich besser repräsentiert ist als noch vor acht Jahren. Wirklich tiefergehende Besprechungen von Strategien und Trades sind meiner Meinung nach unterrepräsentiert. Natürlich kann man auf englische Videos und Bücher zurückgreifen. Tatsächlich bieten die englischen Quellen eine Vielzahl an wissenswerten Informationen. Aber zum einen ist der Rückgriff auf fremdsprachige Quellen eine gewisse Hürde und zum anderen ist auch nicht jede Quelle, nicht jedes Buch ein Mehrwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Andererseits habe ich feststellen können, dass mir der Austausch über das Thema Börse und den Optionshandel sehr viel Spaß bereitet. Durch Zufall hat mich ein Freund seinem Bekannten empfohlen, damit wir gemeinsam über die Basics und Einstiegshürden des Optionshandels sprechen. Daraus haben sich regelmäßige Austauschrunden entwickelt, die von einer sehr hohen Qualität geprägt sind. Aus dieser Erkenntnis ist der Wunsch gewachsen, diese Art hochwertigen Dialogs auf breitere Füße zu stellen. Man könnte die Frage stellen, wieso ich mich dann nicht direkt in Foren und Discord-Channels austausche. Die ist definitiv berechtigt. Allerdings sagt mir diese ausformulierte, so gesehen, langsamere Form des Dialogs sehr viel mehr zu. Keine kurzen Aussagen. Sondern wohl durchdacht und dosiert. Das, worüber ich sprechen würde, nicht was der Forumsthread an Diskussion vorgibt.<br><br>Es ist ein Versuch. Vielleicht klappt er, vielleicht nicht. Falls nicht, habe ich es versucht und bin auf dem Weg sicher nicht ärmer an Erfahrung geworden.<br>Daher lade ich dich ein, die Informationen, die dir helfen, in den Optionshandel zu kommen oder dich weiterzuentwickeln, hier auf dem Blog zu finden. Nutze gerne mein Trade Journal, speziell für den Optionshandel entwickelt. Du brauchst dich um keine Excel-Formeln zu kümmern.</p>



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<p class="kt-adv-heading385_96dc7d-07 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading385_96dc7d-07">Schreib mir gerne in die Kommentare, wie du zum Optionshandel gekommen bist oder was dich bisher abgehalten hat, einzusteigen.</p>



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     <div>
       <strong style="color:#333333;">Über Torben</strong><br>
       <span style="color:#333333; font-size:14px;">
         Gelernter Bankkaufmann, geprüfter Bankfachwirt (IHK) und seit 2018 aktiver Optionshändler.
         Torben teilt auf OptionsWerk seine Strategien, Trades und Learnings – ohne Kurs, ohne Paywall.
       </span><br>
       <a href="https://optionswerk.de/ueber-mich/" style="color:#C9A050;">Mehr über mich →</a>
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		<title>Optionsscheine vs. Optionen &#8211; Was ist der Unterschied und warum das wichtig ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torben von OptionsWerk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 09:53:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
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					<description><![CDATA[Du bist bereits mit Aktien vertraut und hast vielleicht auch schon von Optionsscheinen gehört? Aber was genau sind dann Optionen? Viele Anleger im deutschsprachigen Raum sind nicht mit Optionen vertraut, obwohl sie so viel mehr Varianten bieten als Aktien und Optionsscheine für sich genommen.Deshalb vergleichen wir: Optionsscheine vs. Optionen. Mit diesem Artikel werde ich dir...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="kt-adv-heading358_c892f0-5f wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading358_c892f0-5f">Du bist bereits mit Aktien vertraut und hast vielleicht auch schon von Optionsscheinen gehört? Aber was genau sind dann Optionen? Viele Anleger im deutschsprachigen Raum sind nicht mit Optionen vertraut, obwohl sie so viel mehr Varianten bieten als Aktien und Optionsscheine für sich genommen.<br>Deshalb vergleichen wir: Optionsscheine vs. Optionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Artikel werde ich dir einen Einblick in die wesentlichen Unterschiede zwischen Optionsscheinen und Optionen geben. Ich gehe insbesondere darauf ein, wie du die Unterschiede zu deinem Vorteil nutzen kannst. Es wird auf den ersten Blick komplexer erscheinen.<br><br>Dieser Artikel soll als Grundlage dienen, um eine gemeinsame Basis und ein gemeinsames Verständnis zu schaffen. Als ich 2018 mit dem Optionshandel begann, hätte ich gerne einen solchen Artikel gehabt, der mir die Unterschiede und Vorteile von Optionen in einer einzigen Quelle aufzeigt.<a href="https://optionswerk.de/strategien/warum-ich-mit-dem-optionshandel-angefangen-habe/"> Hier kannst du die vollständige Geschichte dazu lesen.</a></p>



<h2 id="aktien-und-optionsscheine-was-du-wahrscheinlich-schon-kennst" class="wp-block-heading">Aktien und Optionsscheine &#8211; Was du wahrscheinlich schon kennst</h2>



<p class="wp-block-paragraph" style="border-top-style:none;border-top-width:0px">Du kennst Aktien und hast sie bereits gehandelt? Vielleicht als Baustein deiner Altersvorsorge? Perfekt – das ist eine super Ausgangsbasis. Aktien beziehungsweise der Aktienmarkt ist allgegenwärtiger, als man vielleicht denken mag. Jeden Tag vor der Tagesschau findet die Sendung <em>Börse vor Acht</em> in der ARD statt, um über das Börsengeschehen an der Deutschen Börse in Frankfurt zu berichten. Kurzum, eine Aktie verbrieft das Miteigentum an einem bestimmten Unternehmen wie Volkswagen, Siemens oder Bayer. Es sind Sachwerte wie Immobilien – nur ohne den langwierigen Weg über den Notar und zu einem Bruchteil der Kosten. Und noch dazu mit werktäglicher Wertfeststellung mittels Börsennotierung.<br></p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column358_b6eeac-3e"><div class="kt-inside-inner-col">
<p class="kt-adv-heading358_33aa46-51 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading358_33aa46-51">In Abgrenzung zur Aktie treten Optionsscheine und sogenannte Knock-Out-Zertifikate (KOs) in Erscheinung. Sie verbriefen kein Miteigentum an Unternehmen oder anderweitigen Sachwerten. Allerdings nehmen sie Bezug auf Aktien, Aktienindizes oder auch Rohstoffe wie Erdöl. Somit sind sie sogenannte Derivate – ihr eigener Wert leitet sich durch einen anderen ab.</p>
</div></div>


<div class="kb-row-layout-wrap kb-row-layout-id358_0020ed-d1 alignnone wp-block-kadence-rowlayout"><div class="kt-row-column-wrap kt-has-2-columns kt-row-layout-equal kt-tab-layout-inherit kt-mobile-layout-row kt-row-valign-top">

<div class="wp-block-kadence-column kadence-column358_5cfdec-05"><div class="kt-inside-inner-col">
<h3 id="optionsscheine" class="wp-block-heading">Optionsscheine</h3>



<p class="kt-adv-heading358_7285c5-8a wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading358_7285c5-8a">Optionsscheine werden von Banken emittiert und sind technisch gesehen Inhaberschuldverschreibungen. Wenn ich einen Optionsschein kaufe, leihe ich der Bank also Geld. Das Hauptverkaufsargument von Optionsscheinen ist der Hebel. Zu einem Bruchteil des Basiswertpreises (z.B. ein Hundertstel einer VW-Aktie) partizipiert der Optionsschein an der Bewegung der Aktie. Da der Optionsschein oftmals nur wenige Cent kostet, aber bereits kleine Bewegungen der Aktie eine Veränderung des Optionsscheins um mehrere zweistellige Prozentpunkte bewirken, kommt ein enormer Hebel zustande. Dieser ist aber dynamisch und verändert sich permanent. Die Produkte haben einen Zeitablauf – nach diesem sind sie nicht mehr handelbar und werden abgerechnet. Wesentliche Nachteile sind das Emittentenrisiko in Bezug auf die ausgebende Bank sowie der relativ hohe Spread, also der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Dieser muss zusätzlich zu den Gebühren der Depotbank berücksichtigt werden.<br></p>
</div></div>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column358_65bb91-cc"><div class="kt-inside-inner-col">
<h3 id="knock-out-zertifikate" class="wp-block-heading">Knock-Out-Zertifikate</h3>



<p class="kt-adv-heading358_8cd0ac-ef wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading358_8cd0ac-ef">In Abgrenzung dazu finden sich die Knock-Out-Zertifikate. Auch hier haben wir ein Emittentenrisiko, da auch hier Banken die Zertifikate ausgeben. Positiv ist aber die einfachere Ausgestaltung der Produkte im direkten Vergleich mit Optionsscheinen anzuführen. Die Produkte partizipieren mit einem festen Hebel am Kurs des jeweiligen Basiswerts bis zu einer festgelegten Schwelle, dem Knock-Out. Bei Erreichen des Kurses entsteht ein Totalverlust. Durch diese Konstruktion kann der feste Hebel gewährleistet werden und der Trader hat vor dem Kauf die Möglichkeit, die gewünschten Parameter zu fixieren.</p>
</div></div>

</div></div>


<p class="kt-adv-heading358_a7ceaf-ae wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading358_a7ceaf-ae">Gemein ist beiden Produkten, dass du als Trader immer als Käufer agierst. In der Folge muss der Kurs des Basiswertes entweder steigen oder fallen, je nachdem, ob du auf steigende oder fallende Kurse gesetzt hast. Bleibt der Kurs unverändert, verlierst du langfristig Geld.</p>



<h3 id="optionsscheine-k-os-und-optionen-im-vergleich" class="wp-block-heading">Optionsscheine, KOs und Optionen im Vergleich</h3>



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<html lang="de">
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<div class="ow-table-wrap">
  <table class="ow-table">
    <thead>
      <tr>
        <th></th>
        <th>Optionsschein</th>
        <th>KO-Zertifikat</th>
        <th>Option</th>
      </tr>
    </thead>
    <tbody>
      <tr>
        <td>Emittent</td>
        <td>Bank</td>
        <td>Bank</td>
        <td>Börse (z.B. CBOE, Eurex)</td>
      </tr>
      <tr>
        <td>Emittentenrisiko</td>
        <td><span class="no">✗ Ja</span></td>
        <td><span class="no">✗ Ja</span></td>
        <td><span class="yes">✓ Nein</span></td>
      </tr>
      <tr>
        <td>Preistransparenz</td>
        <td><span class="no">Gering</span></td>
        <td><span class="neutral">Mittel</span></td>
        <td><span class="yes">Hoch</span></td>
      </tr>
      <tr>
        <td>Als Verkäufer handelbar</td>
        <td><span class="no">✗ Nein</span></td>
        <td><span class="no">✗ Nein</span></td>
        <td><span class="yes">✓ Ja</span></td>
      </tr>
      <tr>
        <td>Hebel</td>
        <td>Dynamisch</td>
        <td>Fest</td>
        <td>Variabel / definierbar</td>
      </tr>
      <tr>
        <td>Totalverlustrisiko</td>
        <td><span class="no">✗ Ja</span></td>
        <td><span class="no">✗ Ja (Barriere)</span></td>
        <td><span class="yes">✓ Definierbar</span></td>
      </tr>
      <tr>
        <td>Stillhalter möglich</td>
        <td><span class="no">✗ Nein</span></td>
        <td><span class="no">✗ Nein</span></td>
        <td><span class="yes">✓ Ja</span></td>
      </tr>
      <tr>
        <td>Spread</td>
        <td><span class="no">Hoch</span></td>
        <td><span class="neutral">Mittel</span></td>
        <td><span class="yes">Gering</span></td>
      </tr>
    </tbody>
  </table>
</div>
</body>
</html>



<h2 id="was-optionen-anders-macht" class="wp-block-heading"><strong>Was Optionen anders macht</strong></h2>



<p class="kt-adv-heading358_f12bd7-fc wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading358_f12bd7-fc">Aber was machen Optionen jetzt so anders? Zunächst werden sie nicht emittiert. Optionsbörsen wie die EUREX in Deutschland oder die Chicago Board Options Exchange (CBOE) listen Optionen. Das Emittentenrisiko entfällt komplett. Jede Option ist standardisiert. Das heißt, jede Option auf Aktien weist die gleichen Charakteristika auf, egal ob sie auf Volkswagen oder Siemens basiert. Vergleichbar mit den Optionsscheinen gibt es auch bei Optionen konkrete Laufzeiten, in denen diese handelbar sind. Nach Ablauf der Laufzeit entfällt das Börsenlisting und die Optionen werden abgerechnet. Somit hast du als Anleger den vollen Einblick in jede einzelne Laufzeit einer Option und die dort gehandelten Basispreise.<br><br>Anstatt Emittenten, die für Preisbildung sorgen, bist du nun direkt an die Börse angeschlossen und handelst mit einem direkten Kontrahenten. Transparenter kann Preisbildung nicht sein, und sie ist exakt genauso wie im Aktienhandel. Es gibt immer einen Käufer und einen Verkäufer, wenn eine Transaktion zustande kommt. Nun mag man sich fragen, ob man hier das Emittentenrisiko einer mutmaßlich namhaften Bank gegen ein Kontrahentenrisiko mit einem unbekannten Dritten tauscht. Das ist eine berechtigte Frage. Allerdings sorgt die Clearingstelle der Börse für ein Zustandekommen der Geschäfte, auch wenn der Kontrahent ausfallen sollte. Das ist der Grund, wieso die Optionsbörsen entsprechende Liquidität aufweisen.<br><br>Und nun der Clou. Du kannst die Rolle des Emittenten einnehmen – indem du Optionen verkaufst. Du erhältst Geld vom Käufer der Option. Und so profitierst du genau dann, wenn du es bei Optionsscheinen oder auch KOs nicht getan hättest. Nämlich wenn der Basiswert sich nicht in die Richtung bewegt hat, mit der du ursprünglich gerechnet hattest. Und anstatt dich einem Totalverlustrisiko auszusetzen, kannst du durch Kombinationen von gekauften und verkauften Optionen dein Risiko definieren. Auch hier werden die grundsätzlichen Optionen nach <strong><em>Calls</em></strong> und <strong><em>Puts</em></strong> unterschieden – hier aber mit der weiteren Unterscheidung zwischen gekaufter und verkaufter Option beziehungsweise <strong>Long</strong> und <strong>Short</strong>. Englische Begriffe sind im Optionshandel allgegenwärtig, da der Optionsmarkt US-amerikanisch geprägt ist. In der untenstehenden Tabelle findest du die vier Grundgeschäfte, die sich mit Optionen eingehen lassen.</p>



<h3 id="die-vier-grundgeschafte-der-optionen" class="wp-block-heading">Die vier Grundgeschäfte der Optionen</h3>



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<body>

<div class="axis-label-row">
  <span class="axis-label">↑ Bullisch</span>
  <span class="axis-label">↑ Bullisch</span>
</div>

<div class="grid">

  <!-- Short Put – oben links -->
  <div class="card bull">
    <div class="card-header">
      <span class="card-title">Short Put</span>
      <span class="badge badge-stillhalter">Stillhalter</span>
    </div>
    <div class="card-sub">↑ Neutral bis bullisch</div>
    <div class="card-desc">Du verkaufst das Recht auf Verkauf. Du kassierst die Prämie und gehst die Verpflichtung ein, den Basiswert zum Strike abzunehmen – falls der Käufer es verlangt.</div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Gewinn</span><span class="card-val">Prämie</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Verlust</span><span class="card-val">Basiswert bis 0</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Prämie</span><span class="card-val praemie-kassieren">Kassieren</span></div>
  </div>

  <!-- Long Call – oben rechts -->
  <div class="card bull">
    <div class="card-header">
      <span class="card-title">Long Call</span>
      <span class="badge badge-kaeufer">Käufer</span>
    </div>
    <div class="card-sub">↑ Bullisch</div>
    <div class="card-desc">Du kaufst das Recht auf Kauf. Du zahlst die Prämie und erhältst das Recht, den Basiswert zum Strike zu kaufen – ohne Verpflichtung.</div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Gewinn</span><span class="card-val">Unbegrenzt</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Verlust</span><span class="card-val">Prämie</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Prämie</span><span class="card-val praemie-zahlen">Zahlen</span></div>
  </div>

  <!-- Long Put – unten links -->
  <div class="card bear">
    <div class="card-header">
      <span class="card-title">Long Put</span>
      <span class="badge badge-kaeufer">Käufer</span>
    </div>
    <div class="card-sub">↓ Bärisch</div>
    <div class="card-desc">Du kaufst das Recht auf Verkauf. Du zahlst die Prämie und erhältst das Recht, den Basiswert zum Strike zu verkaufen – ohne Verpflichtung.</div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Gewinn</span><span class="card-val">Basiswert bis 0</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Verlust</span><span class="card-val">Prämie</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Prämie</span><span class="card-val praemie-zahlen">Zahlen</span></div>
  </div>

  <!-- Short Call – unten rechts -->
  <div class="card bear">
    <div class="card-header">
      <span class="card-title">Short Call</span>
      <span class="badge badge-stillhalter">Stillhalter</span>
    </div>
    <div class="card-sub">↓ Neutral bis bärisch</div>
    <div class="card-desc">Du verkaufst das Recht auf Kauf. Du kassierst die Prämie und gehst die Verpflichtung ein, den Basiswert zum Strike zu liefern – falls der Käufer es verlangt.</div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Gewinn</span><span class="card-val">Prämie</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Max. Verlust</span><span class="card-val">Unbegrenzt</span></div>
    <div class="card-row"><span class="card-label">Prämie</span><span class="card-val praemie-kassieren">Kassieren</span></div>
  </div>

</div>

<div class="axis-label-row">
  <span class="axis-label">↓ Bärisch</span>
  <span class="axis-label">↓ Bärisch</span>
</div>

</body>
</html>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich tatsächlich noch an ein ähnliches Schaubild, das uns während der Berufsausbildung zum Thema Optionen gezeigt wurde. Es fasste es gut zusammen. Derart komprimiert, aber dennoch aussagekräftig, habe ich es lange nicht mehr gesehen.<br>Der Käufer einer Option hat jederzeit das Recht, nicht aber die Pflicht, die Option zum vereinbarten Basispreis auszuüben. Im Falle eines <strong>Long Calls</strong>, also einer gekauften Kaufoption, hat er das Recht, einen Basiswert (z.B. eine Aktie) zum vorher vereinbarten Basispreis zu kaufen. Das macht Sinn, sofern die Aktie oder der Basiswert heute teurer ist als zum Zeitpunkt des Optionskaufs. Beim Kauf einer Verkaufsoption, also eines <strong>Long Puts</strong>, ist es genau andersherum. Der Verkäufer hat das Recht, den Basiswert zu einem vorher vereinbarten Preis zu verkaufen. Und wie sollte es anders sein – dies ist vorteilhaft, wenn der Börsenpreis des Basiswerts niedriger ist als der vereinbarte Basispreis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Demgegenüber stehen die Verkäufer, die eine Prämie erhalten, statt diese zu zahlen. Daraus ergibt sich wiederum die Pflicht, den Basiswert zum vereinbarten Basispreis zu liefern, wenn der Käufer eines Long Calls dies wünscht. Oder einen Basiswert anzunehmen, wenn der Käufer eines Long Puts den Verkauf wünscht.</p>



<h2 id="die-andere-seite-des-tisches-stillhalter-sein" class="wp-block-heading">Die andere Seite des Tisches &#8211; Stillhalter sein</h2>


<div class="kb-row-layout-wrap kb-row-layout-id358_4ef261-24 alignnone wp-block-kadence-rowlayout"><div class="kt-row-column-wrap kt-has-2-columns kt-row-layout-left-golden kt-tab-layout-inherit kt-mobile-layout-row kt-row-valign-top">

<div class="wp-block-kadence-column kadence-column358_e43975-b0"><div class="kt-inside-inner-col">
<p class="kt-adv-heading358_77b6a8-dc wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading358_77b6a8-dc">Wir haben bereits festgestellt, dass du als Verkäufer einer Option eine Prämie erhältst und daraus eine Pflicht entsteht. Kommt dir das aus einer bestimmten Branche bekannt vor?<br>Richtig, Versicherungen arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Die Versicherungsnehmer sind auf der Suche nach Schutz gegen ein bestimmtes Ereignis. Sagen wir dem Brand des eigenen Wohnhauses. Der Versicherungsnehmer schließt deshalb mit einer Versicherung seiner Wahl eine Wohngebäudeversicherung ab, um dem Risiko des Verlustes von Vermögen zu entgehen. Er zahlt der Versicherung regelmäßig eine Prämie, die aber nur dem Bruchteil der Versicherungssumme im Schadensfall entspricht. Heißt also, die Versicherung erhält einen Bruchteil der Versicherungssumme als Deckung, muss aber im Zweifel ein Vielfaches davon leisten. Wie ist das also möglich? In letzter Zeit hörte man relativ wenig über Insolvenzen in der Versicherungsbranche. Ohne tiefer in Versicherungsmathematik einzusteigen, was ich auch gar nicht könnte, kann man es auf zwei einfache Begriffe runterbrechen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Diversifizierung. Die Versicherungen haben riesige Datenmengen darüber, wie wahrscheinlich ein Gebäudebrand für Wohngebäude ist, und passen ihre Prämien dahingehend an. Und Diversifizierung meint, eine Vielzahl von Versicherungsnehmern mit einer Wohngebäudeversicherung zu versehen. Alle zahlen Prämien und die Wahrscheinlichkeit, dass 100% der Versicherungsnehmer zeitgleich einen Schadenfall haben, geht gegen null. Somit gilt: Die Summe der eingenommenen Prämien ist größer als die Summe der Schäden.</p>
</div></div>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column358_7b07c3-3d"><div class="kt-inside-inner-col">
<div class="wp-block-kadence-infobox kt-info-box358_dcac4d-d9"><span class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center"><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-container kt-info-icon-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-inner-container"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-ic_calculator kt-info-svg-icon"><svg viewBox="0 0 8 8"  fill="currentColor" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><path d="M.09 0c-.06 0-.09.04-.09.09v7.81c0 .05.04.09.09.09h6.81c.05 0 .09-.04.09-.09v-7.81c0-.06-.04-.09-.09-.09h-6.81zm.91 1h5v2h-5v-2zm0 3h1v1h-1v-1zm2 0h1v1h-1v-1zm2 0h1v3h-1v-3zm-4 2h1v1h-1v-1zm2 0h1v1h-1v-1z"/></svg></span></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Der Versicherungsvergleich</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">&#8222;Der Versicherungsnehmer zahlt Prämie für einen Schadenfall, von dem er hofft, dass dieser nie eintritt. Wer die Versicherung verkauft erhält die Prämie und trägt das Risiko. Allerdings ist er statistisch gesehen im Vorteil und ist dennoch profitabel. Der Stillhalter ist an der Börse das Äquivalent der Versicherung.&#8220;</p></div></span></div>
</div></div>

</div></div>


<p class="wp-block-paragraph">Und wie münzen wir dieses Konzept auf den Optionshandel um? Ganz einfach. Der Käufer einer Option zahlt eine Prämie und sichert sich so gegen ein bestimmtes Ereignis ab. Also entweder gegen steigende oder fallende Kurse. Er ist also ein Versicherungsnehmer. Er überträgt sein Risiko an den Versicherer, der seinerseits die Prämie erhält. Allerdings muss er auch beim Eintreten eines Schadensfalls die vereinbarte Schadenssumme leisten. Sollte ein Händler sich bei Apple gegen einen Kursrutsch absichern wollen, könnte er sich einen Long Put kaufen. Beim Schreiben dieses Beitrags wird die Aktie bei rund 253$ gehandelt. Der Händler möchte keine weiteren Verluste in Kauf nehmen, die über das Level von 230$ hinausgehen. Infolgedessen kauft er eine Option mit Basispreis von 230$ und Laufzeit von 3 Monaten. Sollte innerhalb dieser 3 Monate Apple schlechte Zahlen liefern oder ein Börsencrash eintreten, wäre der Trader unterhalb von 230$ abgesichert, denn der Verkäufer seines Puts tritt für den Schaden ein. Nun springen wir ein bisschen nach vorne. Die Apple Aktie schwankt zwar etwas aber fällt zu keinem Zeitpunkt tiefer als 230$. Der Käufer des Long Puts hat keinen Schaden nach seiner eigenen Definition erlitten. Die Verkäufer, oder die Versicherung, des Short Puts hat die Prämie erhalten und muss keine Schadensumme leisten. Genauso wie in der Versicherungsbranche ist die Prämie immer weg. Die Versicherung streicht sie ein, auch wenn der Schaden eintritt. So ist es beim Optionshandel auch. Dem Verkäufer einer Option steht die Prämie immer zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Aus Sicht des Optionsverkäufers können wir die Eintrittswahrscheinlichkeit steuern. Also die Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden des Käufers eintritt. In Options-Sprech reden wir davon, dass eine Option ins Geld läuft. Kurz gesagt, eine Call-Option baut inneren Wert auf, weil der Basispreis kleiner ist als der aktuelle Börsenkurs – im Falle der Put-Option ist die Logik genau andersherum. Sofern dies nicht gegeben ist, setzt sich der Optionspreis lediglich aus dem sogenannten Zeitwert zusammen. Dieser baut sich sukzessive bis zum Laufzeitende ab.</p>



<h2 id="der-strukturelle-vorteil-implizite-vs-historische-volatilitat" class="wp-block-heading"><strong>Der strukturelle Vorteil – Implizite vs. Historische Volatilität</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn dieses Kapitels möchte ich mit einem Mythos aufräumen. Vielleicht bist du bereits der Information begegnet, dass nur ein Bruchteil der Optionen bei Laufzeitende im Geld war – nämlich rund 10%. Das klingt doch richtig gut und sicher, oder? Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Es gab diese Untersuchungen der CBOE tatsächlich und rund 10% der gehandelten Optionen hatten intrinsischen Wert am Laufzeitende. Allerdings wurde bereits mehr als die Hälfte der gehandelten Optionen vor Laufzeitende glattgestellt – die Zahlen sind also verzerrt und suggerieren eine falsche Wahrheit. Nichtsdestotrotz sind Optionen liquide und unter Risikomanagementgesichtspunkten kann ein vorzeitiges Schließen offener Positionen sinnvoll sein, damit sie möglicherweise nicht im Geld landen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Wenn dies aber ein Mythos war, was ist der wirkliche Benefit beim Stillhalten? Das zeige ich dir!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um dem wesentlichen Vorteil des Stillhaltens mittels Optionen auf den Grund zu kommen, muss ich etwas ausholen. In der Statistik und insbesondere bei Wertpapieren, die schwankende Kurse haben, wird die Schwankungsbreite oder auch Volatilität pro Zeiteinheit ausgedrückt. Diese wird in der Regel als prozentualer Wert ausgewiesen. Beträgt die Volatilität auf Sicht von 30 Tagen 15%, bedeutet das, dass dieses explizite Wertpapier 15% im letzten Monat im Wert schwankte. Und eben diese Kennzahl ist auch die historische Volatilität (HV), also eine gemessene Größe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Davon wiederum lässt sich die implizite Volatilität (IV) abgrenzen. Diese drückt die erwartete Schwankungsbreite eines Wertpapiers oder Marktes in einer zukünftigen Zeiteinheit aus. Beträgt die IV für 30 Tage ebenfalls 15%, wird davon ausgegangen, dass das Wertpapier um diesen Betrag schwanken wird. Und du erkennst hieran schon, dass es keine gemessene Größe ist, sondern eine spekulative Komponente. Tatsächlich ist die implizite Volatilität neben dem bereits erwähnten Zeitwert eine Komponente, aus der sich der Optionspreis zusammensetzt. Je höher die implizite Volatilität, desto höher der daraus resultierende Optionspreis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Das ist kein Zufall, sondern ein strukturelles Phänomen. Die implizite Volatilität ist strukturell höher als die historische. Das liegt daran, dass eine Angstkomponente mitschwingt. Das unbekannte Zukünftige sieht gefährlicher aus, als es sich tatsächlich materialisiert. Deshalb zahlen alle diejenigen, die Optionen long sind, einen Angstzuschlag. Und als Stillhalter machen wir Gebrauch von dieser Struktur – die vereinnahmte Prämie ist grundsätzlich zu hoch. Also gilt hier, dass die Prämie höher ist als der eintretende Schaden. Und somit schließt sich der Kreis wieder komplett zur Versicherungsanalogie. Hier hatten wir ja bereits festgestellt, dass die Summe aller Versicherungsprämien die Summe der Schäden übersteigt. Aber Achtung: Das gilt immer nur als Portfoliobetrachtung. Für eine einzelne Option kann natürlich der Schaden eintreten und die Prämie übersteigen. Es geht immer um die Grundgesamtheit.</p>



<h3 id="historische-vs-implizite-volatilitat" class="wp-block-heading">Historische vs. Implizite Volatilität</h3>



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<p class="kt-adv-heading358_561859-df wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading358_561859-df">Quelle: Tradingview<br>Der Screenshot zeigt den SPY ETF auf den Standard &amp; Poor&#8217;s 500-Index (SPX) im Tageschart. Darunter findet sich der Vergleich zwischen der impliziten Volatilität (orange Linie) und der historischen Volatilität (blaue Linie). Über wesentliche Zeitrahmen ist IV größer als HV und wir können uns dies zunutze machen.</p>



<h2 id="was-das-fur-dich-bedeutet" class="wp-block-heading">Was das für dich bedeutet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Somit konnten wir feststellen, dass Optionen wesentlich mehr Möglichkeiten bieten, als es Optionsscheine und Knock-Out-Zertifikate könnten. Sie sind preislich transparent und als Anleger habe ich einen wesentlichen Vorteil. Ich kann selbst Emittent, Versicherung oder eben Stillhalter sein und das strukturelle Ungleichgewicht bei den Optionspreisen für mich ausnutzen. Ich muss nicht immer vollständig recht haben, um Geld zu verdienen – es reicht aus, nicht komplett daneben zu liegen. Für Stillhalter sind seitwärtslaufende Märkte das entspannteste Handeln, das es geben kann. Man kommt den gesteckten Zielen jeden Tag ein Stück näher.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Für den Einstieg muss man sich mit der Materie, den Begrifflichkeiten und den Besonderheiten auseinandersetzen. Mit jedem Schritt, den wir hier gemeinsam gehen, entsteht ein umfassenderes Verständnis der Optionsmärkte. Allerdings ist das ein Schritt, der sich absolut lohnen kann. Sei es als alleinige Art zu handeln und Geld anzulegen oder um den Handel mit Aktien zu verfeinern und neben Dividenden weitere Einkommensquellen zu erschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und das sind auch wesentliche Gründe, weshalb ich nach acht Jahren immer noch dabei bin. Die Lernkurve ist hoch, spannend und es gibt immer noch etwas, was sich verfeinern lässt. Oder aber es gibt neue Möglichkeiten des Handels, wie es sich beispielsweise nach dem Listing von 0 Days-to-Trade-Optionen in 2022 ergeben hat. Diese Optionen gibt es nicht mehrere Monate oder gar Jahre, sondern nur an einem einzigen Tag. Ein spannendes, aber auch forderndes Betätigungsfeld.</p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column358_ea0756-7d"><div class="kt-inside-inner-col">
<h2 id="faq" class="wp-block-heading">FAQ</h2>


<div id="rank-math-faq" class="rank-math-block">
<div class="rank-math-list ">
<div id="faq-question-1782934415464" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Kann ich Optionsscheine genau wie Optionen verkaufen?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Nein, die Verkäufer von Optionsscheinen sind ausschließlich die Emittenten. Du kannst lediglich kaufen.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1782934471863" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Kann ich mittels Optionen auch von stagnierenden Kursen profitieren?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Genau, als Verkäufer von Optionen setzt du darauf, dass bestimmte Kurse nicht erreicht werden. Wenn der Kurs stagniert oder sich lediglich minimal bewegt, gewinnst du.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1782934596375" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Aber welchen Vorteil habe ich gegenüber Optionsscheinen konkret?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Dadurch, dass du als Verkäufer auftreten kannst, hast du einen systematischen Vorteil. Optionen sind statistisch gesehen überteuert. Du verkaufst zu hohen Preisen und fährst auf lange Sicht Gewinn ein, wenn du dich an dein Regelwerk hältst.</p>

</div>
</div>
<div id="faq-question-1782936261289" class="rank-math-list-item">
<h3 class="rank-math-question ">Ist mein Verlust bei Optionen auch auf die gezahlte Prämie beschränkt?</h3>
<div class="rank-math-answer ">

<p>Bei gekauften Optionen ist der Verlust tatsächlich auf die gezahlte Optionsprämie beschränkt. Bei verkauften Put-Optionen ist das Risiko auch beschränkt. Allerdings kann der Basiswert bis auf null fallen und die vereinnahmte Prämie um ein Vielfaches übersteigen. Bei verkauften Calls ist der theoretische Verlust unbegrenzt, da die Strategie verliert, wenn der Basiswert steigt &#8211; und das ist theoretisch unbegrenzt möglich.</p>

</div>
</div>
</div>
</div></div></div>



<h2 id="wie-es-weitergeht" class="wp-block-heading">Wie es weitergeht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den nächsten Artikeln werden wir<a href="https://optionswerk.de/grundlagen/was-ist-eine-option/">noch tiefer in die Option als Handelsobjekt einsteigen.</a> Die Informationen heute kratzen an der Oberfläche, aber erschließen noch längst nicht das komplette Bild.&nbsp; Außerdem widmen wir uns den omnipräsenten <em>Griechen</em> und dem Optionshandel sowie den aktiennahen Strategien <em>Cash Secured Put</em> und <em>Covered Call</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Daneben wird es meinerseits einen umfassenden Einblick geben, warum ich 2018 im Optionshandel gelandet bin und wieso ich geblieben bin. Ein kompletter Reisebericht, der viel früher beginnt.<br>Ich freue mich, wenn du mich auf der Reise hier auf OptionsWerk begleitest. Hinterlasse gerne deine Kommentare mit Anmerkungen.</p>



<div class="wp-block-kadence-column kadence-column358_3489fe-c6"><div class="kt-inside-inner-col">
<h2 id="das-wichtigste-auf-einen-blick" class="wp-block-heading">Das Wichtigste auf einen Blick</h2>



<div class="wp-block-kadence-iconlist kt-svg-icon-list-items kt-svg-icon-list-items358_d4e400-f5 kt-svg-icon-list-columns-1 alignnone"><ul class="kt-svg-icon-list">
<li class="wp-block-kadence-listitem kt-svg-icon-list-item-wrap kt-svg-icon-list-item-358_53f4d0-95"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-fe_checkCircle kt-svg-icon-list-single"><svg viewBox="0 0 24 24"  fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><path d="M22 11.08V12a10 10 0 1 1-5.93-9.14"/><polyline points="22 4 12 14.01 9 11.01"/></svg></span><span class="kt-svg-icon-list-text">Du erhältst Prämien anstatt sie zu zahlen &#8211; das funktioniert mit Scheinen nicht</span></li>



<li class="wp-block-kadence-listitem kt-svg-icon-list-item-wrap kt-svg-icon-list-item-358_194297-cd"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-fe_checkCircle kt-svg-icon-list-single"><svg viewBox="0 0 24 24"  fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><path d="M22 11.08V12a10 10 0 1 1-5.93-9.14"/><polyline points="22 4 12 14.01 9 11.01"/></svg></span><span class="kt-svg-icon-list-text">Du profitierst von strukturellen Differenzen zwischen IV und HV &#8211; dein Vorteil als Stillhalter</span></li>



<li class="wp-block-kadence-listitem kt-svg-icon-list-item-wrap kt-svg-icon-list-item-358_474578-ef"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-fe_checkCircle kt-svg-icon-list-single"><svg viewBox="0 0 24 24"  fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><path d="M22 11.08V12a10 10 0 1 1-5.93-9.14"/><polyline points="22 4 12 14.01 9 11.01"/></svg></span><span class="kt-svg-icon-list-text">Du erhältst deutlich mehr Flexibilität &#8211;  auch wenn Optionen komplexer sind</span></li>



<li class="wp-block-kadence-listitem kt-svg-icon-list-item-wrap kt-svg-icon-list-item-358_3e657a-5f"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-fe_checkCircle kt-svg-icon-list-single"><svg viewBox="0 0 24 24"  fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><path d="M22 11.08V12a10 10 0 1 1-5.93-9.14"/><polyline points="22 4 12 14.01 9 11.01"/></svg></span><span class="kt-svg-icon-list-text">Du erhältst faires Pricing &#8211; keine versteckten Kosten und echter Börsenhandel</span></li>
</ul></div>
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       <strong style="color:#333333;">Über Torben</strong><br>
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         Gelernter Bankkaufmann, geprüfter Bankfachwirt (IHK) und seit 2018 aktiver Optionshändler.
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